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veröffentlicht Dienstag, 31. Januar 2012 16:19
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Nikoleta Ljubenowa über die beruflichen Herausforderungen und die Liebe für das Reisen 

Autor: Lina Iwanowa

© Foto: Privat

Was willst werden, wenn du groß bist? Das ist wahrscheinlich die meistgestellte Frage an den Kindern. Oft wechseln die Antworten und die Träume verändern sich. Es gibt nicht viele, die ihren ersten Wünschen treu geblieben sind und festgestellt haben, dass sie ihren Kindheitstraum verwirklicht haben. Dr. Nikoleta Ljubenowa ist eine von ihnen. Sie wollte schon immer Ärztin werden und zwar Zahnärztin. Sie hat bereits 10 Jahre Berufserfahrung hinter sich und hat noch keinen Tag davon bereut, obwohl dies kein leichter Beruf ist.

"Ich mag zum Beispiel sehr viele Varianten der angewandten Künste", erzählt Nikoleta Ljubenowa. "Ich habe das nicht gelernt, es ist nur mein Hobby. Ich arbeite mit Ton und bemale Gläser mit Glasfarbe. Manchmal mache ich auch Schmuck, das sind Dinge, die mich entspannen. Ich denke, dass die Zahnmedizin fast alle meine Interessen deckt, daher habe ich mir das schon immer gewünscht. Außerdem ist die Genugtuung, jemandem zu helfen, sehr groß. Den Menschen die Schmerzen wegzunehmen, ist ein tolles Gefühl. Es reicht nur der Blick der Erleichterung in den Augen der Patienten beim Verlassen der Praxis. Ich spüre, dass die Menschen mir schnell vertrauen und weiß, dass ich ihnen helfen kann. Als Zahnarzt muss man auch sehr geschickt sein, da mir die Arbeit gut gelingt, bin ich sehr froh, dass ich das auch kann".

Nach Meinung von Dr. Nikoleta Ljubenowa muss ein Zahnarzt sehr gut fachlich vorbereitet sein, aber auch guter Psychologe sein. Jeder Patient hat eine eigene Geschichte, seine eigenen Ängste und Probleme. Manchmal dauert es, bis sich ein Mensch mit Schmerzen endlich auf dem Zahnarztstuhl traut. Deswegen sind die Gespräche mit den Patienten, besonders mit Kindern; sehr wichtig. Die Atmosphäre in ihrer Praxis ist stets freundlich. Die Kinder, die zum ersten Mal zu ihr kommen, überwinden ihren Angst schnell und vertrauen sich der jungen Frau mit dem Lächeln an. Eine Freundin von ihr behauptet sogar, dass sie sich in ihrer Praxis entspannt. Die beste Entspannung für Nikoleta selbst ist das Reisen. Sie denkt, dass es sich am meisten lohnt, dafür Geld auszugeben.


"Weil man dadurch seinen Horizont erweitert", ist sie überzeugt. "Man kann sich entspannen und durch neue Entdeckungen sich bereichern. Im letzten Sommer war ich zwei Wochen auf Palma de Mallorca und es hat fast die ganze Zeit geregnet, was sehr untypisch für diese Jahreszeit dort ist. Ich fühlte mich aber toll, weil statt mich am Strand zu wälzen, ich herum gefahren bin und sehr viel gesehen habe. Ich habe Dinge gelernt, die ich vorher nicht gewusst habe. Im letzten Sommer bin ich auch in Italien gewesen. Aber nicht in den Touristenorten, sondern in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bari, im Süden des Landes. Dort gab es auch Sehenswürdigkeiten, aber sie waren nicht so sehr besucht und lagen nicht so dicht aneinander, so konnte man das richtige Gefühl für Italien entwickeln. Ich bin auch sehr weit im asiatischen Teil der Türkei, in Kappadokien gewesen, das kann man nicht beschreiben, man muss es gesehen haben. Auf solchen Reisen kann man Dinge entdecken, deren Existenz man gar nicht vermutet hat".


Nach einigen Reisen kehrt Nikoleta zu ihrer Arbeit zurück, die für sie ebenfalls abenteurerisch und energiegeladen ist. "Das, was mir neue Energie gibt, ist die Verbindung zu den Menschen, den Kontakt zu ihnen, sowie das Gefühl, gebraucht zu werden", sagt sie. "Ich lerne sehr viel über die neuen Technologien in unserem Beruf. Ich mag das, ich liebe es, Menschen zu helfen und die guten Ergebnisse freuen mich am meisten".

Übersetzung: Milkana Dehler

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