TromBobby über sein Album "RUN" und andere Projekte

Bojidar Vassilev, genannt "TromBobby", spielt Posaune und ist ein populärer Beat Maker. Bekannt wurde er mit seiner ersten Gruppe, die er gründete – "SouthWick". Als ein ebenso erfolgreiches Projekt erwies sich "DAYO", das sich weiterentwickelt. Vor etwa zwei Monaten gab er sein erstes selbständiges Album heraus.

СнимкаIch stamme aus einer Familie von Ingenieuren“, erzählt Bojidar Vassilev. „Als ich 8 Jahre alt war, begann ich, mich mit Musik zu beschäftigen – ich machte in einer Vokalgruppe mit. Mit 10 eröffnete sich eine Möglichkeit, in der Nationalen Musikschule "Ljubomir Pipkow" zu lernen. Ich musste zwischen den Instrumenten Fagott oder Posaune wählen. Bis dahin hatte ich noch nie eine Posaune gesehen, wusste nicht einmal, wie sie aussieht, entschied mich aber für dieses Instrument. 2012 beendete ich die Musikschule. Danach lernte ich ein Jahr lang Jazz-Posaune am Konservatorium in Amsterdam. In dieser Zeit nahmen wir mit unserer Gruppe unser erstes Album auf und begannen es in Konzerten vorzustellen. Diese Arbeit rief mich nach Hause zurück, ich gab das Studium im Ausland auf und es dauerte nicht lang und wir gründeten eine neue Gruppe mit Namen "DAYO". Ich spiele nicht einzig mit ihr, sondern auch mit anderen fabelhaften Musikern, wie Angel Zaberski Jr., Mihail Yossifov, Hristo Yotsov, manchmal auch mit der Big Band des Bulgarischen Nationalen Rundfunks. Ferner nehme ich an Jazz-, Funk- und Pop-Projekten teil. Am meisten gefällt mir die moderne Funk-Kultur.

Mit seinen Kollegen von "SouthWick" arbeitet TromBobby momentan am zweiten Album der Gruppe, das noch in diesem Jahr auf dem Markt erscheinen soll. Vor weniger als einem Jahr erschien auch das erste Album der Gruppe "DAYO", das beim Publikum sehr gut angekommen ist. TromBobby nimmt ferner auch am neuen Album der Sängerin Desislava Andonova teil, das ebenfalls in diesem Jahr herauskommen soll. Bojidar Vassilev ist jedoch glücklich, dass er sich mit all diesen Projekten beschäftigt:




Alle Menschen in meinem Leben, vor allem die Musiker, mit denen ich zusammen spiele, hinterlassen eine tiefe Spur in mir“, sagt er. „In der Musikschule habe ich mich ausschließlich mit klassischer Musik beschäftigt. Als ich 14 Jahre alt war, besuchte ich die Konzerte des Jazz-Festivals in Sosopol. Diese Musik beeindruckte mich sehr stark und ich begann, Unterricht bei Willi Stojanow zu nehmen, der mir zum Musiker verhalf, der ich jetzt bin. Eingebungsvoll sind ferner meine Kontakte zu den Musikern der Gruppe "DAYO" – Denis Popstoev (Saxophon), Vassil Vutev (Schlagzeug), Edwin Dimitrov (Bassgitarre) und DJ RawLand.




Während ich in den Niederlanden war, habe ich unaufhörlich Beats gemacht. Die meisten Musiker nehmen diese Arbeit nicht ernst und tun sie als „DJ-Zeug“ ab. Mir gefällt es jedoch und ich freue mich, dass ich es für mich entdeckt habe. Es ist für mich interessant, nach neuen Klängen zu suchen.




Was mein Debüt-Album anbelangt, würde ich nicht sagen, dass sich dahinter ein ganz bestimmtes Konzept verbirgt. Ich habe verhältnismäßig kurze Zeit daran gearbeitet und aus diesem Grund bringt es eine allgemeinere Emotion zum Ausdruck. Die Musik selbst kann ich nur schwer einordnen. Sie spiegelt alle Musikrichtungen wider, die mich beeinflusst haben. Es handelt sich vielleicht vor allem um Soul-Musik… Unser Publikum ist das der Klubs. Für unsere Auftritte nutzen wir bereits vorgefertigte Teile, die wir live nicht spielen können. Das Album erscheint unter dem Management von "Sofia Beats". Das ist eine kleine Gesellschaft von Menschen mit gleichen Neigungen und Ansichten. …Auf der Bühne ist es sehr interessant und ich fühle mich glücklich!

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

Fotos: Privatarchiv

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