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veröffentlicht Dienstag, 6. Dezember 2011 15:21
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Der Schutz des Kulturerbes – Priorität im Kampf gegen das Verbrechen 

© Foto: BGNES

Das Forum über die Prävention des Verbrechens in Bezug auf das Kulturerbe wurde vom Innenminister Zwetan Zwetanow eröffnet.
Der Schutz des reichen Kulturerbes des Landes wird zum ersten mal als eine Priorität in der Strategie für die Prävention des Verbrechens aufgenommen. Erwartungsgemäß soll die Strategie im März 2012 fertig sein. Dies wurde nach der Sitzung des Konsultativausschusses über die Prävention des Verbrechens in Bezug auf das Kulturerbe klar, die in Sofia stattfand. Daran beteiligte sich auch der italienische Botschafter in Sofia Stefano Benazzo. Seiner Meinung nach sind Bulgarien, Italien und Griechenland die Länder mit den meisten antiken Gegenständen in Europa.

Das Forum wurde vom Innenminister Zwetan Zwetanow eröffnet. Seinen Worten zufolge arbeitet das Ministerium in verschiedenen Richtungen. Zum einen sind das die illegalen Ausgrabungen, d.h. die moderne Schatzsuche, der illegale Schmuggel von antiken Gegenständen und die Diebstähle von Kunstgegenständen und der Schutz von archäologischen und historischen Denkmälern zum anderen.

„Wir haben insgesamt 19 Aktionen gegen 16 organisierte Verbrecherbanden durchgeführt, die in Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Österreich und den USA tätig waren“, sagte Minister Zwetanow. „Dabei wurden 34 Personen festgenommen. Gegen 22 von ihnen wurde Anklage wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung erhoben. Der Staat hat über 25.000 antike Kulturwertgegenstände wie Münzen, Schmuck, Rüstungen, Alltagsgegenstände in seinem Besitz zurück gebracht. Außerdem hat man noch mehr Personen bei illegalen Ausgrabungsarbeiten an archäologischen Objekten festgenommen. In den ersten neun Monaten des Jahres waren sie 34 an der Zahl, im Laufe der Ermittlungen wurden weitere 20 Personen festgenommen“.

Der Innenminister erklärte weiterhin, dass man Erfolge auch bei der Ermittlung von Kunstdiebstählen zu verzeichnen hat. Dabei sei die gute Zusammenarbeit zwischen dem Innen- und dem Kultusministerium zu erwähnen. Dabei seien 60 bis 70 Prozent der archäologischen Kulturdenkmälern und fast 30 Prozent der Kunstgegenstände Fälschungen. Minister Zwetanow bedankte sich besonders bei den italienischen und den US-amerikanischen Behörden für die gute Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. Botschafter Stefano Benazzo betonte, dass künftig der Akzent auf den nationalen und internationalen Aktionen sein muss.

„Wie ich auch früher betont habe, haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Innenministerium“, sagte er. „Da wir zu den Ländern mit dem reichsten Kulturerbe weltweit gehören, hat unsere Kooperation eine lange und intensive Geschichte“.

Seiner Meinung nach können die Gegenstände nicht an das Ursprungsland zurückgegeben werden, wenn es keinen Austausch von Daten zwischen den einzelnen Staaten gibt. Bulgarien und Italien sollen demnächst ein Verständigungsmemorandum über gestohlene Kunstgegenstände unterzeichnen. Beide Länder haben bereits langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet. Sie sind sich auch über die wichtige Rolle der Medien darüber einig. So kann man die Öffentlichkeit darauf einstimmen, dass solche Verbrechen nicht unbestraft bleiben werden. „Vom Kulturerbe eines Landes zu stehlen bedeutet, die Attraktivität des Landes zu reduzieren und die Einnahmen von Kulturtourismus zu kürzen“, so Botschafter Benazzo abschließend.

Übersetzung: Milkana Dehler

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