Nationalbank prägt Silbermünze in Andenken an den Volksbaumeister Nikola Fitschew und seine Brücke bei Bjala

Foto: BGNES

Die 10-Lewa-Silbergedenkmünze „150 Jahre seit der Errichtung der Brücke bei Bjala durch Nikola Fitschew“ kann von der Bulgarischen Nationalbank zu einem Preis von umgerechnet fast 34 Euro erstanden werden. Auf dem Avers sind Details des Bildhauerschmucks der Brücke abgebildet, die der Volksbaumeister zwischen 1865 und 1867 über den Jantra-Fluss errichtete.

Den Auftrag dazu hatte der türkische Gebietsverwalter des Donau-Vilâyets Midhat Pascha gegeben. Der im osmanischen Dienst stehende polnische Ingenieur Ludomił Rola hatte für die Errichtung der Brücke eine Summe von 3 Millionen türkische Groschen (kuruş) veranschlagt. Nikola Fitschew baute die von ihm projektierte Brücke für lediglich 700.000 Groschen, wobei er mit seinem Leben für die Festigkeit der Steinbrücke bürgte.

Die Brücke bei Bjala ist heute eine Sehenswürdigkeit. Sie ist 276 Meter lang und 9,5 Meter breit. Ursprünglich besaß sie 13 Pfeiler im Flussbett und 14 Bögen zu je 12 Metern Spannweite. Der plastische Schmuck der Wellenbrecher zeigt Greife, Löwen, Nymphen und Schwäne. Eine solche Steinplastik war bis dahin nur Wohnhäusern vorbehalten, was die Brücke zu einem Gesamtkunstwerk macht, bei dem sich Architektur und Bildhauerei die Hand reichen. Im Jahre 2000 wurde die Brücke bei Bjala zu einem Architektur- und Kunstdenkmal der bulgarischen Kultur erklärt.

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