Samstag, 25. Mai 2013 

Skip Navigation LinksRadio Bulgarien

Search in site

Навигация

veröffentlicht Mittwoch, 25. April 2012 10:58
Radio Bulgarien Leserbriefe Freunde weltweit

Knapp 900 E-Mails und Briefe an Radio Bulgarien im Monat März 

Auch im zweiten Monat nach der Einstellung der Kurzwellensendungen von Radio Bulgarien treffen bei uns weiterhin Briefe ein, in denen die Hörer ihr Bedauern darüber ausdrücken. Ein großer Teil der knapp 900 E-Mails und Briefe im Monat März sind gerade diesem Thema gewidmet. Aus unterschiedlichen Anlässen haben wir auch 100 Telefonanrufe erhalten.
Wir danken allen, die zugeben, dass sie unsere treuen Hörer auch im Internet sein werden, auch wenn es ihnen zufolge, nicht das gleiche Erlebnis ist.

„Für mich war es nach so vielen Jahren schockierend und traurig zu erfahren, dass Sie die Sendungen auf Kurzwelle einstellen. Ich danke Ihnen für diese Jahre“, schreibt Victor Latavish aus Florida in den USA. „Ihre letzte Sendung auf Kurzwelle gefiel mir sehr, in die Sie Briefe der Hörer aufgenommen haben. Sie werden mir sehr fehlen. Ich habe das Gefühl einen guten Freund zu verlieren. Das Kurzwellenradiohören mag manchen als Überbleibsel der Vergangenheit erscheinen, aber nicht mir. Das Internet ist keine immer zuverlässige Quelle. Das Kurzwellenradio kann dagegen unter allen Umständen funktionieren. Ihre Techniker und Ingenieure haben uns über Jahre guten Ton und klare Sendungen zur Verfügung gestellt. Ich werde versuchen Sie auch online zu hören, aber es wird leider nicht dasselbe sein.“

Ähnlich ist auch der Brief von Christopher Lewis aus Norton Shifnal in England: „Obwohl ich ein begeistertet Kurzwellenhörer bin, werde ich Sie auch übers Internet hören, auch wenn es nicht dasselbe sein wird. Ich danke Ihnen für die langen Jahre, in denen Sie uns wunderbare Kurzwellensendungen boten. Ich wünsche Ihnen Erfolg als Online-Radio und vielleicht kehren Sie irgendeinmal wieder in den Kurzwellenether, warum nicht?“
Atsuhisa Kageyama aus Osaka-fu in Japan, der die Sendungen von Radio Bulgarien auf English hört, teilt uns mit: „Ich höre Sie seit 1973. Ich werde weiterhin ihr Hörer sein, so setzen Sie ihre Onlinesendungen fort.“

Alan Roe aus Middlesex in Großbritannien, ein Hörer unserer Sendungen seit 30 Jahren, schreibt: „Mir werden wirklich die interessanten Nachrichten aus Ihrem Land fehlen und Bulgarien wird nach meiner Meinung wegen dieser Entscheidung nur verlieren, da die Welt weniger über die bulgarische Kultur erfahren wird. Das Abschalten der Kurzwellen von Radio Bulgarien ist eine kurzsichtige Entscheidung, die die bulgarische Regierung mit Sicherheit in Zukunft bedauern wird. Die Vernichtung der Stimme Bulgariens nur um unwesentliche Mittel einzusparen ist keine richtige Entscheidung. So sage ich Ihnen nach drei Jahrzehnten: Danke.“

Aus dem benachbarten Griechenland kam der Brief von Kirijakos Druzas: „Ich schreibe Ihnen, um meine Meinung über das Abschalten ihrer Sendungen auf Kurzwelle mitzuteilen. Es ist eine Entscheidung, die uns alle überrascht hat, weil die Programme des Bulgarischen Nationalen Rundfunks nicht nur unter den einfachen Hörern sehr populär sind, sondern auch unter den Funkamateuren. Zum ersten Mal hörte ich Ihr Radio, das „Radio Sofia“ hieß, 1977. Einige Monate später wurde ich zum Ehrenhörer Ihres Radios. Wir griechische Hörer werden Sie natürlich weiter auf Mittelwelle hören, aber ich werde nicht verschweigen, dass wir viele Male auch die Kurzwellensendungen in Englisch gehört haben. Ich hoffe, dass Sie die Ausstrahlungen auf Mittelwelle noch viele Jahre fortsetzen werden.“

„Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Wirtschaftskrise fast die ganze Welt betroffen hat, aber das bedeutet nicht, dass man Kurzwellensendungen einstellen muss, wie im Fall mit Radio Bulgarien – die Rundfunkstation, die über viele Jahre Hunderttausende Menschen weltweit in verschiedenen Sprachen informierte“, schreibt Besir Arifi aus Mazedonien, der bei Radio Skopje arbeitet und die Sendungen in albanischer Sprache betreut. „Es gibt Menschen, die in fremden Staaten leben oder fern der Heimat arbeiten, an einem Ort, an dem ihre Muttersprache nicht gesprochen wird. Haben Sie sich gefragt, wie sich diese Menschen informieren? Glauben Sie, dass diejenigen, die als Fahrer oder Seeleute arbeiten, über einen Computer verfügen, der ans Netz angeschlossen ist und ob sie Radio Bulgarien übers Internet hören können? Natürlich nicht. Das einzige Informationsmittel, auf das sie sich verlassen, ist das Radio und sie brauchen Kurzwellensendungen, die weltweit gehört werden können. Sie sollten berücksichtigen, dass die regelmäßigen Radiohörer der älteren Generation angehören, der es schwieriger fällt mit dem Computer zu arbeiten, oder ihn überhaupt zu nutzen. Wie kann man die Kurzwellensendungen einstellen und so den Hörern das Radio-Vergnügen entziehen?“ fragt er.

Seinen Kommentar schickte auch Mr. Soumya aus dem fernen Indien, der unsere Sendungen in türkischer Sprache verfolgt. „Ich höre Radio Bulgarien wegen Ihrer guten Präsenz im Äther, Ihrer guten Sendequalität. Heute bin ich aber traurig, weil Radio Bulgarien seine Kurzwellensendungen eingestellt hat. Ich werde Ihr Radio und Ihre Programme auch jetzt hören. Viel Erfolg!“

Norbert Gromer aus der Bundesrepublik Deutschland berichtet in seinem Brief: „Ich habe oft Bulgarien besucht und viele Gebiete mit meinem Auto bereist, um Ihr Land besser kennen zu lernen. Man gewinnt tatsächlich das Gefühl, dass man schon viel gelernt hat. Die Sendungen der deutschen Redaktion haben mein Wissen über Bulgarien sehr erweitert und bereichert. Wenn ich nur überlege, wie sehr Sie sich über die Jahre bemüht haben, die Distanz zwischen den Menschen im Ausland und Ihrem Land zu verkürzen! Ich ziehe wirklich den Hut vor Ihnen! Es ist meiner Meinung nach nicht gut die Kurzwellensendungen einzustellen, die Tür zu schließen und sich in die Besenkammer zurückzuziehen. Ein Beispiel dafür sind die anderen Länder, die ähnlich vorgegangen sind – die Menschen vergessen sie. Die Verantwortlichen sollten über diese Tatsache nachdenken!“

Sein Landsmann Stefan Druschke schreibt: „Als ich vor 30 Jahren mit meinem Hobby - Radio auf Kurzwelle zu hören - begann, war „Radio Sofia“ eine der ersten Radiostationen, die ich hörte. Der Sender war perfekt zu hören und das Programm war schon damals sehr gut. Was die Zukunft anbelangt, werde ich wohl mich vor den Computer setzen, um Ihre schönen Sendungen zu hören. Ich hoffe, dass es die deutsche Redaktion weiterhin gibt und ich mich auch in Zukunft über Ihr schönes Land informieren kann. Ich werde auf jeden Fall meine Kontakte mit Radio Bulgarien nicht einstellen. Wenn es erforderlich ist, werde ich Ihr Internet-Hörer werden, und natürlich weiter schreiben. An der Qualität der deutschsprachigen Sendungen ist nichts auszusetzen, deswegen haben Sie meiner Meinung nach ziemlich gute Chancen auch im Internet zu überleben.“

Ralf Urbanczyk, ebenfalls aus der Bundesrepublik Deutschland macht in seinem Brief einigen Vorschläge: „Auch andere Rundfunkstationen haben vor Ihnen den Weg von der Kurzwelle zum Internet betreten. Einige von ihnen hatten Erfolg bei diesem Unterfangen, andere nicht so sehr, in Abhängigkeit davon, ob sie ihre Internet-Seite zu einer anziehenden Plattform mit reicher Auswahl an Audio- und Videobeiträgen, Bildern und Text machen konnten. Es ist zu empfehlen, dass die einzelnen Sendungen den Verbrauchern sowohl in der Form von Podcasts zum download, als auch als Text zur Verfügung stehen und mehr visuelle Information enthalten, d.h., Bilder und Darstellungen. Es ist wünschenswert, dass Sie über ein reiches Archiv verfügen, das den Menschen die Möglichkeit bietet alle sie interessierenden Beiträge zu hören und zu lesen. Es ist gut auch auf die Interaktivität zu setzen, so, dass der Austausch von Meinungen und Kommentaren zu den Sendungen unter den Hörern und Internet-Verbrauchern erfolgen kann.

„Mir gefallen Ihre neuen Programme, die Themen sind gut ausgewählt und vielfältig. Es wäre gut, wenn Sie eine Presseschau machen würden; wir würden noch besser informiert;“ schlägt Jean-Michel Obiet aus Frankreich vor.
Nelcy Remedy Bigart aus Brasilien schreibt uns: „Ich besuche Ihre Internet-Seite jeden Tag und möchte, dass sie noch zugänglicher und bequemer wird.“
Philippe Obret aus Cot D’Ivoir teilt uns mit, dass er mit Vergnügen die Briefkastensendung hört und unsere wunderbare Folkloremusik.
Alberto Hindeburgo Fetter aus Brasilien interessiert sich für die älteste orthodoxe Kirche in Bulgarien und dafür, wer ihren Bau veranlasst hat.
Isabel Demance, die in Sofia lebt, schreibt uns: „Gruß von mir. Ich bin Französin und lebe seit drei Jahren in Sofia. Ich besuche regelmäßig die Internet-Seite von Radio Bulgarien und finde sie sehr gut gemacht. Mich hat eine neue Rubrik beeindruckt – „Die 100 nationalen Tourismusobjekte von Bulgarien“. Mit einer weiteren französischen Familie suchen wir interessante touristische Objekte im Land auf und das macht uns Spaß“.
Liuben Rosalen Arévalo aus Kuba schreibt uns: „Radio Bulgarien bietet die einzige leicht zugängliche und kostenlose Möglichkeit die bulgarische Wirklichkeit unmittelbar an der Quelle kennen zu lernen.“

Einen rührenden Brief schickt uns auch Fatme Ruschit aus dem Dorf Ruez in der Nähe der bulgarischen Stadt Targowischte: „Ich möchte nur in einem Satz fassen, wie sehr wir Sie brauchen. Wenn es die Sendungen in türkischer Sprache und die wunderbaren Moderatoren nicht geben würde, wären wir wie Wanderer in der Wüste ohne einen Tropfen Wasser. Wie kann man in der Wüste ohne einen Tropfen Wasser überleben?“

„Ich lese Ihre Seite jeden Tag, die mir sehr gefällt!“ schreibt Ashar Munem aus Beirut. „Meine Lieblingsthemen sind die Geschichte, die Kultur und der Tourismus, die ich mit Interesse auf ihrer elektronischen Seite verfolge.“
Абдел Илах Изо Abdel Ilach Iso aus Marokko teilt uns in seinem Brief mit: „Ich bin Ihr neuer Freund und freue mich Ihnen zu schreiben! Ich höre und lese Ihre Programme mit Vergnügen, weil sie sehr vielfältig und mit schöner Musik sind. Arbeiten Sie weiter so schöpferisch und erfreuen Sie Ihre Hörer! Grüsse an das ganze Team der arabischen Redaktion!“

Sehr aktiv waren im März auch unsere Landsleute im Ausland. Sie schickten uns viele Briefe und Emails mit Meinungen zum Programm und mit Information über bulgarische Ereignisse weltweit. Ein Talentwettbewerb in Spanien, Frühlingsfest in Paris, Geldsammeln für einen kleinen bulgarischen Brunnen im Londoner Kensington Gardens sind nur ein Teil der Initiativen der bulgarischen Vereinigungen und einzelnen Persönlichkeiten, die ihre Beziehungen mit der Heimat nicht unterbrechen.

„Ich bin sehr dankbar, dass sie Interesse für die Initiativen der Bulgaren in Hamburg und insbesondere des Klubs der bulgarischen Frauen und der bulgarischen Familien zeigen“, erklärte bei ihrem Besuch bei Radio Bulgarien die Vorsitzende des Klubs Emilija Üker. Sie war hier, um das Team der Sendungen in bulgarischer Sprache persönlich kennen zu lernen. „Sie sind die Menschen, die der Zeit voraus sind und viel für uns tun“, sagte weiter Emilija Üker zu den Programmen von Radio Bulgarien.

Sascho Serafimow, der das Kulturhaus „Jordan Jowkow – 1870“ in der Stadt Dobritsch in Nord-Ost-Bulgarien leitet, schickte ein Dankes-Fax an die Redaktion, in dem es heißt: „Als Folge ihrer Sendung vom 8. Januar über unsere Initiative das historische Werk „Slawo-bulgarische Geschichte“ von der Hand abzuschreiben, hat sich Frau Petja Zanewa aus Madrid, Vorsitzende der bulgarischen Balkan-Vereinigung in Spanien und Leiterin der ersten bulgarischen Schule und des Gymnasiums dort mit uns in Verbindung gesetzt. Sie wollten ebenfalls eine eigene Abschrift des Buches machen. Aus ihren Emails haben wir erfahren, dass sie eine Kampagne am internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar gestartet haben. An ihr beteiligen sich 5 Schulen aus Spanien, je eine aus Chikago, London, Wien, Linz und Sarasota. Unsere Kampagne startete ebenfalls und wir hoffen am 11. Mai 2012 eine einzigartige Abschrift der „Slawo-bulgarischen Geschichte“ zu haben. Nochmals, vielen Dank!“

Übersetzung: Vladimir Daskalov

Empfehlen

Schließen

 

recipient1@mail.com;recipient2@mail.com

 

sender@mail.com

Mehr von der Kategorie Freunde weltweit

Alles von der Kategorie Freunde weltweit