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veröffentlicht Dienstag, 20. Dezember 2011 15:48
Radio Bulgarien Kultur

Festival der ethnographischen und anthropologischen Filme stellt wenig bekannte Tatsachen über den Balkan vor 

© Foto: Tourismus-Fernsehsender TVT

Der Beitrag über die Erntezeit in Westbulgarien des Tourismusfernsehsenders TVT wurde sehr gut aufgenommen.
Das Festival der ethnographischen und anthropologischen Filme, das in der Sofioter Universität Kliment Ochridski stattfand, hat bislang unbekannte Einzelheiten aus der Tradition der verschiedenen Balkanvölker gezeigt.

Die Filme kamen aus Serbien, Bulgarien, Kosovo, der Türkei, Mazedonien und Griechenland und waren den unterschiedlichen Ethnien der Region gewidmet. Die Roma und ihr Leben wurden aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. Weit interpretiert wurde auch das Thema des Zusammenlebens von Moslems und Christen auf dem Balkan. Im mazedonischen Dokumentarfilm "Frieden für alle" zum Beispiel wurde die Geschichte eines Gotteshauses erzählt, in dem Christen und Muslime zusammen beten. Interessant war auch der serbische Beitrag "Kalenik, der letzte Tag des Wochenmarkts".

"Unser Ziel ist, das Interesse der jungen Filmemacher aus der Region zu wecken", erzählte Atanaska Stantschewa, eine der Initiatoren des Festivals. "Der Balkan ist ein unerschöpfliches Thema und die Völker hier haben sehr viel gemeinsam. Wir wollten auch zeigen, dass Vieles, was in einem Nachbarland passiert, auch bei uns zu Hause möglich ist".

Das Publikum hat auch die bulgarischen Filme über die Tradition des Tanzes auf heißen Kohlen aus Strandscha Gebirge und über einen Maskenritual aus der Nähe von Russe mit großem Interesse gesehen. Auch der Beitrag über die Erntezeit in Westbulgarien des Tourismusfernsehsenders TVT wurde sehr gut aufgenommen. Darin werden Szenen aus der Landarbeit in früheren Zeiten authentisch nachgestellt.

"Wir haben auch einen Film über eine alte Musiktradition bei Petritsch gezeigt", sagt der Geschäftsführer des Senders Georgi Krumow. "Es geht um ein altes Musikinstrument namens Zurna, das eher aus der arabischen Tradition bekannt ist, aber auch in dieser Region Südwestbulgariens vorkommt", erklärt er. "Im Film werden die Anfertigung des Instruments und die Tradition der Roma aus der Gegend gezeigt, die es nutzen. Ein weiterer Film hat ebenfalls die Wechselwirkung zwischen den Religionen verfolgt. Darin geht es um Ähnlichkeiten zwischen muslimischen und christlichen Religionsschriften und Bräuchen. Es geht auch um gemeinsame Kultstädte, die als besonders energiereich bekannt sind. Wir haben auch einen Film über die Tradition der Kukeri bei Pernik gezeigt".

Übersetzung: Milkana Dehler

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