Blickpunkt Balkan

Erdoğan erörtert Lage in Syrien mit Amtskollegen Putin und Trump
Foto: turkishminute.comDie Zukunft Syriens stand im Mittelpunkt der Gespräche in Moskau zwischen dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Der Kreml-Chef sprach sich für den türkischen Vorschlag zur Einrichtung einer Sicherheitszone in Syrien aus. Ferner waren sich beide Gesprächspartner über eine gemeinsame Produktion der Kampfflugzeuge Su-35 und Su-57 einig. Vereinbart wurden auch gemeinsame Handlungen Russlands und der Türkei in Syrien.
Erdoğan besprach das Thema Syrien nach seiner Rückkehr in die Türkei mit US-Staatspräsident Donald Trump per Telefon. Beide Staatschefs unterstrichen die Notwendigkeit eines Schutzes der Zivilbevölkerung in Idlib und die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit zur Abwendung einer humanitären Katastrophe in der Region. Der türkische Präsident befürchtet, dass der Vormarsch der syrischen Regierungstruppen gegen die Stellungen der mit der Al-Qaida in Verbindung gebrachten Islamisten im Norden Syriens ein neue Flüchtlingswelle in Richtung Türkei verursachen könnte. Seinen Worten nach seien dort 3,5 Millionen Menschen von einer humanitären Krise bedroht.

EU-Außenminister für Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Albanien und Nordmazedonien
Foto: informo.bgDie Europäische Union müsse sich zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Nordmazedonien durchringen. Diese Position nahm ein Teil der in Helsinki versammelten EU-Außenminister ein, trotz einiger Befürchtungen in  Bezug auf einen schleppend vorankommenden Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität. „Ich glaube, die Europäische Union muss ein Interesse an dieser Region haben“, sagte der deutsche Bundesaußenminister Heiko Maas. Es gehe auch darum, dass sich in dieser Region nicht solche Staaten ausbreiteten, „die nicht unbedingt mit unseren Werten übereinstimmen“.
Eine ähnlichgelagerte Position nahm seinerseits der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ein. Er traf sich im Élysée-Palast mit den französischen Botschaften und verlangte, dass die französische Diplomatie erneut die Länder des Balkanraums in die Karte Europas aufnimmt. „Man darf es nicht zulassen, dass nichteuropäische Kräfte an unserer Stelle entscheiden. Andernfalls werden die Beschlüsse die USA, Russland und die Türkei treffen“, meinte entschieden der französische Staatschef.

Wahltermin in Kosovo steht fest
Foto: new-perspektiva.comParlamentswahlen wird es am 6. Oktober im Kosovo geben, heißt es in einem Erlass des Präsidenten Hashim Thaçi. Vorgezogene Wahlen wurden im Kosovo notwendig, nachdem vor einem Monat der Premier des Landes, Ramush Haradinaj, seinen Rücktritt einreichte, noch bevor er von einem internationalen Staatsanwalt über seine Rolle im Krieg gegen Serbien 1998/99 verhört wurde. Wenig später löste sich das Parlament auf.

Nordmazedonien und Serbien teilen sich Grenzkontrolle zur Erleichterung des Transits
Foto: www.blic.rsDie Ministerpräsidenten Nordmazedoniens und Serbiens, Zoran Zaev und Ana Brnabić, eröffneten einen gemeinsamen Grenzübergangspunkt bei Tabanovce-Preševo. Bei der Eröffnung dieser ersten gemeinsamen Übergangsstelle an der Grenze beider Länder wurde bekanntgegeben, dass sie zur Reduzierung der zur Kontrolle der Dokumente notwendigen Zeit auf die Hälfte beitragen werde. Damit soll der Reisestrom erhöht und die regionale Zusammenarbeit verstärkt werden.

81jährige griechische Windsurferin meistert 18-Meilen-Distanz im Ionischen Meer
Foto: youtube.comDie 81jährig Griechin Anastasia Gerolymatou überquerte das Ionische Meer von der Insel Skala Kefallonias bis zur Hafenstadt Kylini am Peloponnes auf einem Surfbrett für Windsurfen. Sie schaffte die Distanz von 18 Seemeilen in rund 6 Stunden. Nach ihrer Ankunft am Ziel meinte sie: „Das, was ich gemacht habe, hat mir sehr gefallen. Es war einer meiner Kindheitsträume. Ich habe nicht gemerkt, wie schnell die 6 Stunden auf dem Wasser vergangen sind. Jetzt gebe ich die Staffel an die Jugend weiter, mit den Rat, nie im Leben aufzugeben, egal auf welche Schwierigkeiten sie stoßen sollten“.

Redaktion: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Wladimir Wladimirow

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