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In der ausgehenden Woche eröffnete die EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa in Antwerpen die Ausstellung "Das Männliche und das Weibliche in der bulgarischen Kunst" als ein Teil des Balkanfestivals, das in der belgischen Provinz stattfindet. Die Präsentation der bulgarischen Kunst dauert bis zum 14. Januar 2012. Die Ausstellung vereint Klassiker der bulgarischen Malerei wie Wladimir Dimitrow Maistora, Detschko Usunow, Swetlin Rusew, Krum Damjanow, Genko Genkow u.a. Die Werke zeigen die Entwicklung der bulgarischen Malerei vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende des 20. Jhs. Die Bilder wurden vom belgischen Sammler Hugo Vuten bereitgestellt, weil er der festen Überzeugung ist, dass die Kunst nicht in Privathäuser eingesperrt, sondern mit anderen geteilt werden soll. Vor 17 Jahren kam er nach Bulgarien als Jäger und entdeckte viel mehr als die Gelegenheit, auf Wild zu schießen. Unter den Exponaten seiner Sammlung sind auch Werke von Christo Jawaschew.
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Der Debütfilm von Dragomir Scholew "Obdach" gewann drei Auszeichnungen beim 13. Filmfestival in Essonne, Frankreich. Das Streifen wurde als bester europäischer Film ausgezeichnet und der Schauspieler Zwetan Daskalow bekam den Preis für besten Darsteller. Der Film betrachtet das Thema der verwirten Teenagerjahre und der Lücke zwischen den Generationen durch den Augen des 12jährigen Rado. Eine faszinierende Geschichte, die auf einer ungewöhnlichen Weise erzählt wird. Der Film, der auch den Preis des Sofia Filmfestes gewann, wurde von der bulgarischen Filmakademie zum Film des Jahres 2010 gewählt. Seine Weltpremiere hatte er beim Internationalen Filmfestival in San Sebastian in Spanien letztes Jahr.
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Das Satyrische Theater in Sofia hat sein Publikum mit der Prämiere von "Leichte Form von schwerer Depression" nach Textvorlagen eines der bekanntesten bulgarischen Schriftsteller der Gegenwart – Stanislaw Stratiew, überrascht. "Uns fehlt dauernd irgendwas – mal ist es die Freiheit, mal ist es der Vernunft oder der Wahnsinn, mal Sozialismus, mal Kapitalismus". Die schmerzhaften Beobachtungen des im Jahre 2000 verstorbenen Autors bringen uns auf Gedanken über unsere eigene Gegenwart. Das ist die dritte Vorstellung, die das Theater dem 70. Jubiläum des Autors widmet. "Wir versuchen die Zuschauer auch zu unterhalten, das war schon immer unser Vorhaben", erklärt Swetoslaw Peew einer der Darsteller im Stück.
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Anfang Dezember wurde in der Kunstgalerie in Jambol eine Ausstellung eröffnet, die dem 105. Jahrestag seit der Geburt des Malers Georgi Popow-John gewidmet ist. Er ist mehr unter den Kennern der bulgarischen Kunst, als dem breiten Publikum bekannt, aber jeder, der seine Werke gesehen hat, wird von ihrer Virtuosität und Expressivität beeindruckt. In der Ausstellung wurden Exponate aus drei Galerien gezeigt. Georgi Popow-John ist zu Lebzeiten ein lebensfroher Mensch mit vielen Freunden gewesen. Er hat auch Artikel verfasst und Bühnenbilder gemacht. Aber seine Liebe zu Malerei hat dominiert.
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Am 15. Dezember starb der große bulgarische Komponist Krasimir Kjurktschijski im Alter von 75 Jahren. Vor mehr als 20 Jahren zog er von der Hauptstadt ins malerische Bergdorf Boschentzi. Dort, inmitten des Architekturreservats, hat er weiter Musik geschrieben. Er verdiente erneut die Bewunderung seines Publikums mit seinem Saitenquartett, das dem Komponisten die erste Anerkennung im fernen Jahr 1966 brachte. Damals bekam er den Großen Preis für ausländische Komposition der Pariser Musikwochen. Dazu sagte Kjurktschijski in einem Interview "Ich wusste dann, dass ich auf dem richtigen Weg bin, dass unsere Folklore ein unerschöpflicher Reichtum ist". Der Komponist stammt aus der Balkanstadt Trojan. Er hat Komposition an der Musikakademie in Sofia bei Pantscho Wladigerow und in Moskau bei Dmitrij Schostakowitsch studiert. Nach seiner Rückkehr nach Bulgarien arbeitete er 10 Jahre mit dem Folkloreensemble Filip Kutew und verliebte sich in der bulgarischen Folkloremusik. Später leitete er drei Jahre lang den Chor "Das Geheimnis der bulgarischen Stimmen".
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Es gibt keinen Chor in Bulgarien, der nicht Lieder von Kjurktschijski gesungen hat. Sie wurden weltweit bekannt und bekamen viele Preise. Die Folklore bleibt die große Leidenschaft von Kjurktschijski. "Ich bin sehr glücklich, wenn ich ein Lied finde und seinen Widerstand spüre, wenn ich es versuche zu ändern. Es soll modern klingen, aber auch im Einklang mit der Musikbegleitung", sagt er. So entsteht sein Konzert für Piano und Orchester, das seinem Lehrer Pantscho Wladigerow gewidmet ist.
Zweifelsohne war Krasimir Kjurktschijski einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart in Bulgarien. Seine Begabung äußerte sich in verschiedenen Musikgenres – von der Volksmusik bis zu den Symphoniewerken. Ein Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens war auch das Ballett "Der Ziegenhorn".
Zusammengestellt von Weneta Nikolowa und Walja Boschilowa
Übersetzung: Milkana Dehler
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