Ein neues bulgarisches Projekt wird durch seine Originalkompositionen, die auch bulgarische Musikfolklore beinhalten, immer populärer. Es trägt den Namen Teabo, was in der Sprache der Maya "dein Atem, dein Aroma" bedeutet. DJ Borislaw Bojadschiew – Bortsche (Musik, Arrangements und Perkussionen), Teodora Oreschenska – Tea (Vokal) und Wentzi Trifonow (Hirtenflöte, Dudelsack, Klarinette und Saxophon) – das sind die drei Musiker der Band.
Auch das Video zum Lied "Dschore" wird zur Zeit von den bulgarischen Musik-Sendern gezeigt. Die Idee ist, die traditionelle Folklore in einer industriellen Umgebung zu präsentieren. Die Gruppe will diese Art von modernen Arrangements auch in den Klubs und Diskos spielen. Im vergangenen Sommer hat man diese Musik auf Ibiza gespielt. Mehr dazu erfahren wir von Borislaw Bojadschiew. "Die Gruppe gibt es seit einem Jahr", erzählt er. "Freunde von uns, die eine sehr markante Chill out Bar auf Ibiza betreiben, haben uns eingeladen, dort für die Musik zu sorgen. Wir haben uns lange überlegt, was genau zu spielen und haben uns für die moderne Interpretation unserer wirklich magischen Folklore entschieden. So haben wir uns zusammengetan und die Arrangements unserer Lieblingsstücke gemacht".
"Nicht alle unserer Lieder basieren auf Folkloremotive, wir haben auch Originalkompositionen", teilen uns die Mitglieder der Band. Ein Teil ihrer Repertoire haben sie in Bulgarien und einige auf Ibiza geschrieben. Denn ihrer Meinung nach, inspiriert dieser Ort sie sehr. Auch die Menschen dort seien offen für andere Sprachen und Kulturen. Das Programm von Teabo ist ausschließlich auf Bulgarisch. "Man sagte uns, dass man zwar nicht verstehen würde, was wir singen, dennoch mag man unsere Lieder", erzählen die Musiker weiter. Auch die spanischen Sender Sonica Ibiza und Unika FM spielen ihre Songs mit großem Erfolg. Hören wir nun Teabo mit einer weiteren Interpretation eines bekannten Volksliedes aus den Rodhopen.
Das bulgarische Publikum kennt Borislaw Bojadschiew – Bortsche aus seinen Auftritten mit Grafa und mit der Gruppe Akaga. Es ist auch an weiteren Projekten in Bulgarien beteiligt. Nun möchten wir Ihnen die weiteren Mitglieder der Band vorstellen.
"In Bulgarien bin ich seit einem Jahr wieder", erzählt Teodora Oreschenska – Tea. "Vorher lebte ich hauptsächlich in Madrid, wo ich als Sängerin und Pianistin arbeitete. Ich habe an der Musikakademie in Sofia Pop- und Jazzsingen studiert. In Spanien habe ich mit verschiedenen Interpreten gearbeitet und in zwei großen Studios Aufnahmen gemacht. Nun bin ich wieder in Bulgarien und genieße es richtig".
Wentzi Trifonow erzählte uns über sich Folgendes: "Ich habe an der Musikakademie in Sofia Klarinette gelernt, spiele aber auch Klavier", sagt er. "Ich gehöre zu der fünften Generation einer Musikerfamilie. Mein Großvater hat traditionelle Musikinstrumente gemacht. Bislang beschäftigten sich alle meine Verwandte jedoch nur mit der bulgarischen Folklore, ich bin der erste, der diese Musik modern interpretiert. Ich spiele die Hirtenflöte und den Dudelsack, die unserer Musik etwas exotischren Klang verleihen".
Bevor sie ihr erstes Album zusammenstellten, hatten die Künstler von Teabo mehrere Life-Auftritte, um zu sehen, wie ihre Musik vom Publikum aufgenommen wird. Bislang waren die Reaktionen immer sehr positiv.
"Als wir uns an einem regnerischen Tag trafen und ins Studio gegangen sind, spielte Borislaw Klavier", die Harmonie war sehr interessant. Ich begann spontan zu improvisieren und so kam dieses Stück zu Stande. Sie liegt uns sehr am Herzen, weil sie unser Erstling ist, wir haben sie auch auf Ibiza mit Erfolg gespielt".