Bulgarischer Nationaler Rundfunk © 2020 Alle Rechte vorbehalten

Blickpunkt Balkan

Zoran Milanovic gewinnt Präsidentschaftswahl in Kroatien
Foto: ReutersDer kroatische Ex-Premier Zoran Milanovic hat bei der Präsidentschaftswahl in Kroatien die Stichwahl mit 53% der Wählerstimmen für sich entschieden. Die bisherige Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic erhielt 47% der Stimmen.
Der 53-jährige Milanovic ist Jurist und Diplomat und war zwischen 2011 und 2016 Premier des Landes.
Bei der ersten Wahlrunde der Präsidentschaftswahlen am 22. Dezember erhielt Milanovic 1/3 der Wählerstimmen. Kolinda Grabar-Kitarovic ist es nicht gelungen, die rechten Wähler zu vereinen. Sie erhielt auch nicht die Unterstützung des unabhängigen Nationalisten Miroslav Skoro.
Kroatien hat momentan den EU-Ratsvorsitz inne. Die Präsidentschaftswahl gilt als Test für die in diesem Jahr anstehenden Parlamentswahlen.

Serbiens Präsident Alexander Vucic verzichtet auf Besuch in Montenegro zu Weihnachten nach altem Stil
Foto: EPA/BGNESDer serbische Präsident Alexander Vucic hat nach seinem Treffen mit dem Patriarchen Irinej erklärt, dass er die Serben in Montenegro zu Weihnachten nach dem alten Julianischen Kalender am 7. Januar nicht besuchen werde. Er wolle der montenegrinischen Regime keinen Vorwand liefern zu behaupten, dass Belgrad die Unabhängigkeit und die verfassungsmäßige Ordnung der Nachbarn angreife.  „Wir haben die verfassungsmäßige Ordnung von Montenegro in keiner Weise bedroht und haben kein Interesse daran“, habe Vucic erklärt. „Ich habe als für normal erachtet, zu Heiligabend und Weihnachten einen privaten Besuch abzustatten und meine Kirche zu besuchen, ohne politische Reden zu halten, habe aber nach den Reaktionen aus Montenegro verstanden, dass mein Kommen von den regierenden nicht gebilligt wird“, fügte Vucic hinzu.

Zypern will Israel einladen, Gasfeld „Aphrodite“ zu bewirtschaften
Foto: BGNESZypern will in den kommenden Wochen Israel den Vorschlag unterbreiten, sich an der Ausbeutung des Aphrodite-Gasfeldes zu beteiligen. So kommentierte der Regierungssprecher Kiriakos Kushios die Unterzeichnung der Vereinbarung über die Gaspipeline EastMed.
Griechenland, Zypern und Israel haben ein Abkommen über den Bau der Östlichen Mittelmeerpipeline unterzeichnet. Das 1900 km lange Rohr vom Nahen Osten über Kreta zur Balkanhalbinsel soll 7 Mrd. Euro kosten.
Die drei Länder wollen demnächst Investoren für das von den USA unterstützte Projekt suchen.
Das türkische Außenministerium kommentierte, dass ein Projekt, das zum Ziel habe, die Türkei, die den längsten Küstenabschnitt am östlichen Mittelmeer habe, zu ignorieren, nicht erfolgreich sein könne.

Behörden in Skopje sprechen sich gegen traditionelle Weihnachtsfeuer im Freien aus
Foto: wikipedia.orgDie Behörden in der nordmazedonischen Hauptstadt haben die Bürger aufgerufen, zu Heiligabend am 6. Januar (nach dem alten Julianischen Kalender) nicht die traditionellen Weihnachtsfeuer anzuzünden. In der Stadt wurden entsprechende Mitteilungen verbreitet, dass dies zur Luftverschmutzung führt. Im Namen der Tradition wollen die Behörden darauf verzichten, das entsprechende Strafgeld in Höhe von 50 Euro zu kassieren, haben aber an das Gewissen der Menschen appelliert, keine Feuer im Freien zu entfachen. Die nicht anerkannte Nordmazedonische orthodoxe Kirche hat sich ebenfalls gegen diesen Brauch erklärt und ihn als heidnisch abgetan. Örtlichen Medien zufolge ist die Bevölkerung skeptisch, dass die Nichteinhaltung gerade dieser Tradition zur Senkung der ganzjährigen Luftverschmutzung beitragen würde.

Griechenland und Nordmazedonien beziehen russisches Gas über die Turk-Stream-Pipeline
Foto: BGNESDas gab der Manager von „Bultransgaz“ Wladimir Malinow bekannt. Am 1. Januar 2020 starteten die Lieferungen nach Bulgarien über die neue Gasleitung. Vorläufigen Kalkulationen zufolge wird Sofia derart ca. 40 Millionen Euro jährlich sparen. Der neue Lieferungspunkt „Strandscha 2“ befindet sich Worten von Malinow zufolge an der Grenze zur Türkei. Seit Anfang 2020 wurde die Kapazität der Trans-Balkan-Pipeline, die aus Rumänien und der Ukraine kommt, von der Turk-Stream ersetzt. Sollte es notwendig sein, könnten die bulgarischen Behörden die ungenutzten Kapazitäten der bisherigen Pipeline nutzen, betonte Malinow. Die offizielle Einweihung der Pipeline aus der Türkei ist am 8. Januar geplant.

Zusammengestellt: Iwo Iwanow
Übersetzung: Georgetta Janewa, Rossiza Radulowa

mehr aus dieser Rubrik…

Blickpunkt Balkan

Türkische Presse begrüßt Ergebnisse des Berliner Treffens über Libyen Führende Medien in der Türkei bezeichneten die Internationale Konferenz über Libyen, die gestern in Berlin zu Ende ging, als erfolgreich. "Frieden in Libyen im Aufwind"..

veröffentlicht am 20.01.20 um 15:42

Geschichtslektionen im Freien bei Spiel und Spaß in der Kalojan-Festung

Die bulgarische Geschichte verlässt die Lehrbücher und lebt in einer Festung mit Kampfscharten und Türmen wieder auf. Dort kann man das, was man in der Schule gelernt hat, durch unterschiedliche Rollenspiele miterleben. Krieger treffen auf Ritter,..

veröffentlicht am 20.01.20 um 15:29

Eine Schule, die Flügel verleiht

1000 Schulen wurden in den letzten 17 Jahren in Bulgarien geschlossen. Vorwiegend in kleinen Ortschaften führen diese Lehranstalten einen ungleichen Kampf ums Überleben. In den Regionen, in denen überwiegend Minderheiten leben, haben die..

veröffentlicht am 16.01.20 um 14:40