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veröffentlicht Montag, 9. Januar 2012 16:12
Radio Bulgarien Musik

In Memoriam Alexis Weissenberg 

© Foto: BGNES

Am Sonntag verstarb im Alter von 82 Jahren der international angesehene jüdisch-französische Pianist Alexis Weissenberg, dessen Wurzeln in Bulgarien sind. Der 1929 in Sofia geborene Weissenberg wuchs in einer musikalischen Familie auf; den ersten Klavierunterricht erhielt er von seiner Mutter; sein erster Lehrer auch in Komposition wurde Pantscho Wladigerow, ein Komponist, der in Bulgarien als Klassiker angesehen ist und zu Lebzeiten auch in Europa für Furore sorgte. Bereits mit zehn Jahren gab Weissenberg sein erstes Konzert. 1941 machte er seine erste Schallplatte mit eigenen Werken und Kompositionen seines Lehrers Pantscho Wladigerow. Damit endete aber auch schon seine Karriere in Bulgarien, denn seine Familie war wegen ihrer jüdischen Abstammung gezwungen, zu emigrieren. In Jerusalem erhielt Weissenberg wieder ordentlichen Klavierunterricht und setzte seine Ausbildung in den USA fort. Die Auszeichnungen blieben nicht aus und schnell wurde der junge Pianist international bekannt. Auch seine berühmten Kollegen äußerten sich über ihn sehr gut. „Wenn mir je einer folgen kann, dann ist es Alexis Weissenberg“, meinte Wladimir Horowitz und Glenn Gould sah die Chopin-Interpretationen Weissenbergs entstaubt von aller üblichen Salonsüße.
Alexis Weissenberg gab viele Konzerte und nahm die wohl bedeutendsten Werke für Klavier auf. Gleichzeitig damit blieb er auch seinem Geburtsland treu und besuchte es mehrmals. 2007 erlebte ihn das bulgarische Publikum zum letzten mal und wird ihn für immer im Herzen behalten.

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