„Herbstfarben und Töne“ mit Vlatko Stefanovski und der Big Band des BNR

Vlatko Stefanovski
Foto: reporter.mk

Heute Abend geben bei uns im Hause Vlatko Stefanovski und die Big Band des Bulgarischen Nationalen Rundfunks (BNR) unter der Leitung von Antoni Donchev ein Konzert. Unter dem Motto „Herbstfarben und Töne“ musiziert der aus Mazedonien stammende Gitarrist und Komponist zum ersten Mal zusammen mit der Rundfunk-Big-Band.

Vlatko Stefanovski ist in Bulgarien kein Unbekannter. Nachdem er vor einigen Jahrzehnten mit der von ihm gegründeten Gruppe „Leb i Sol“ (zu Deutsch: Brot und Salz) populär wurde, besuchte er oftmals Bulgarien und erfreut sich eines breiten Freundeskreises unter den Musikern unseres Landes und natürlich vieler Fans, die alle seine Aktivitäten verfolgen. Das erklärt das überaus große Interesse am heutigen Konzert. Stefanovski hat bislang etliche Projekte mit populären bulgarischen Musikern verwirklicht. Im vergangenen Jahr präsentierte er sich zusammen mit Miroslav Tadić aus Bosnien-Herzegowina, Theodossij Spassow, dem gemischten Chor und dem Symphonieorchester des BNR auf dem „Salon der Künste“ des Nationalen Kulturpalasts mit dem Projekt „Balkan Fever“ des aus Lettland stammenden Dirigenten Kristjan Järvi, der weltweit als experimentierfreudiger Künstler bekannt ist.

Vlatko Stefanovski, Miroslav Tadić und Theodossij Spassow – eine lange Bühnenfreundschaft

Antoni DonchevWir versuchen, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten und Musiker aus den verschiedensten Ländern einzuladen, die das Publikum in Aufregung versetzen können. Teil dieser Programmpolitik ist das Konzert mit Vlatko Stefanovski, das wir mit Vergnügen vorbereitet haben“, erzählte uns Antoni Donchev, der die Big Band des Rundfunks leitet.

Vlatko Stefanovski tritt heute zwar zum ersten Mal mit der Big Band des BNR auf, hat aber ähnliche Projekte bereits in Slowenien realisiert. Als Solist trat er ferner mit angesehenen Symphonieorchestern in Großbritannien, Deutschland, Österreich und anderen Ländern auf. Mittlerweile blickt er auf rund zwei Dutzend Alben zurück.

Unter den Stücken, die wir ins Konzertprogramm aufgenommen haben, möchte ich besonders die Suite „Quasi Balkanika“ des Niederländers Izidor Leitinger hervorheben“, erzählt weiter Antoni Donchev. „Mit diesem Komponisten stehen wir seit etwa sieben Jahren in Verbindung. Damals hatte ich grade die Big Band als Dirigent übernommen, als uns Leitinger diese Suite zusandte. Ich war mir gleich zu Beginn sicher, dass wir dieses Werk eines Tages dem Publikum vorstellen werden. Die Zeit ist nun gekommen. Unsere Freude ist jetzt jedoch noch größer, weil als Solist Vlatko Stefanovski auftreten wird. Die Musik ist sehr ansprechend und der Komponist selbst zeigt, dass er in die Besonderheiten des Seelenlebens der Balkanbewohner und ihrer Musik tief eingedrungen ist. Auf dem Programm stehen ferner populäre Kompositionen von Vlatko Stefanovski, die jedoch von Izidor Leitinger und anderen Komponisten für Big Band umgeschrieben wurden. Es sind Stücke noch aus den Zeiten der Gruppe „Leb i Sol“ aber auch aus der Karriere von Stefanovski als Solist.“




Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

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