„Homage to Ella Fitzgerald“ – neuestes Projekt von Hilda Kazasyan

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Foto: BGNES

Das vergangene Jahr stand für die Musikfreunde ganz im Zeichen des 100. Geburtstags der unvergessenen US-amerikanischen Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald und der Jazz-Musiker Dizzy Gillespie und Thelonious Monk. Das ließen sich die meisten Jazz-Musiker auch in Bulgarien nicht entgehen und erinnerten in ihren Konzerten an die Hits ihrer berühmten Vorgänger, stellten sie jedoch gebrochen durch ihr eigenes Prisma vor. Hilda Kazasyan nannte eines ihrer Projekte „Homage to Ella Fitzgerald“. Es ist die neueste musikalische Herausforderung dieser bulgarischen Jazz-Sängerin, provoziert durch das Talent der amerikanischen Jazz-Diva. Das Projekt selbst enthält 12 ihrer berühmtesten Songs, die Hilda Kazasyan in Begleitung von Hristo Yotsov (Schlagzeug) und Dimitar Karamfilov (Kontrabass) vorstellt. Mehr darüber erzählte uns die Sängerin selbst:

Die „provokatorische“ Idee dazu gab die Jazz-Sängerin Miroslava Katsarova, Organisatorin des meiner Ansicht nach besten Jazz-Festivals in Bulgarien – das Plowdiw Jazz-Fest. Sie hatte uns im vergangenen Frühling eine Einladung für eine Teilnahme geschickt, doch wir alle drei haben das irgendwie vergessen. Wie gewöhnlich meldete sich Miroslava eine Woche vor Beginn des Festivals und das war im November, um uns daran zu erinnern – wir sollten das Jazz-Fest mit Songs von Ella Fitzgerald eröffnen. Ich war daraufhin ganz aus dem Häuschen und habe in zwei Tagen die Songs ausgewählt und sie in den verbleibenden 5 Tagen einstudiert. Hristo Yotsov und Zhivko Petrov mussten die Arrangements ebenfalls sehr schnell machen. Da wir wie gesagt das ganze Engagement vergessen hatten, konnten mich Hristo Yotsov und Dimitar Karamfilov auf dem Festival nicht begleiten. Ich stellte das Programm mit dem Zhivko Petrov Trio (JP3) vor – das sind Zhivko Petrov (Klavier), Vesselin Vesselinov-Eko (Kontrabass) und Dimitar Semov (Schlahzeug). Hristo Yotsov hörte sich nach dem Konzert den Mitschnitt an. Er war davon sehr angetan und schlug vor, die Titel aufzunehmen und mit ihnen eine Konzertreise zu veranstalten. Zu Beginn dachte ich nicht, dass daraus etwas wird, doch nun ist es Realität. Die Arbeit an dem Album dauerte nicht mehr als 12 Tage. Wenn etwas passieren muss, dann passiert es auch. Bemerkenswert sind die Arrangements der Songs von Ella Fitzgerald, die Hristo und Zhivko gemacht haben.“

Bei der Vorstellung des Albums Ende April haben wir zusätzlich improvisiert und einige neue Dinge gemacht. Das ist übrigens mein erstes Album, das ausschließlich Jazz-Titel enthält“, erzählt weiter Hilda Kazasyan. „Die Musik ihrerseits beflügelt die Künstler und sie geben ihr Bestes. Die Konzertreise mit Hristo Yotsov und Dimitar Karamfilov umfasst Burgas, Plowdiw, Stara Sagora, Dobritsch, Warna und Russe. Erneut habe ich die Theatersalons als Orte für unsere Auftritte gewählt. Am 7. September werden wir unser Programm auch auf dem Kunstfestival „Apollonia“ in Sosopol vorstellen. Der Regisseur Wassil Karkalanow hat die erste Ausgabe des Konzerts gefilmt. Die Aufnahme verdeutlicht, dass jedes Konzert anders wird und das ist gerade das Schöne an der Live-Interpretation.

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

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