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публикувано Mittwoch, 4. Juli 2012 15:51
Radio Bulgarien Wirtschaft

Neue Infrastrukturprojekte sollen das Leben im ländlichen Raum wesentlich verbessern 

Автор: Tatjana Obretenowa

© Foto: bg.wikipedia.org

In die kleine Kommune Berkowitza im Nordwesten soll eine Million Euro in die Ausbesserung und Verlegung neuer Straßen investiert werden.
Die bulgarische Regierung hat unlängst 19 neue Verträge für Infrastrukturprojekte mit Kommunen in ländlichen Gegenden abgeschlossen. Die Ausbesserung des Trinkwassernetzes, der Straßen, die Renovierung von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen und Kindergärten, die Modernisierung von landwirtschaftlichen Betrieben usw. werden aus dem EU-Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert. Die Gesamtsumme beläuft sich auf über 64 Mio. Euro. Die Modernisierungsarbeiten finden in Ortschaften mit über 800.000 Einwohnern statt.

Die zweite Staffel von Infrastrukturprojekten in den ländlichen Regionen Bulgariens wird das Leben von 370.000 Menschen in entlegenen, meist kleinen Ortschaften wesentlich verbessern. Das betonte auch Ministerpräsident Bojko Borissow beim offiziellen Start der neuen Kampagne.

"Diese Investitionen werden die Menschen vor Ort sofort spüren", sagt Bojko Borissow. "Es sollen neue Kindergärten gebaut werden, Sportplätze werden entstehen, die Infrastruktur wird ausgebessert. 64 Mio. Euro ist viel Geld. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben, alle uns zur Verfügung gestellten Mittel aus dem EU-Fonds abzurufen. Das Ziel der Regierung ist, bis Ende des Jahres knapp die Hälfte aller EU-Gelder abzurufen, die Bulgarien zur Verfügung stehen. Bis Ende unserer Amtszeit im kommenden Jahr wollen wir 80% erreichen", verkündete der Regierungschef.

Ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der Projekte ist der Staatsfonds für Landwirtschaft. Sein Chef Rumen Poroschanow erläutert die Ziele des Programms für die Entwicklung des ländlichen Raums. "Wir haben das Programm möglichst dezentralisiert, um den kleinen Ortschaften und Kommunen die Möglichkeit zu geben, selbst die Initiative zu ergreifen. Dabei wollen wir auch für die nächste Haushaltsperiode 2014-2020 bleiben", sagt Poroschanow.

Denn es lohnt sich – die Kommunen wissen am besten selbst, wo der Schuh drückt. Ein solches Beispiel ist die kleine Kommune Berkowitza im Nordwesten. Dort sind die Straßen in marodem Zustand und nun soll eine Million Euro in die Ausbesserung und Verlegung neuer Straßen investiert werden. Mit dem EU-Geld will man in Berkowitza zudem kleinen Start-up-Unternehmen helfen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber auch Denkmäler und Kultureinrichtungen sollen mit dem Geld aus Brüssel renoviert werden. Eine halbe Million Euro will die kleine Stadt in die Förderung des Bioanbaus fließen lassen. Ob all diese Vorhaben dem Nordwesten Bulgariens helfen werden, nicht länger ärmste Region in der gesamten EU zu sein?

"Eines der größten Probleme in Nordwestbulgarien ist die Infrastruktur, denn darin wurde seit Jahrzehnten nicht mehr investiert", sagt die Bürgermeisterin von Berkowitza Dimitrinka Stamenowa. "Mit einer ersten Überweisung aus dem EU-Fonds konnte der Bergpass Petrochan rekonstruiert werden. Es ist eine der wichtigsten Fernstraßen für die gesamte Region. Wenn die Straßen besser sind, werden wir auch wieder mehr Touristen anziehen. Und das belebt die Region und schafft Arbeitsplätze. Mit dem EU-Geld wollen wir auch den Tourismus unterstützen und auch in Kulturprojekte investieren. Und somit hoffen wir alle, dass Nordwestbulgarien kein Symbol mehr von Armut und Arbeitslosigkeit sein wird", sagte abschließend die Bürgermeisterin von Berkowitza Dimitrinka Stamenowa.

Übersetzung und Redaktion: Vessela Vladkova

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