Sendung auf Deutsch
Bulgarischer Nationaler Rundfunk © 2022 Alle Rechte vorbehalten

Bansko - das Reisezentrum für Ganzjahrestourismus in den Bergen

Foto: BGNES
Als führendes Reisezentrum für Ganzjahrestourismus in den Bergen, gehört Bansko zu den sich am schnellsten entwickelnden Gemeinden in Bulgarien. Jedes Jahr kommen Hunderttausende Besucher hierher, die von den modernen Skianlagen, den Mineralwasserquellen und der einzigartigen Natur angezogen sind.

© Foto: www.bansko.bg


Situiert am Fuße des Pirin Gebirges ist Bansko der Ausgangspunkt für viele Pisten mit einer Gesamtlänge von 75 Kilometern. Sehr beliebt ist die einzigartige 16 Kilometer lange, schneesichere Piste, die nachts beleuchtet ist und sowohl von Skifahrer, als auch von Snowboardern bevorzugt wird. Außerdem bietet Bansko über 200 Kilometer markierte Mountainbikewege. Auch die Liebhaber von Angeln, Felsenklettern, Reiten und andere können hier voll auf ihre Kosten kommen. Sie werden natürlich von professionellen Lehrern betreut.

© Foto: BGNES


In der Altstadt von Bansko gibt es erstaunliche Architekturdenkmäler aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt im 19. Jh. Sie sind zum Teil 130 Jahre alt, wichtige historische Funde können im neulich renovierten Geschichtsmuseum der Stadt gesehen werden. Hier gibt es Exponate aus der prähistorischen Zeit, die beweisen, dass das Gebiet schon seit Jahrtausenden kompakt besiedelt und entwickelt war.

© Foto: Albena Besowska

Originalgetreuer Nachbau der Klosterzelle von Paisij Hilendarski

„Bei uns gibt es wahre Schätze der bulgarischen Kultur“, erzählt Elena Erinina, Direktorin des Museums in Bansko. „Unsere Stadt ist durch die Nähe zum Gebirge begnadet“, erklärt sie. „Aber nicht nur die Skipisten machen Bansko so populär für die Besucher aus dem In- und Ausland. Im Museumskomplex sind einige wichtige kulturelle Zentren vereint. Darunter ist das Haus des bedeutenden Aufklärers und Schriftstellers aus der bulgarischen Wiedergeburt Neofit Rilski, der hier geboren wurde. Er ist einer der wichtigsten bulgarischen Wissenschaftler seiner Zeit gewesen. Sehr interessant ist die ethnographische Exposition im Veljanow Haus – sie ist einzigartig für die gesamte Region. Hier wurden Wandmalereien und Holzschnitzereien erhalten, die von der bekannten Bansko-Schule stammen. Vor einigen Jahren eröffneten wir auch das Informationszentrum über Paisij Hilendarski. Das Zentrum steht an der Stelle des Hauses dieser äußerst wichtigen für die nationale Wiedergeburt Bulgariens Persönlichkeit. Er schrieb im ausgehenden 18. Jh. „Die Geschichte des slawobulgarischen Volkes“, die eine bedeutende Rolle für die Bildung des Nationalbewusstseins der Bulgaren spielte. Hier im Zentrum haben wir originalgetreu die Klosterzelle nachgebaut, in der er die Geschichte schrieb. Ebenso originalgetreu wurde auch die Kapelle „Heiliger Iwan von Rila“ aus dem Kloster Hilendar auf dem Berg Athos nachgebaut, in der der Mönch Paisii gebetet hat. An den Wänden haben wir auch Kopien der Originalwandmalerei angebracht“.

© Foto: Albena Besowska

Der Stammbaum der Familie Waptzarow

Auch das Museumshaus des großen bulgarischen Dichters Nikola Waptzarow wurde sehr sorgfältig und mit viel Liebe unter der Leitung des verstorbenen Regisseurs Walo Radew aufgebaut. Hier hat man sich für eine sehr moderne Gestaltung des Innenraums entschieden. Es gibt einen Stammbaum der Familie, viele Videos und Kopien seiner Werke. Auch viele Ausländer interessieren sich für das Leben und das Werk von Nikola Waptzarow.
Unter den wichtigen historischen Denkmälern ist auch die Kirche „Heilige Dreifaltigkeit“. Die dreistöckige Basilika ist die zweitgrößte Kirche Bulgariens nach der Kathedrale Alexander Newski in Sofia.

© Foto: BGNES

Die Kirche „Heilige Dreifaltigkeit“

In den letzten Jahren wurden die Festivals in Bansko besonders populär. Seit 14 Jahren findet hier eines der größten Jazz-Festivals auf dem Balkan – das Bansko Jazz-Festival statt. Es gibt hier auch ein Theater- und ein Opernfest. Die Vielfalt ist groß. Man kann sich auch mit einer SPA-Behandlung entspannen und den Tag ausklingen lassen, damit man für den nächsten Tag wieder für einen Ausflug in den Bergen fit sein kann, wo man mitten in der Natur auch ein Essen mit Folklore und Gesang genießen kann.

Übersetzung: Milkana Dehler
По публикацията работи: Albena Besowska

mehr aus dieser Rubrik…

Der Uhrturm von Botewgrad

Reise vom Uhrturm in Botewgrad zum ältesten Wratschesch-Kloster

Der Verwalter der osmanischen Donau-Provinz Midhat Pascha erklärte 1865 das Dorf Samundzhiewo zur Stadt und benannte sie nach Sultan Orhan. Der Ausbau der neuen Siedlung ging rasch voran und so erblühte auf dem Weg zwischen Sofia und Widin eine..

veröffentlicht am 27.03.22 um 10:10

Erfolgreiche Wintersaison

Trotz der düsteren Prognosen, der hohen Strompreise und des Krieges in der Ukraine weisen die Angaben des Ministeriums für Tourismus auf eine erfolgreiche Wintersaison in Bulgarien hin. Die Hotels haben im Dezember und Januar 556.667 Gäste..

veröffentlicht am 22.03.22 um 12:00

Bulgarische und rumänische Reiseführer werden Touristen mit Kulturerbe der Dobrudscha vertraut machen

Zwanzig bulgarische und rumänische Reiseleiter werden Touristen auf vier neuen Routen in der Grenzregion Dobrich-Konstanza begleiten. Zuvor werden sie eine Weiterbildung im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Gemeinden Dobritsch und Orschowa zur..

veröffentlicht am 20.03.22 um 09:45