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28. Internationale Buchmesse in Sofia

Foto: BGNES
Die gute Nachricht für die lesenden Menschen in Bulgarien am Ende des Jahres ist, dass der Buchdruck sich trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten behauptet. Davon zeugt die 28. Internationale Buchmesse in Sofia, die vom 2. bis zum 6. Dezember von der Vereinigung „Bulgarisches Buch“ veranstaltet wird. 125 bulgarische Verleger und Buchhändler und acht ausländische Aussteller zeigen ihre neuesten Produkte.

Auf der Internationalen Buchmesse in Sofia vereinbaren Autoren, Übersetzer und Verleger ihre gemeinsame Arbeit. In diesen Tagen wird die Messe zum größten Buchladen des Landes, denn sehr viele Buchgeschäfte verkaufen nach der Wende und ihrer Privatisierung alles andere, nur nicht Bücher. Fast alle Verleger gewähren auf der Buchmesse eine Ermäßigung von etwa 20 %. Um ihnen die Bücher näher zu bringen, können Schülergruppen die Messe kostenlos besuchen. Alle anderen müssen einen Eintritt von einem Lewa oder einem halben Euro bezahlen. Der niedrige Eintrittspreis soll gewährleisten, dass alle Freunde des Buches die Messe besuchen können. Neben der Vielzahl von Büchern gibt es für die Besucher auch viele Kulturereignisse.

Einer der Akzente der diesjährigen Messe ist der spezielle Besuch von Vertretern des europäischen Netzwerkes für Literatur und Bücher TRADUKI, an dem sich fast alle Balkanländer, sowie Deutschland, Österreich und die Schweiz beteiligen. Professoren und Studenten der Sofioter „Kliment-Ochridski-Universität“ nehmen am Runden Tisch „Kulturelle und geschäftliche Effektivität der Sofioter Internationalen Buchmesse im Kontext der Balkanbuchmessen“ teil. Eine solche Diskussion könnte nach Meinung der Veranstalter auch als Ausgangspunkt für künftige gemeinsame Projekte dienen, einschließlich der Veranstaltung einer gemeinsamen Buchmesse der Länder der Balkanregion. Die Direktorin der Sofioter Internationalen Buchmesse Wenka Ragina sagte:

„Die Haupttendenz der letzten Jahre ist das größere Angebot an bulgarischer Literatur. Bemerkenswert ist auch, dass alle Verlage versuchen ihre beste und stärkste Veröffentlichung für diese Messe fertig zu stellen. Alle haben neue Angebote und immer öfter machen sie Buchprämieren, die sich von den früheren Standard-Buchlesungen unterscheiden. Ein kritisches Moment in der Buchproduktion ist noch nicht eingetreten, weil in den vergangenen Jahren große Investitionen gemacht wurden. Das erlaubt uns immer noch gute Angebote zu machen.“

Die Vereinigung „Bulgarisches Buch“ wird während der Messetagen den Preis „Bronzelöwe 2009“ verleihen. In der Kategorie „Bestes verlegerisches Projekt“ werden die Preisträger von einer Expertenkommission bestimmt und eine Jury aus bulgarischen Journalisten wird über die Auszeichnung „Verlegerisches Projekt von größter gesellschaftlicher Relevanz“ entscheiden.

Übersetzung: Vladimir Daskalov

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