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Mord an Journalistin Viktoria Marinowa weiterhin unaufgeklärt

| aktualisiert am 08.10.18 um 16:16
Viktoria Marinowa
Foto: BGNES

Für den Mord an der 30jährigen Journalistin Viktoria Marinowa hat die Polizei noch keinen Täter ermitteln können. Marinowa, die auch administrative Direktorin des Fernsehkanals TVN der nordbulgarischen Stadt Russe ist, war am vergangenen Samstag vergewaltigt und umgebracht worden. Laut der bulgarischen Polizei habe ihr Beruf nichts mit der Tat zu tun. Der Mord schlug jedoch Wellen in den britischen Medien. Die BBC meldete, dass Marinowa die dritte populäre Journalistin ist, die in den vergangenen 12 Monaten in der Europäischen Union ermordet worden sei. Zitiert wird Harlem Désir, OSZE-Beauftragter für die Freiheit der Medien, der eine eingehende Untersuchung des Falls und die Bestrafung der Schuldigen fordert. Den Mord meldete auch „The Guardian“. 
Die Ermordung der bulgarischen Journalistin wurde auch in Brüssel kommentiert. Die Europäische Kommission erwarte eine tiefgründige Untersuchung seitens der kompetenten Organe, um festzustellen, ob der Mord mit dem Beruf des Opfers zusammenhängt und die Schuldigen vor Gericht zu stellen, erklärte auf einer Pressekonferenz ein Sprecher der Kommission, der von der BTA zitiert wurde. Die deutsche Bundesregierung verurteilte den Mord der Journalistin Viktoria Marinowa aufs Schärfste. Berlin erklärt sich für die Pressefreiheit und appelliert an Polizei und Justiz für eine breitangelegte Untersuchung, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums. 
Auf einer nationalen Beratung des Innenministeriums äußerte Premierminister Bojko Borissow, dass es eine Frage der Zeit sei, bis der Mord aufgedeckt wird, da die Polizei über genügend Genmaterial des Täters verfüge.

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