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Covid-19 in Bulgarien: Tag 159

Foto: BGNES

Covid-19-Sterblichkeitsrate in Bulgarien beträgt 1 Prozent

Die Sterblichkeit hängt von der Zahl der Kranken ab und liegt in Bulgarien bei 1 Prozent. Das sagte in einem Interview für „Nova TV“ der Oberste Gesundheitsinspektor Dr. Angel Kuntschew. Ihm zufolge meistert unser Gesundheitssystem die Corona-Krise gut. Sollten aber viele Fälle an einem Ort konzentriert sein, würde es schwierig werden. Selbst wenn die Covid-19-Positiven 1.000 Menschen pro Tag erreichen, könnten sie in Krankenhäuser untergebracht werden. Das Problem aber sei, dass das medizinische Personal nicht ausreiche, um so viele Kranke zu behandeln. Laut Dr. Kuntschew gibt es in Bulgarien ca. 140 Spezialisten für Infektionskrankheiten. Außerdem ist die Zahl der Betten auf den Intensivstationen begrenzt und sie werden nicht nur für Covid-19-Patienten gebraucht. „Sie müssen auch weiterhin Unfallopfer und andere Patienten behandeln, die dringend wiederbelebt werden müssen“, hob Gesundheitsinspektor Angel Kuntschew hervor.

Neue Antikrisenmaßnahmen in Unterstützung des Business in Bulgarien

Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände haben mit Wirtschaftsminister Latschesar Borissow die Verteilung der EU-Mittel im Rahmen der Beihilfemaßnahmen für Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen erörtert. Besagte Mittel belaufen sich auf insgesamt 656 Millionen Euro oder 1,283 Milliarden Lewa. Die Intensität der Hilfe werde 100 Prozent betragen und die Obergrenze – ob 50.000 oder 100.000 Lewa - werde derzeit noch diskutiert, so Wirtschaftsminister Borissow. Um den Unternehmen eine Chance zu geben, müssen Änderungen vorgenommen werden, damit die Mittel zügig abgerufen werden können anstatt in Verfahren, die 5-6 Monate dauern

Der BIP-Rückgang Bulgariens wegen Covid-19-Krise wird weniger als 7 Prozent auf Jahresbasis betragen

Dies erklärte Wirtschaftsminister Latschesar Borissow und prognostizierte, dass unser Land nicht zu den am stärksten von der Krise betroffenen Ländern in Europa gehören werde.

Landwirte können auch Entschädigungen für Covid-19 beanspruchen

Bis Ende des Jahres sollen 1,7 Milliarden Lewa an die Landwirte ausgezahlt werden. Das gab Landwirtschaftsministerin Dessislawa Tanewa während ihres Besuchs in der Region Plewen bekannt, berichtete unsere BNR-Korrespondentin vor Ort. Ministerin Tanewa informierte die Landwirte in der Region, dass alle landwirtschaftlichen Produzenten und Verarbeiter die Covid-19-Entschädigungsmaßnahme beantragen könnten. Sie wies auch darauf hin, dass zum ersten Mal die Erträge auf fast 100.000 Hektar Land von der Dürre betroffen und die Schäden in Ostbulgarien schwerwiegend sind. „Wir haben staatliche Beihilfen und werden alle, deren landwirtschaftliche Flächen zu 100 Prozent ausgefallen sind, im Herbst entschädigen“, versicherte Tanewa.

3,35 Prozent von 5.108 PCR-Tests positiv für letzte 24 Stunden

171 neue Fälle von Coronavirus wurden in Bulgarien in den letzten 24 Stunden registriert. Das sind 3,35 Prozent der 5.108 durchgeführten PCR-Tests, ist dem Einheitlichen Informationsportal über das Corona-Virus zu entnehmen. Die meisten neuen Fälle sind in Warna (33), Sofia (31) und Blagoewgrad (23). 834 Personen mit Covid-19 werden in Krankenhäusern behandelt, 63 davon auf Intensivstationen. In den letzten 24 Stunden sind 11 Menschen mit Covid-19 verstorben, 325 Patienten haben die Infektion überwinden können. Seit Beginn der Pandemie wurden 13.893 Covid-19-Fälle bestätigt, davon sind 4.932 aktiv.

Israel hebt Quarantäne für Anreisende aus Bulgarien, Kroatien und Griechenland auf

Die 14-tägige Quarantäne für Einreisende aus Bulgarien wird aufgehoben, teilte die bulgarische Botschaft in Tel Aviv mit. Die restriktive Maßnahme entfällt ab dem 16. August auch für Bürger Kroatiens und Griechenlands.

Dozent Mangarow spricht sich für Präsenzunterricht aus

Die Kinder sollten das Schuljahr mit Präsenzunterricht starten, allerdings unter strengeren Hygienevorgaben an den Schulen. Diese Meinung äußerte Dozent Atanas Mangarow, Leiter der Kinderstation im Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Sofia. „Alle Waschbecken sollten funktionieren, es sollten Seife und Handtücher vorhanden sein - nichts weiter“, empfahl er in einem Interview für den Bulgarischen Nationalen Rundfunk. Seinen Worten zufolge habe die erhöhte Anzahl von Coronavirus-Patienten auf den Intensivstationen nicht zu bedeuten, dass sich die Covid-19-Krise verschärfe.

Hoteliers in Warna kämpfen ums Überleben

Die Hälfte der Hotels in Warna ist für Gäste geöffnet, sagte Pawlin Kossew, Vorsitzender der örtlichen Vereinigung der Hotel- und Gaststättenbesitzer gegenüber dem BNR. Eines der Probleme dieser Tourismussaison sei, dass man nicht planen könne, weil sich die Situation buchstäblich täglich verändert. Die Zahl der Touristen in der Region und in Warna sei nicht gering, sagte Pawlin Kosew und erklärte diesen Umstand mit den geschlossenen Grenzen wegen Covid-19. Unter den ausländischen Touristen sind Mazedonier, Spanier, Deutsche und Rumänen. Es wurden viele Reservierungen für den September gemacht, wenn mit gutem Wetter und niedrigeren Preisen gerechnet wird.


Weitere wichtige Informationen zu Covid-19 in bulgarischer Sprache und in 9 Fremdsprachen finden auf der Internetseite von Radio Bulgarien in unserer Spezialrubrik COVID-19.


Zusammengestellt: Diana Zankowa und Nachrichtenteam

Übersetzung: Georgetta Janewa, Rossiza Radulowa


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