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veröffentlicht Dienstag, 27. Dezember 2011 14:51
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Bulgarien beendet Irak-Einsatz 

© Foto: EPA/ BGNES

Bulgarien schloss sich der internationalen Irak-Mission 2003 an. Bis 2008 entsandte es 3367 Soldaten, 13 von ihnen kamen nie wieder heim.

Am 27. Dezember 2003 wurde das erste Stützpunkt des bulgarischen Militärkontingents im Irak angegriffen. Bei diesem Selbstmordattentat kamen fünf bulgarische Soldaten ums Leben, weitere 27 wurden verletzt. Nach ziemlich genau acht Jahren ist der bulgarische Einsatz im Irak endgültig abgeschlossen. Kurz vor Weihnachten kehrten die letzten zwei Offiziere in die Heimat zurück.

Bulgarien schloss sich im März 2005 an der NATO-Trainigsmission im Irak an, mit dem Ziel, die Ausbildung der irakischen Armee zu unterstützen. Mit insgesamt 25 Offizieren gehörte Bulgarien zu den kleinen Hilfsnationen im Irak.
Bis März 2005 war es anders. Zwei Jahre lang waren die bulgarischen Streitkräfte mit einem Kontingent von 500 Mann vertreten. Die Soldaten wurden alle sechs Monate ausgetauscht. Die bulgarischen Soldaten standen in der multinationalen Division "Mitte-Süd" unter polnischem Kommando. Ihre Aufgabe war der Wiederaufbau der südwestlich von Bagdad gelegenen Stadt Kerbala. Ab September 2004 übernahm das bulgarische Kontingent auch die Bewachung strategisch wichtiger Objekte in der Provinz Diwania. In dieser Zeit begann auch die Ausbildung der neugegründeten irakischen Armee und der Sicherheitskräfte. Bulgarische Soldaten halfen aber auch beim Bau neuer Schulen, Krankenhäuser und Straßen. Die Sanitäter und Militärärzte bildeten mehr als 250 irakische Kollegen aus. Bis Ende 2005 hatten sich 2500 bulgarische Soldaten am Wiederaufbau des Iraks beteiligt.

Der anschließenden humanitären Mission schlossen sich 155 Bulgaren an. Zu ihren Aufgaben zählten auch Bewachungsfunktionen in der irakischen Hauptstadt Bagdad und der Umgebung. In den fünf Jahren des Irak-Einsatzes zwischen 2003 und 2008 beteiligte sich Bulgarien mit elf Kontingenten und insgesamt 3367 Soldaten an der internationalen Mission. 13 Soldaten kamen dabei ums Leben.
Der Irak-Krieg war ein teures Unterfangen. 170.000 Soldaten in 500 Stützpunkten waren dort stationiert. 4500 von ihnen wurden getötet. Zu den Opfern dieses Krieges zählen auch mehr als 100.000 Iraker. Nur eine Woche nach dem Abzug der amerikanischen Armee erreichten uns wieder Horrormeldungen aus dem Irak – Selbstmordanschläge führten zu einer neuen politischen Krise im Land. Von der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki werden vorgezogene Wahlen gefordert. Es drängt sich die Frage, ob sich der Krieg mit den vielen Opfern gelohnt hat.

Übersetzung: Vessela Vladkova

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