Inspekteure überprüfen Fortschritte Griechenlands
Seit Anfang der Woche hält sich ein Team aus Inspekteuren der Europäischen Union, Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds in Athen auf. Ihre Aufgabe ist es, die Fortschritte Griechenlands bei den unumgänglichen Reformen zu prüfen und neue Einsparmaßnahmen im staatlichen und privaten Sektor zu verhandeln. Diese sind die Voraussetzung für die Freischaltung des zweiten Rettungskredits für Griechenland in Höhe von 150 Milliarden Euro.
Institut für internationale Finanzen bestätigt Engagement zur Einigung auf ein Abkommen zur Restrukturierung der griechischen Schulden
Die durch das Institut für internationale Finanzen vertretenen Kreditgeberbanken haben in der griechischen Hauptstadt ihr Engagement zur Einigung auf ein Abkommen zur Restrukturierung der griechischen Schulden bestätigt. Diese soll das Land vor einem chaotischen Bankrott bewahren. Das Institut für internationale Finanzen, das die erneute Aufnahme der Verhandlungen in Athen bekannt gab, verwies in einem Kommunique, "die Banken bestätigen ihr Engagement zur Einigung auf einen freiwilligen Schuldenschnitt und bestärken alle Vertragsseiten, aufgrund der Dringlichkeit dieses Problems im Geiste guten Willens zu agieren.“
US-Unterstaatssekretär Philip Reeker trifft mit mazedonischen Präsidenten Gjorge Ivanov zusammen
Der Unterstaatssekretär im US-Außenministerium Philip Reeker erörterte in der vergangenen Woche in Skopje mit dem mazedonischen Präsidenten Gjorge Ivanov den Stand der Verhandlungen im Namensstreit mit Griechenland sowie die Erwartungen Mazedoniens vom NATO-Gipfel in Chicago. Die Haltung Washingtons in dieser Angelegenheit ist unverändert. Die Vereinigten Staaten befürworten die euroatlantische Integration von Mazedonien, das alle erforderlichen Bedingungen erfüllt hat, und ermuntert beide Staaten, eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu finden, um den Weg für die Integration Mazedoniens in die Allianz frei zu machen.
Telekom Serbien unterzeichnet Kreditvertrag über 470 Millionen Euro
Die Serbische Telekom habe einen Kreditvertrag über 470 Millionen Euro unterzeichnet. Davon sollen 320 Millionen in den Rückkauf des 20-Prozent-Anteils des griechischen Telekommunikationsunternehmens OTE fließen, meldet die serbische Presseagentur Tanjug. Die 470 Millionen Euro werden von 19 in- und ausländischen Banken gewährt. Der erfolgreiche Vertragsabschluss belege das Vertrauen des Finanzmarktes in die serbische Wirtschaft und die Telekom Serbia, verlautete das Unternehmen.
Slowenien und Kroatien einigten sich auf Zusammensetzung des Schiedsgerichts zum Grenzstreit
Die kroatische Seite hat von der EU-Kommission eine Namensliste mit potentiellen Kandidaten für das Schiedsgericht erhalten, das im Grenzstreit zwischen Slowenien und Kroatien entscheiden soll. Als Vorsitzender des Schiedsgerichts wurde bereits der französische Richter Gilbert Guillaume berufen. Die EU-Kommission begrüße das geplante Schlichtungsverfahren im slowenisch-kroatischen Grenzstreit, äußerte EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle und zeigte sich zufrieden, dass sich beide Seiten auf die Zusammensetzung des Schiedsgerichts geeinigt hätten.
Türkische NATO-Radarstation nimmt Betrieb auf
In der Türkei wurde eine Radarstation des Raketenfrühwarnsystems der NATO in Betrieb genommen. Im September vergangenen Jahres hatte Ankara seine Zustimmung zur Stationierung einer NATO-Radarstation in der Umgebung von Kürecik in der Region Malatya im Osten der Türkei gegeben. NATO-Vertreter begründen die Stationierungspläne mit der wachsenden Gefahr des Einsatzes von Kurz- und Mittelstreckenraketen durch Nahost-Staaten, insbesondere seitens des Irans.
Türkei und Mazedonien mit höchstem Wirtschaftswachstum unter EU-Beitrittskandidaten
In einer Analyse der EU-Kommission werden die Türkei und Mazedonien als EU-Beitrittskandidaten mit dem höchsten Wirtschaftswachstum im Vorjahr genannt. Die Türkei meldete für 2011 ein Wirtschaftswachstum von über 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, gefolgt von Mazedonien mit 3 Prozent, Montenegro mit 2,7 Prozent, Serbien mit 1,9 Prozent und Kroatien mit 0,6 Prozent. In Mazedonien, Kroatien, Kosovo und Serbien lägen die Kennzahlen im Rahmen der offiziell bestätigten Pläne, verweist die EU-Kommission.
Übersetzung: Christine Christov