Blickpunkt Balkan

Kosovo zur Versöhnung mit Serbien bereit, wenn es anerkannt wird

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Kosovos Premier Ramush Haradinaj erklärte, dass Kosovo bereit sei, sich mit Serbien zu versöhnen, wenn seine Unabhängigkeit von Belgrad anerkannt werde. „Unter Versöhnung verstehen wir den Schmerz, die Toten, die Schäden, die Opfer sexueller Gewalt, die vernichtete und geplünderte Wirtschaft zu vergessen“, unterstrich Haradinaj.
Der serbische Verteidigungsminister Alexander Vulin entgegnete Haradinaj: „Zu Beginn habt ihr Frauen und Kinder vergewaltigt und getötet, Dörfer in Brand gesteckt, Besitz geplündert, Soldaten und Polizisten getötet. Ihr habt 250.000 Bürger aus ihren Häusern vertrieben, Dutzende Kirchen und Klöster vernichtet und jede der in Brüssel getroffenen Vereinbarungen verletzt. Jetzt wollt ihr, dass Serbien all das akzeptiert und eine Versöhnung zu einem Konflikt annimmt, den es weder gewünscht noch angefangen hat.“


Kosovo-Frage soll durch Referendum entschieden werden

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Wie der serbische Präsident Alexander Vucic im Nationalfernsehen bekannt gab, soll die Kosovo-Frage in einem Referendum entschieden werden. „Wenn ihr die Verfassung ändern wollt, und ihr müsst es auf dem Weg nach Europa tun, dann ist ein Referendum notwendig, auf dem die Bürger ihrer Meinung ausdrücken können“, unterstrich der Präsident.


Nur technische Hindernisse vor dem Namensstreit über Mazedonien

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Der mazedonische Premier Zoran Zaev erklärte, dass bei den Verhandlungen zwischen Skopje und Athen über den Namen nur bestimmte technische Probleme zu lösen seien. Zaev brachte seine Zuversicht zum Ausdruck, dass alle Vereinbarungen in Kürze bekannt gegeben werden und bestätigte die Information, dass er, wenn alles geklärt ist, sich mit dem griechischen Premier Tsipras in Prespa treffen werde, um die Vereinbarung über den Namen zu unterzeichnen.


Jeder zweite Grieche fordert Lösung des Namensstreits mit Mazedonien jetzt

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Jeder zweite Grieche fordert von der griechischen Regierung, für die Lösung des Namensstreits mit Mazedonien zu arbeiten, ergab eine Umfrage der Meinungsforschungsagentur RAS für den TV-Sender Action 24. Die Frage, ob sie die Bedingungen für das Erreichen einer Lösung im Namensstreit für günstig halten, antworteten 43,8% der Befragten mit „Ja“, 4,5% konnten sich nicht entscheiden, 3,2% antworteten mit „Nein“ und 7,8% haben die Frage nicht beantwortet.


Türkei: Soziologen prognostizieren Stichwahl bei der Präsidentschaftswahl

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Die Meinungsforschungsagentur „Konsensus“, die beim Referendum in der Türkei im vergangenen Jahr mit ihrer Prognose besonders präzise war, gab ihre Vorhersage für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni bekannt. Der Untersuchung zufolge werde die Demokratische Partei der Völker (HDP) die 10%-Hürde für den Eintritt ins Parlament nicht überwinden und kein Präsidentschaftsanwärter bereits in der ersten Wahlrunde genügend Wählerstimmen erhalten, so dass es Anfang Juli eine Stichwahl geben werde. Die Republikanische Koalition, bestehend aus der regierenden Partei für Gerechtigkeit und der nationalistischen Partei „Nationalistische Aktion“ wird insgesamt 50,4% der Stimmen erhalten. Die Nationale Koalition hat die Chance, 39,7% der Wählerstimmen zu erhalten, prognostiziert „Konsens“.


Albaner verlassen Heimat in Massen

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Das italienische Institut für ethnische Forschung gab bekannt, dass in den letzten 10 Jahren 1,1 Millionen neue italienische Staatsbürger registriert worden sein, davon 224.000 allein im vergangenen Jahr. Die italienische Staatsbürgerschaft hätten 189.000 Albaner erhalten, was 16,6% der Gesamtzahl ausmache. Dass die Zahl der albanischen Bürger, die auch die geringste Chance nutzen wollen, um auszuwandern, wachse, spreche die Tatsache, dass 367.231von ihnen sich an der von den USA organisierten Lotterie „Green Card“ beteiligt hätten.

Zusammengestellt von: Stoimen Pawlow

Übersetzung: Georgetta Janewa

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