Innovative Lehrer wollen mit viel Liebe die „Zukunft Bulgariens“ formieren

Zu Beginn des neuen Schuljahres sind die Reformen in der bulgarischen Bildung und die administrativen Neuheiten in den bulgarischen Schulen in aller Munde. Parallel zum elektronischen Tagebuch und das interaktive Klassenzimmer, über die einige große Schulen in der Hauptstadt verfügen, besteht in diesem Jahr für alle die Möglichkeit, sich am Programm „Innovative Schulen“ zu beteiligen. Nach den Vorgaben des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft müssen die Lehrer ein eigenes innovatives Lehrmodell vorstellen, das den Unterricht für die Schüler besonders interessant macht und in Erinnerung bleibt und das ganze Schuljahr über angewendet werden kann. Das Programm sieht eine Zusammenarbeit zwischen den Schulen vor, den Austausch von Erfahrungen und neuen Arbeitsmethoden, eine neue Organisation des schulischen Umfelds und innovative Modelle für die Leitung der schulischen Prozesse vor.

395 Schulen aus 28 Regionen des Landes beteiligen sich am Programm für innovative pädagogische Praxis. „Dort haben die Lehrer die Freiheit, neue Lehrprogramme anzubieten, Lehrfächer zu integrieren und das Erlernen von neuen Fächern vorzuschlagen“, erläutert Natalia Michalewska, Direktorin der Direktion „Bildung der Bulgaren im Ausland und Schulnetz“ am Ministerium für Bildung und Wissenschaft und wünscht allen Schülern ein erfolgreiches neues Schuljahr in Bulgarien, in den staatlichen bulgarischen Schulen in Prag und Bratislawa, sowie in allen 335 bulgarischen Sonntagsschulen auf allen Kontinenten der Welt. 

Das wichtigste in diesem Schuljahr ist, dass alle Lehrer inspiriert sind, so dass sie auch ihre Schüler inspirieren können“, unterstrich Natalia Michalewska. „Sie müssen die Formalitäten im Beruf überwinden und sich voll dem Unterricht und den Kindern widmen. Es geht nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern um die Förderung von  Fähigkeiten, bestimmten Verhaltensweisen und Werte. Sie müssen den Zugang zu jedem Kind finden. Nur so können effektive und langfristige Ergebnisse in der bulgarischen Bildung erreicht werden. Jeden Tag müssen kleine und sinnvolle Schritte unternommen werden, so dass unsere Kinder in  allem besser werden“, wünscht sich Natalia Michalewska und erinnert an die Worte des Bildungsministers, dass der Lehrer durch keinerlei Technologie ersetzt werden könne in der Bildung, denn der Lehrer sei mehr als alles. „Es geht nicht um die Vermittlung und Anhäufung von Wissen, sondern um menschliches Verhalten. Den gerechten und hingebungsvollen Lehrer ist derjenige, der uns ein ganzes Leben in Erinnerung bleib“, sagt sie und fügt hinzu, dass das bulgarische Bildungsministerium deshalb die Betonung auf die Rolle des Lehrers als treibende Kraft für die Veränderung setzt.

Innovationen sind wichtig, doch das Wichtigste ist, dass der Lehrer kreativ und als Mensch anpassungsfähig ist. Wir wollen nicht sporadische Versuche einer Veränderung. Unser Ziel ist, dass der Lehrer beständig in seiner Arbeit ist und eine Atmosphäre für Innovationen schafft“, erklärt Natalia Michalewska und gibt die Idee des Bildungsministeriums bekannt, einen nationalen Preis für den innovativsten Lehrer zu stiften. Die Lehrer, die diese Auszeichnung erhalten, können einen Nationalen Klub der Innovatoren ins Leben rufen, um ihre Erfahrungen im Land und außerhalb zu verbreiten. Sie werden vom Bildungsministerium unterstützt werden, um sich an internationalen Ausstellungen in London und Dubai zu beteiligen.

Übersetzung: Georgetta Janewa

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Foto: EPA/BGNES

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