
In dieser Ausgabe des Musikstudios rücken wir den Komponisten Dimtar Nenow in den Mittelpunkt – jüngst jährte sich sein Geburtstag zum 110. mal. Nenow war eine vielseitige Natur - er interessierte sich für Philosophie, Literatur, Kunstgeschichte, Mathematik und Physik. Die Musik hatte es ihm jedoch angetan, auch wenn er in Dresden Architektur studierte. In Bologna machte er wiederum sein Diplom als Pianist. Die langen Jahre der Auslandsaufenthalte von Dimitar Nenow und die unweigerliche Berührung mit fremden Kompositionsschulen und Musiktraditionen, gingen nicht spurlos an seinem Werk vorbei. Seinen bedeutendsten Musikschöpfungen ist ein spezifischer Stil eigen, der in Bulgarien seines Gleichen sucht. Daher blieb er von seinen Zeitgenossen in seiner Heimat unverstanden. Sie betrachteten seine Kompositionen als eine Art Verfremdung, wenngleich seine Stücke auf die Volksmusik zurückgriffen. Sie schienen, als atmeten sie einen fremden Geist – und das verzieh ihm die heimische Musikkritik damals nicht.
Prof. Bojanka Arnaudowa suchte für uns passende Musikbeispiele aus.
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