Weihnachtsstimmung mit der Kindervokalgruppe "Glöckchen" aus Elin Pelin

Foto: Privatarchiv

In diesen überaus lichterfüllten Tagen freuen sich die kleinen Sängerinnen und Sänger aus der Kleinstadt Elin Pelin in der Nähe der Hauptstadt Sofia über ihre Geschenke und vergnügen sich nach Herzenslust. Mit Stolz erinnern sie sich aber auch der Erfolge, die sie im ablaufenden Jahr errungen haben.

Das Jahr 2017 brachte uns viele Preise“, sagte uns Binka Georgiewa, langjährige Leiterin der Kindervokalgruppe "Glöckchen" und Klavierpädagogin an der Schule "Elin Pelin – 1896". Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass sie der „Motor“ der Musikereignisse ist, über die im Folgenden die Rede sein wird. Die bisherigen Erfolge der kleinen Sänger und Pianisten auf in- und ausländischen Festivals und Wettbewerben sind tatsächlich bemerkenswert – die Liste der Auszeichnungen ist lang. Allein die Ersten Preise sind 15 an der Zahl. Anfang November kehrten die "Glöckchen" aus Prag zurück, wo sie sich am Internationalen Wettbewerb "Europe stars 2017" beteiligten und für das Schopen-Lied "Braut Jowantschowitza" und das spanische Lied "Código" den Grand Prix erhielten. Man lud sie ferner zu einer Teilnahme an Festivals in Russland und Moldawien im kommenden Jahr ein. Der 15jährige Christian Todorow beteiligte sich seinerseits mit großem Erfolg am Preisträgerkonzert des Internationalen Klavierwettbewerbs im März in Wien.

Binka Georgiewa wurde in der Stadt Swischtow an der Donau geboren. Das Schicksal verschlug sie jedoch in die Schopen-Region im mittleren Westen Bulgariens. In Sofia beendete sie die Musikakademie, an der sie die Chance hatte, mit einigen der bedeutendsten bulgarischen Musikpädagogen und Musikern der Neuzeit zusammenzuarbeiten. Das hat sie beruflich stark geprägt und hilft ihr bis heute in ihrer täglichen Arbeit.

Die "Glöckchen" sind mittlerweile 36 Jahre alt“, erzählt sie uns. „Die Idee für die Gründung einer solchen Kindervokalgruppe kam Stanka Kowatschewa, Direktorin des einstigen Hauses der Pioniere. Wir fanden schnell Kinder, die gern singen und schon begannen wir mit der Arbeit. Hier in der Schopen-Region sind die Kinder sehr musikalisch und stimmbegabt. Die Schopen stehen gern im Mittelpunkt und wollen zeigen, was sie können; sie sind ungern nur Publikum oder Zuhörer. Hier singen und tanzen alle mit großem Eifer.

Von Binka Georgiewa erfuhren wir mehr über den Erfolg der "Glöckchen" in Prag, wo die Kinder von Saschka Spassowa geleitet wurden:

Sie ist ein ehemaliges Mitglied der Kindervokalgruppe. Mit 6 fing sie bei uns an zu singen und nahm bei mir Klavierstunden. An der Nationalen Musikschule in Sofia lernte sie Jazz- und Pop-Gesang. Derzeit studiert sie an der Sofioter Musikakademie im Fach Musikpädagogik. Saschka kommt ausgezeichnet mit den Kindern zurecht, die im Alter von 13 bis 14 Jahren sind. An dieser Stelle möchte ich den Leitungen der Gemeinde und des Kulturhauses von Elin Pelin danken, die uns stets unterstützen.

Binka Georgiewa konnte dank dieser Hilfe 1978 eine Klavierklasse aufbauen. Sie überredete ihre Schüler, denen sie Akkordeon unterrichtete, Klavierstunden zu nehmen. Auch schaute sie sich im örtlichen Kindergarten nach musikalischen Kindern um, die gern dieses Instrument erlernen würden.

Ich muss vermerken, dass ich das Instrumentalspiel mit den Gesang verbinde“, fügt die Pädagogin hinzu. „Es stellte sich nämlich heraus, dass die Kinder nicht nur gern spielen, sondern auch singen. Meine besten Gesangssolisten gehören auch zu den besten Klavierschülern. Ich bin davon überzeugt, dass sie singend und spielend besser in der Musikkunst zurechtfinden... In diesem Jahr begannen für uns die Weihnachtsfeierlichkeiten bereits Anfang Dezember. An drei Tagen standen wir auf der Bühne des Weihnachtsmarkts unserer Stadt. Ferner sangen wir auch auf einem Wohltätigkeitskonzert in Sofia – zusammen mit den „größeren“ "Glöckchen". Ich möchte allen als aller erstes viel Gesundheit wünschen, viel Einsatzkraft, Energie und natürlich offene Herzen für das Schöne im Leben. Die Musik gibt uns eigentlich all das – Harmonie und Licht für die Seele.“

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

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