Montag, 21. Mai 2012 

Skip Navigation LinksRadio Bulgarien

Search in site

Навигация

veröffentlicht Samstag, 29. Oktober 2011 15:26
Radio Bulgarien Gesellschaft Radio Bulgarien in Euranet

Handy-Software aus Bulgarien übersetzt sekundenschnell in Dutzende von Sprachen 

© Foto: Archiv

Na, alle Klarheiten beseitigt?
Die Zeiten, als man mit einem Wörterbuch unterm Arm ins Ausland reiste, sind vorbei. Und man muss sich auch nicht mehr die SMS oder Email verkneifen, wenn der Adressat ein Geschäftspartner oder ein Bekannte im Ausland ist, man aber seine Sprache nicht beherrscht. Heute benötigt man einzig und allein ein Smartphon mit integrierter Übersetzungssoftware, die in Sekunden SMS und E-Mails in Dutzende von Sprachen übersetzt.

"Interlecta" heißt die smarte Fremdsprachenhilfe fürs Handy. Entwickelt hat sie das kleine Programmierer-Team von Newen Bojanow aus der nordbulgarischen Stadt Weliko Tarnowo. Das Produkt führt die maschinelle Übersetzung in und aus fast allen europäischen Sprachen aus, aber mit der Übersetzungssoftware im Gepäck – Pardon, im Handy – wäre man selbst in China nicht verloren, wenn man die Sprache nicht spricht, versichert der Ideenvater des Handy-Übersetzers Newen Bojanow.

"Stellen Sie sich vor, Sie sind in China, sprechen kein Chinesisch und können nicht einmal die chinesischen Schriftzeichen erkennen, geschweige denn aussprechen. Dann hilft unsere Software nicht nur beim Übersetzen, sondern spricht für Sie auch den übersetzten Text aus. Mehr noch – da man als Durchschnitts-Europäer die chinesischen Schrift nicht entziffern kann, um sie in die Handy-Tastatur zum Übersetzen einzugeben, kann man den Text fotografieren und dann vom Handy-Übersetzer übersetzen lassen."

Der heute 40jährige Programmierer Newen Bojanow arbeitete einige Jahre lang in den USA im Bereich der maschinellen Übersetzung. Zurück in der Heimat entwickelt er seit 2004 mit seinem Team Software für Mobilgeräte – eine große Marktlücke, wie er sagt, denn die Anzahl der Handy-Nutzer wächst ständig. Das Smartphon ist dabei, das meist genutzte Elektrogerät der Gegenwart zu werden. Und das Handy ist längst ein unentbehrlicher Kommunikationsgegenstand. Wenn da die Sprachbarrieren nicht wären...

"Na ja – man darf nie vergessen, dass es sich um eine reine maschinelle Übersetzung handelt", betont Newen Bojanow, und ergänzt, dass man die Sätze grammatikalisch korrekt und ohne Rechtschreibfehler eingeben muss. In Abhängigkeit von der Satzbildung könne die Übersetzung eine Qualität und Zuverlässigkeit von bis zu 95 Prozent erreichen. Und benutzerfreundlich sei die Software auch noch.

"Bei Blackberry gehört das Produkt bereits zur Standartausrüstung, bis Jahresende werden es auch die Smartphones mit anderen Betriebsystemen anbieten – Windows Mobile, Android, Symbian. Sie verfassen eine SMS oder eine Email, auf dem Display erscheint die Option `übersetzen`, die Sie anwählen müssen, und danach können Sie die Nachricht versenden."

Und hoffen, dass die maschinelle Übersetzung nicht alle Klarheiten beseitigt. Vielleicht wäre Bayern-München-Trainer Giovanni Trapattoni 1998 sehr dankbar gewesen, hätte er bloß den Handy-Übersetzer dabei: "Is klar diese Wörter, is möglich verstehe, was ich euch gesagt? Ich habe fertig"

Um die Sendung zu hören, klicken Sie bitte auf den Titel neben dem Audiosymbol.

Empfehlen

Schließen

 

recipient1@mail.com;recipient2@mail.com

 

sender@mail.com

Mehr von der Kategorie Radio Bulgarien in Euranet

Alles von der Kategorie Radio Bulgarien in Euranet