Griechische Schiffsmagnaten wollen Griechenland verlassen
Griechische Schiffsmagnaten haben gedroht, das Land zu verlassen, falls sie von der kommenden Regierung mit höheren Steuern belangt werden sollten. Die Großreedereien zeigten sich empört von der Ankündigung des Syriza-Bündnisses linksradikaler Partei, die Schiffsmagnaten stärker zur Kasse zu bitten, falls es die Wahlen gewinnen sollte. Die Reederlobby hatte bereits Ex-Finanzminister Evangelos Venizelos eine Abfuhr erteilt, als er mit den Reedern in Dialog treten wollte, damit sie stärker zum Überlebenskampf des Landes beitragen. Die griechische Schifffahrt gibt rund 200.000 Menschen Arbeit und bringt jährlich 17 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen. Die Schiffsmagnaten Griechenlands weisen einen Vermögensstand von nahezu elf Milliarden Dollar auf, was sie weltweit zu den Mächtigsten in der Branche macht.
Kampf um Rüstungsaufträge in Rumänien
In Rumänien entbrannte ein harter Kampf zwischen einheimischen und ausländischen Unternehmen um Aufträge in Verbindung mit der Errichtung von Anlagen des amerikanischen Raketenschutzschildes bei Deveselu. Eine mit der US-Regierung geschlossene Vereinbarung stellt Aufträge im Wert zwischen 25 und 250 Millionen Dollar in Aussicht. Die Firmenangebote sollen vom Herbst dieses Jahres bis zum Frühling 2013 begutachtet werden. Der Bau der Anlagen werde zwei Jahre beanspruchen und bis 2015 dauern.
EU werde Beitrittsgespräche mit Montenegro beginnen
Auf dem EU-Gipfel Ende dieses Monats soll für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandelungen mit Montenegro grünes Licht gegeben werden. Dafür sprechen die Hinweise an die Botschafter, die eine entsprechende Vereinbarung ausarbeiten sollen. EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle erinnerte daran, es sei bereits im Mai dieses Jahres vermerkt worden, dass Montenegro die nötigen Anstrengungen unternehme.
Standard and Poor's setzt Kreditwürdigkeit Montenegros herab
Die international bekannte Kredit-Ratingagentur Standard and Poor's setzte die Kreditwürdigkeit Montenegros um eine Stufe, von „BB“ auf „BB-“ herab. Begründet wurde diese Einschätzung mit der Befürchtung, dass die Regierung Probleme bei der Abzahlung der Auslandsschuld haben könnte. Die S&P-Finanzexperten gehen davon aus, dass Montenegro angesichts der sich verschlechternden Wirtschaftsbedingungen, der Erhöhung der Schulden und der verringerten internen Bankfinanzierung außer Stande sei, das Niveau der Auslandsverschuldung entsprechend zu stabilisieren.
Verleumdung keine kriminelle Handlung mehr in Mazedonien
Der Journalistenverband Mazedoniens kam mit der Regierung überein, Verleumdung und Beleidigung von der Liste der kriminellen Handlungen zu streichen, wie auch den Umfang an Entschädigungen bei Sachschadenzufügung zu verringern. Der mazedonische Vizepremier und Europaminister Teuta Arifi begrüßte die Vereinbarung, in der er einen weiteren Schritt zur Demokratisierung des Landes sieht. Der Vorsitzende des mazedonischen Journalistenverbandes Naser Selmani bezeichnete seinerseits die Vereinbarung als einen Kompromiss, der die Arbeit sowohl des Justizsystems als auch der Journalisten verbessern werde.
Ex-NATO-General will im Kosovo Kohle fördern
A.D. General Wesley Clark, Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte im Kosovokrieg, beantragte als Direktor des kanadischen Unternehmens „Envidity“ eine Lizenz zur Erkundung und Nutzung von Kohlelagerstätten im Kosovo. Falls zureichend Kohle entdeckt werden sollten, würden sie zu synthetischen Ölen verarbeitet. In Aussicht gestellt wurden reichlich Investitionen, die Kosovo innerhalb von sechs bis sieben Jahren unabhängig von Öl und Brennstoffen für den Flugverkehr machen sollen. Ein Sprecher des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung informierte, dass der Antrag von „Envidity“ bearbeitet werde.
Zusammengestellt von: Stoimen Pawlow
Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow