Man kann sich heute kaum eine schöne Feier ohne Blumen vorstellen. Sie sind sehr beliebt, weil sie dem Anlass immer ein besonderes Flair verleihen. Blumen und Zierpflanzen umgeben uns auch in den Parks und den Gärten der Stadt. All das braucht aber Pflege und zwar rund um das Jahr. Seit zwei Jahren gibt es in Bulgarien die Assoziation der Zierpflanzenhersteller. Sie umfasst etwa 35 Mitglieder. Ziel ist, die Qualität der in Bulgarien hergestellten Pflanzen zu verbessern und sie dem europäischen Standard anzupassen. Seit 20 Jahren gibt es bei uns keine staatlichen Zuchthäuser für Jungpflanzen mehr. Da vor kurzem die bulgarische Vereinigung auch Mitglied der Europäischen Assoziation für Zuchtpflanzen geworden ist, nutzen wir zur Zeit noch den europäischen Standard auf diesem Gebiet, bis wir einen eigenen entwickelt haben.
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Der Standard ist das Wichtigste in dieser Branche, behauptet Trifon Trifonow, Vorsitzender der Assoziation der bulgarischen Zuchtpfalzenhersteller. In letzter Zeit werden die Probleme immer größer. Wegen der Krise ist die Nachfrage an Kleinpflanzen gewachsen, obwohl man gerade das mangelnde Angebot an Großpflanzen aufgebessert hat.
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Die Pflanzen sind eben eine lebende Ware - je länger sie liegen bleiben, desto größer und teuerer werden sie", erklärt er. "
Manchmal vernichten wir einen Teil unserer Produktion selbst. Obwohl wir eigentlich als Hersteller von landwirtschaftlicher Produktion gelten, bekommen wir vom Staat keinerlei Hilfe. An die EU-Fördermittel kommen wir auch nicht heran. Diese Problem gibt es auch in einigen anderen EU-Staaten. Auch die Ausfuhr in der Union ist schwer - wir exportieren fast nur ausschließlich Rosen für Holland - etwa 2 Millionen im Jahr. Die holländischen Unternehmen sind auch hier im Land vertreten. Mit der Produktion haben wir kaum Probleme, aber mit ihrem Absatz. Wir kommen kaum an den europäischen Kunden heran. Etwas mehr wird in den benachbarten Länder Mazedonien, Griechenland, die Türkei, Albanien und Serbien exportiert."
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Ein großes Problem für die Zuchtpflanzenhersteller in Bulgarien ist die Schattenwirtschaft. Dabei geht es um den unlauteren Wettbewerb, bei dem Firmen, die keine Genehmigung haben, Zierpflanzen an den Markt bringen, die entweder bereits aussortiert wurden oder gestohlen sind. Zierpflanzen werden normalerweise durch Abzweige einer anderen Pflanze angebaut und nicht von Samen gezüchtet. Auf unseren Markt sind aber oft Samenzierpflanzen zu finden.
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Um eine Pflanze richtig anzubauen, braucht man viel Platz, gute Erde und Zeit", erklärt weiter Trifon Trifonow von der Bulgarischen Assoziation der Zierpflanzenhersteller. "
Wenn sie keinen Absatz auf dem Markt finden, werden sie in immer kleineren Abständen angebaut, was ihre Qualität wesentlich beeinträchtigt. Man muss eben viel investieren, um gute Ware zu haben. Qualität ist wichtig für uns, weil wir nur dadurch eine Chance auf dem europäischen Markt haben. In einigen Punkten ist unsere Produktion sogar besser als die europäische", sagt Trifon Trifonow abschließend.
Übersetzung: Milkana Dehler