Blickpunkt Balkan

Athen ist gegen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

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Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras zufolge würde die EU einen Fehler begehen, sollte sie die Gespräche mit der Türkei über einen EU-Beitritt abbrechen, informiert die ABC. Die deutschen und österreichischen Behörden haben sich bereits für eine Beendung der Beitrittsgespräche mit der Türkei ausgesprochen. Ein Ende der Verhandlungen wäre ein strategischer Fehler, meint Tsipras. Vorteilhaft wäre ein solcher Schritt ausschließlich für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der griechische Regierungschef ist der Ansicht, dass die Türkei eine wichtige Rolle in der Region spielt und man gute Beziehungen mit ihr pflegen sollte.

Albanien: Nach Wahl eines neuen Parlamentspräsidenten steht Regierungsbildung an

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Das albanische Parlament hat Gramoz Ruci zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Er war der einzige Anwärter für diesen Posten. Für den Kandidaten der regierenden Sozialistischen Partei Albaniens haben 80 von insgesamt 140 Abgeordneten gestimmt. Die stärkste Oppositionskraft in Albanien, die „Demokratische Partei“, hat gegen Gramoz Ruci votiert und die oppositionelle „Sozialistische Bewegung für Integration“ hat das Votum boykottiert. Der Leader der Sozialisten Edi Rama, der für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert wurde, hat ein kleines und reformiertes Kabinett aufgestellt, über dessen Zusammensetzung im Laufe dieser Woche abgestimmt werden soll. Man erwartet von der neuen Führung, dass sie Korruption und Drogenhandel aktiv bekämpfen und ein höheres Wirtschaftswachstum und niedrigere Arbeitslosenzahlen erzielen wird.

Kosovo mit neuer Regierung

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Ramush Haradinaj wurde zum neuen Ministerpräsidenten des Kosovo gewählt. Dies geschah mit einer knappen Mehrheit von 62 der 120 Abgeordneten - 61 haben für ihn gestimmt und einer enthielt sich der Stimme. Die Abgeordneten von der stärksten Oppositionspartei „Selbstbestimmung“ und von der „Demokratischen Liga des Kosovo“ haben den Plenarsaal verlassen und sich nicht am Votum beteiligt. Ramush Haradinaj führte den EU- und NATO-Beitritt des Landes als wichtigste Prioritäten seiner Regierung an. Der neue Regierungschef sprach sich auch für einen Dialog mit Serbien aus. Nachdem er sein Regierungsprogramm unterbreitet hat, stellte Haradinaj den Bürgern ein „Neues Kosovo“ in Aussicht.

Belgrad strebt gute Beziehungen mit Skopje an

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Die serbische Regierungschefin Ana Brnabic sagte, sie habe mit ihrem mazedonischen Amtskollegen Zoran Zaev keine Gespräche über eine mögliche Unterstützung Mazedoniens für die Aufnahme des Kosovo bei Interpol geführt. Sie versicherte jedoch, Belgrad wolle alles in seinen Kräften Stehende tun, um gute Beziehungen mit Skopje zu unterhalten. Brnabic erinnerte daran, dass sie den mazedonischen Ministerpräsidenten Zoran Zaev eingeladen hat, Serbien im November eine offizielle Visite abzustatten. Die serbische Premierministerin äußerte die Hoffnung, dass man während dieser Visite eine gemeinsame Sitzung der Regierungen beider Länder planen kann.

Rumänien greift neue 200 Migranten im Schwarzen Meer auf

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Die rumänische Küstenwache hat im Schwarzen Meer zwei Fischerboote mit insgesamt 200 illegalen Migranten aufgegriffen, teilten die Behörden in Bukarest mit. An Bord des einen waren 97 Bürger aus dem Iran und Irak. Das Boot war nur eine Seemeile von der bulgarischen Küstenlinie entfernt. Es laufen Untersuchungen, wie es so weit vordringen konnte. Seit Mitte August ist dies das vierte Boot, das Migranten über das Schwarze Meer befördert. Bukarest befürchtet, dass das Schwarze Meer zu einer alternativen Flüchtlingsroute für Migranten werden könnte, die in Richtung Europa strömen.

Zusammengestellt von: Stoimen Pawlow

Übersetzung: Rossiza Radulowa


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