Blickpunkt Balkan

Neuer Flughafen in Istanbul eröffnet

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In Istanbul wurde ein neuer Flughafen eröffnet, der laut türkischen Behörden zum größten der Welt ausgebaut werden soll. Sein Wert wird auf 26,1 Mrd. Euro geschätzt. Bisher wurde lediglich die erste der insgesamt vier Bauetappen im Wert von 6 Mrd. Euro abgeschlossen. 90 Mio. Reisende sollen jährlich befördert werden. Die übrigen Etappen sollen bis 2023 abgeschlossen sein. Die Kapazität des neuen Flughafens soll 200 Mio. Flugreisende jährlich erreichen. Der Bau lief nicht reibungslos ab. Auf Grund der schlechten Arbeitsbedingungen und häufigen Arbeitsunfälle, bei denen 30 Bauarbeiter ums Leben gekommen sind, gab es Proteste mit 500 verhafteten Demonstranten.


Bulgarien, Serbien, Griechenland und Rumänien könnten für die Fußball-WM 2030 kandidieren

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Auf dem Gipfeltreffen zwischen Bulgarien, Serbien, Griechenland und Rumänien am 2. November in der Schwarzmeerstadt Warna gab der bulgarische Premier Bojko Borissow bekannt, dass die vier Balkanstaaten für die Austragung der Fußball-WM 2013 kandidieren könnten. Für diese Weltmeisterschaft haben bisher Argentinien, Uruguay und Paraguay, Großbritannien sowie Marokko, Tunis und Algerien ihre Kandidaturen bekanntgegeben. Spanien und Portugal denken ebenfalls über eine gemeinsame Kandidatur nach. An der WM 2016 in den USA, Mexiko und Kanada werden zum ersten Mal 48 Mannschaften teilnehmen. Die Nachricht aus der Residenz Euxinograd bei Warna dominierte am Wochenende die Medien der Balkanstaaten. Mazedonien reagierte allerdings verwundert, nicht der eventuellen Kandidatur anzugehören, obwohl in Skopje eines der modernsten Stadien in der Region gebaut wurde, das bereits Gastgeber des Europäischen Supercups 2017 war.


Tourismusbranche soll im Mittelpunkt der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft stehen

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Rumänien hat vor, den Tourismus im Mittelpunkt seiner EU-Ratspräsidentschaft ab dem 1. Januar 2019 zu rücken, um diesen Industriezweig anzukurbeln. Der Tourismus sei, dem rumänischen Staatssekretär im Tourismusministerium George Tomoiaga zufolge, „im Aufschwung begriffen“. Rumänien könne alle Arten von Tourismus anbieten. 2017 war seit zehn Jahren das erfolgreichste Jahr für die Tourismusbranche, gab Tomoiaga bekannt. Der Fremdenverkehr gehört nicht zur europäischen Gesetzgebung. Zur gleichen Zeit sichert dieser Wirtschaftszweig 25 Mio. Arbeitsplätze. Aus diesem Grund hat Rumänien vor, während seines EU-Ratsvorsitzes den Tourismus in den EU-Finanzrahmen für die nächste Programmperiode 2021-2027 einzuschließen.


Resolution über Verbot von Verhandlungen über Gebietsaustausch gescheitert

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Das Parlament von Kosovo hat die von der Opposition vorgeschlagene Resolution, mit der den Politikern, einschließlich des Präsidenten, verboten werden sollte, Verhandlungen über die Veränderung der Grenzen mit Serbien zu führen, verworfen. Die Debatte über den Dialog mit Serbien war voller persönlicher Angriffe und Beschuldigungen gegen die Regierung und die Opposition. Das überwiegend mit Albanern bewohnte Kosovo erklärte 2008 die Unabhängigkeit von Serbien. Für anhaltende Spannung sorgen ethnische Serben in Kosovo und ethnische Albaner in Serbien. Die Unabhängigkeit wird von Belgrad nicht anerkannt. Der Präsident von Kosovo Hashim Thaci erklärte sich für die „Korrektur der Grenzen“ mit Serbien, die den Anschluss  des Preshevo-Tals vorsieht, jedoch ohne ein anderes Gebiet anzubieten. Der Gebietsaustausch wird von Politiker aus beiden Ländern diskutiet.


Griechenland und Mazedonien erneuerten Flüge nach 12jähriger Unterbrechung

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Nach einer 12jährigen Unterbrechung wurden die regulären Linienflüge zwischen Athen und Skopje wieder aufgenommen. Direktflüge zwischen den Hauptstädten beider Länder gab es zwischen 2003 und 2007. Sie wurden eingestellt, als die vorherige mazedonische Regierung den Flughafen in Skopje „Alexander der Große“ nannte, was Athen erzürnte. Aegean Airlines fliegt zwei Mal wöchentlich zwischen Athen und Skopje. Die Flugdauer beträgt ca.1 Stunde.


Bosnien-Herzegowina an der Schwelle einer humanitären Katastrophe

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Bosnien-Herzegowina alarmiert in Anbetracht der fallenden Temperaturen über eine sich anbahnende humanitäre Krise mit Tausenden von Flüchtlingen, die im Land ausharren. Das Balkanland verwandelte sich in eine Zwischenstation auf der neuen Route der Migranten, die aus Asien, dem Nahen Osten und Nordafrika kommen. Rund 20.000 Flüchtlinge haben das Land in diesem Jahr überquert. Ihr Ziel ist das Nachbarland Kroatien, das Mitglied der EU ist. Bosnien-Herzegowina, vertieft in die eigenen politischen und wirtschaftlichen Probleme, ist nicht geneigt, Flüchtlinge aufzunehmen und richtet nur langsam Aufnahmezentren ein. Tausende von Menschen werden der Kälte ausgesetzt sein, wenn der erste Schnee fällt, warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk.

Zusammengestellt von: Manuel Sawow

Übersetzung: Georgetta Janewa


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