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veröffentlicht Dienstag, 19. Juni 2012 15:47
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Prioritäten für Beschäftigung und soziale Integration der Strategie "Bulgarien 2020" mit dem Staatspräsidenten Plewneliew besprochen 

© Foto: BTA

Der Rat für wirtschaftliche Entwicklung und Sozialpolitik beim bulgarischen Präsidenten diskutierte neulich die Prioritäten des Landes auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Entwicklung durch Beschäftigung und soziale Integration nach der Strategie "Europa 2020".

Das Wachstum ist das wichtigste Thema für Bulgarien aber auch innerhalb der Union, besonders im Kontext der Krise, erinnerte Staatspräsident Rossen Plewneliew. "Denn es geht um die Menschen und ihre soziale und wirtschaftliche Perspektive", sagte er. "Sie hoffen darauf, dass der Staat ihre Entwicklung und Interessen im Mittelpunkt stellt und zwar langfristig. Diese Strategie soll aber durch konkrete Ziele und Aufgaben schrittweise realisiert werden. Um dies zu erreichen, müssen wir uns in diesem Jahr auf die Strategie "Bulgarien 2020" einigen. Dafür brauchen wir eine gute interinstitutionelle Kommunikation".

Staatspräsident Plewneliew begründete das s.g. integrierte Wachstum auch durch die Tatsache, dass sich Europa bereits im vierten Krisenjahr befindet. Dafür müssen alle Verantwortlichen die entsprechenden Maßnahmen unternehmen, um mit den Anforderungen der neuen Realität Schritt zu halten. Das beinhaltet seiner Meinung nach auch die Lösung der demographischen Krise. Momentan gibt es immer mehr alte und immer weniger Menschen im aktiven Alter. Daher sind die Investitionen in den menschlichen Ressourcen ziemlich notwendig. Auch die Umstrukturierung der bulgarischen Wirtschaft in Zweigen, die mehr Mehrwert schaffen, sei von großer Bedeutung. "Wohlwissend, dass wir 2030 weniger Beschäftigte als Rentner haben werden, ist es wichtig, bis dahin die Reformen abgeschlossen zu haben, damit wir ein funktionierendes Sozialsystem haben. Die Strategie "Bulgarien 2020" wird einerseits auf hochtechnologische, aber gleichzeitig umweltfreundliche Lösungen setzen", so Staatschef Plewneliew weiter.

Bulgarien soll auch viel mehr Mittel für die Beschäftigung verwenden und passende Verwaltungsreformen durchführen, erklärte Staatspräsident Plewneliew ferner. "Wir wollen nicht nur die Geburtenrate steigern, sondern in die Entwicklung des menschlichen Potentials investieren - das bedeutet Bildung und Berufsqualifikation, damit wir später besser gerüstet sind".

Weiterhin werden in Bulgarien die Klein- und Mittelbetriebe unterstützt. Die soziale Integration der Randgruppen bleibt ebenfalls eine Priorität.

"Die Statistik zeigt, dass 99,2 Prozent der bulgarischen Betriebe zu den Klein- und Mittelunternehmen gehören", berichtete der Präsident. "Dort arbeiten 70 Prozent der Arbeitskräfte. Das heißt, das sie sowohl auf nationaler, als auch auf regionaler Ebene von Schlüsselbedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sind. Sie können innovativ und exportorientiert sein, man kann das durch verschiedenen Mechanismen steuern. Die bulgarische Entwicklungsbank soll spezielle Programme für sie erarbeiten. Die Investitionsagentur soll sie im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stellen. Das sind alles Maßnahmen, die durchaus realisierbar sind, man muss nur im Dialog aller Beteiligten die entsprechenden Lösungen finden. Dabei muss man aber auch an den Randgruppen denken und sie in allen Prozessen miteinbeziehen. Das soll ebenfalls eine Priorität bei der Erstellung der Strategie "Bulgarien 2020" sein", so der Staatspräsident abschließend.

Übersetzung: Milkana Dehler

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