2017 – ein Erfolgsjahr für das Volksmusikorchester des BNR

Das Jahr 2017 war voll herrlicher Musik“ – so fasste mit wenigen Worten der Dirigent des Volksmusikorchesters des Bulgarischen Nationalen Rundfunks, Dimitar Christow, das ablaufende Jahr zusammen.




Es war ein gutes Jahr, in dem wir etliche erfolgreiche Projekte verwirklichten“, betont er in einem Exklusivinterview für Radio Bulgarien. „Wir sind darauf stolz, weil wir immer etwas Neues gefunden haben, mit dem wir unserem Publikum eine Freude breiten konnten. Das Konzert aus der Reihe "Rhythmen des Balkans" im Bulgaria-Saal, an dem Musikfreunde von uns aus Mazedonien, Serbien und Griechenland teilnahmen, hatte ungemein großen Erfolg. Erwähnen möchte ich auch das Projekt "Vokal- und Instrumental-Bilder", mit dem wir die Konzertsaison eröffneten. Daran beteiligten sich die wunderbaren Sängerinnen des Chores des Nationalen Folkloreensembles "Philipp Kutew" unter der Leitung des Dirigenten Georgi Genow. Ferner spielte unser Volksmusikorchester das zweite Jahr in Folge die nominierten Werke des Wettbewerbs "Neue bulgarische Musik im 7/8tel-Takt" der Stadt Tschepelare. Vor einigen Wochen gaben wir wiederum ein Konzert anlässlich des 70. Geburtstages von Dobrin Panajotow – einer der ehemaligen Dirigenten des Volksmusikorchesters des BNR. Es gab wohl kein einziges Konzert, auf dem nicht bemerkenswerte Solisten auftraten. Sie alle sind sehr verschieden. Wir haben sie auf bestmögliche Weise dem Publikum vorgestellt und für sie eine, man könnte sogar sagen „gemütliche“ Atmosphäre auf der Bühne geschaffen, so dass sie sich überaus wohl fühlten.




Dimitar Christow leitet das Volksmusikorchesters des Bulgarischen Nationalen Rundfunks seit etwa sechs Jahren. Man merkt es ihm an, dass er nicht nur auf die reiche musikalische Vergangenheit Bulgariens großen Wert legt, sondern auch gern den neuen Strömungen in der auf der Folklore fußenden Musik Gehör verschafft.

Viele Komponisten und Arrangeure haben für unseren Klangkörper gearbeitet; man könnte sogar sagen, dass es die Besten sind“, erzählt weiter der Dirigent. „Das sind alles Künstler, die dem Folkloregenre ihren Stempel aufgedrückt haben und das Repertoire ungemein erweitern. Ich bemühe mich, in jedem Konzert für große Abwechslung zu sorgen, um die Ausgewogenheit des Orchesters aufrecht zu erhalten. Wir popularisieren jedoch nicht nur die alte Volksmusik, wir tragen auch zu ihrer weiteren Entwicklung bei. Ich persönlich bin auch nach wie vor als Komponist tätig. Derzeit arbeite ich u.a. an der Musik für ein Theaterstück für die Bühne von Pasardschik, einer Tanzmusik für das Ensemble der Streitkräfte Bulgariens und für das Folkloreensemble "Madara" aus Schumen."





An dieser Stelle will ich einen Blick voraus werfen und etwas über die für 2018 geplante Arbeit unseres Klangkörpers verraten: Mit dem Thrakia-Ensemble starten wir ein großes Projekt, das spätestens im Mai stehen muss. Die Arrangements, die ich mache, bereiten mir große Freude, sind aber auch eine große Last, weil mir immer weniger Zeit für meine Familie bleibt...




Inmitten der Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten möchte ich allen viel Gesundheit wünschen. Sie mögen lächeln, selbst in schwierigen Momenten. Auch sollten wir nicht die Tugenden vergessen, die uns wahrhaftiger und irdischer machen. Nicht an letzter Stelle möchte ich allen Bulgaren ans Herz legen, die Musik zu lieben, bulgarische Volksmusik zu hören und sich auch um sie zu kümmern, weil sie unsere Identität ist. Ohne sie können wir einfach nicht sein“, sagte abschließend Dimitar Christow, Dirigent des Volksmusikorchesters des Bulgarischen Nationalen Rundfunks.

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

Fotos: BNR

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