Jedes Jahr aufs neue zieht das Pirin-Gebirge im Südwesten Bulgariens Tausende von Touristen in seinen Bann. Die malerischen Dörfer und Städtchen an seinen Gebirgshängen pflegen althergebrachte authentische Bräuche und Traditionen und die örtliche Küche wartet mit Gaumenfreuden für Genießer und Feinschmecker auf. Die Gäste können aber nicht nur Rezepte für köstliche Gerichte mit nach Hause nehmen, sondern auch kunstvoll gefertigte Souvenirs, die die dortigen Meister vor Ort fertigen. Derzeit ist Hochsaison im Pirin-Gebirge und dessen Umgebung. Die kühlen Gefilde des Gebirges stehen allen offen und die Besucher können sich auch an den jährlichen Festlichkeiten beteiligen, die unter dem Namen „Pirin-Tage“ laufen und bis Jahresende andauern werden.
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In diesem Jahr feiern wir das 50jährige Bestehen des Pirin-Nationalparks“, erläutert
Liljana Dekowa, die als Bildungsexperte im Park arbeitet. „
Alle Aktivitäten sind diesem Jubiläum gewidmet, auch die traditionellen Pirin-Tage, die wir zum zehnten Jahr in Folge gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden organisieren. Jedes Jahr haben diese Feierlichkeiten ein unterschiedliches Format. Das Ziel ist aber das gleiche – wir wollen unseren Gästen aus dem In- und Ausland die schöne Natur und reiche Tier- und Pflanzenwelt, die hier unter Naturschutz steht, näher bringen. Viele Volkslieder sind dem Pirin-Gebirge gewidmet und sind Teil der Festlichkeiten. Alle, die den Pirin-Tagen beigewohnt haben, zehren noch lange von ihren Erinnerungen an die wunderbaren Stimmen der bulgarischen Volksliedersänger, an deren bunte Trachten, an den schmackhaften Wein und die leckeren örtlichen Spezialitäten.“
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Der Naturpark Pirin ist einer der drei Nationalparks in Bulgarien. Er erfasst den Großteil des Pirin-Gebirges und ist bei Ökologen und Umweltschützern besonders beliebt. Bestandteil der Pirin-Tage sind auch die Öko-Ferienlager für Schüler aus dem ganzen Land. Die diesjährigen Veranstaltungen begannen mit einem großen Volksfest für die Touristen. Nun steht eine Fahrradtour in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sandanski sowie eine Wanderung längs des internationalen Wanderwegs E4 an, an der sich Touristenvereine aus den anliegenden Gemeinden beteiligen werden.
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Wir planen eine Initiative zur Säuberung der Wanderwege, der sich Freiwillige aus dem ganzen Land anschließen werden“, ergänzt Liljana Dekowa. „
Außerdem steht eine grüne Öko-Schule unter Beteiligung von Jugendlichen aus verschiedenen Öko-Organisationen aus ganz Bulgarien an. Wir präsentieren auch eine mobile Ausstellung „Pirin aus der Vogelperspektive“ mit Aufnahmen des Gebirges zu unterschiedlichen Jahreszeiten."
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Die mehr als 1300 Jahre alte Bajkuschewa Mura

Der Pirin-Nationalpark gehört zu den aus botanischer Sicht interessantesten Territorien in Bulgarien. Hier gedeihen eine Menge Pflanzenarten, die unter Naturschutz stehen, darunter auch einheimische Balkan-Endemiten. Ein typischer Vertreter der geschützten Pflanzen ist das Edelweiß – das Wahrzeichen des Pirin-Gebirges.
Im Pirin-Gebirge befindet sich auch eine andere Natursehenswürdigkeit: die Bajkuschewa Mura, eine mehr als 1300 Jahre alte Schwarzkiefer. Seltene und geschützte Arten gibt es auch unter den Tieren, die im Gebirge beheimatet sind. Ein Teil davon sind Tiere, denen man besondere Pflege und Schutz angedeihen lassen sollte. Die meisten davon sind Vögel: dazu zählen der Zwergadler, der Jagdfalke, das Auerhuhn, das Alpensteinhuhn und viele andere mehr. Ein Sonderstatut wurde auch dem Braunbären und der Bergziege eingeräumt.
Wir sollten auch noch erwähnen, dass nächstes Jahr ein weiteres Jubiläum ansteht – 30 Jahre seit der Aufnahme des Nationalparks Pirin in die UNESCO-Weltnaturerbeliste.
Übersetzung: Rossiza Radulowa