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Blickpunkt Balkan

Außenministerium Bulgariens konferiert mit nordmazedonischen Botschaftsleiter

Das bulgarische Außenministerium führte mit dem amtierenden Botschafter der Republik Nordmazedonien in Bulgarien Gespräche, informierte das Außenministerium auf seiner Facebookseite. Von bulgarischer Seite wurde das schnelle Eingreifen der nordmazedonischen Behörden gegen die Hassrede in den sozialen Netzen gegen Mitglieder der bulgarischen Regierung und das demonstrative Verbrennen der bulgarischen Staatsfahne hoch bewertet. Es wurde darauf hingewiesen, dass Bulgarien auch eine Reaktion auf die Bekanntgabe im Facebook von Bürgern mit bulgarischer Staatsbürgerschaft, die in Nordmazedonien leben, und die an sie gerichteten Lynch-Drohungen erwarte. 

Türkische Militärs wegen Putschversuch zu lebenslanger Haft verurteilt

Lebenslänglich erhielten die Militärs, die sich am gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 beteiligten, informierte das Bulgarische Nationale Fernsehen. 337 Offiziere und Flieger des Flugstützpunktes „Akıncı“, von denen einige in der Putsch-Nacht das Parlament angegriffen hatten, wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei den Unruhen wurden 250 Menschen getötet und rund 2.000 verletzt. Die türkischen Behörden machen Fethullah Gülen, geistliches Oberhaupt der Gülen-Bewegung, und die Organisation FETÖ für die Ereignisse verantwortlich. Gülen und über 100 weitere Beschuldigte wurden in Abwesenheit verurteilt.

Über 20 Abgeordnete des griechischen Parlaments wirken als Freiwillige gegen Corona

Über 20 Abgeordnete des griechischen Parlaments, die Mediziner verschiedener Fachrichtungen sind, haben ihre Abgeordnetensitze verlassen und sich des Kampfes gegen das Coronavirus verschrieben, informierte die bulgarische Nachrichtenagentur BTA. Den Anfang machte der Lungenspezialist und Mitglied der kommunistischen Partei Giorgos Lamproulis,der die Funktion des stellvertretenden Parlamentspräsidenten inne hat. Zu Beginn der Woche hatte er den Parlamentspräsidenten gebeten, ihn vorübergehend von seinen Aufgaben zu entbinden, um in einem der Krankenhäuser in der nordgriechischen Stadt Larisa arbeiten zu können. „Meiner Meinung nach ist mein Platz jetzt an der Seite meiner Kollegen“, hatte Lamproulis gesagt. Seinem Beispiel folgten weitere Abgeordnete mit medizinischer Ausbildung.

8 ausländische Fluggesellschaften erhalten Zuschüsse für Flüge nach Slowenien

Acht Fluggesellschaften werden von der slowenischen Regierung Zuschüsse erhalten, damit sie Flüge in das Land durchführen, informierte die Nachrichtenagentur Tanjug. Laut Ljubljana sei die Wiederherstellung der Flugverbindungen zu den wichtigsten europäischen Städten wichtig, die im Zuge der Corona-Seuche eingestellt wurden.

Frankreich wird U-Bahn in Belgrad bauen

Der serbische Finanzminister Siniša Mali und der französische beigeordnete Minister für Außenhandel Franck Riester unterzeichneten in Belgrad eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Umsetzung zweier Schlüsselvorhaben: Verbesserung der Energieeffektivität in Serbien und Bau der U-Bahn in Belgrad, meldete Tanjug. Laut der serbischen Ministerin für Bauwesen und Infrastruktur Zorana Mihajlović werde das U-Bahn-Projekt rund 6 Milliarden Euro kosten. Frankreich wolle die U-Bahn mit Unterstützung Chinas errichten.

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Albanien

Am Morgen des 26. November 2019 wurde Albanien von stärksten Erdbeben der letzten Jahrzehnte heimgesucht. Gemessen wurden 6,4 nach der Richter-Skala. Das Beben zog vor allem die Hafenstadt Durrës und die Hauptstadt Tirana in Mitleidenschaft. Dutzende wurden getötet, mehrere Hundert verletzt. 200.000 Menschen verloren ihr Zuhause. „Das waren die schwersten Tage und Nächte in meinem Leben. Eine nach der anderen ziehen die Familien in ihre neugebauten Wohnungen ein. Mit Geduld werden wir alles gemeinsam überwinden“, sagte aus Anlass des 1. Jahrestages des tragischen Ereignisses Premierminister Edi Rama. Er betonte, dass in dieser schwierigen Zeit Albanien erfahren habe, wie viele Freunde es habe. Aus internationalen Spenden seien über eine Milliarde Euro gesammelt worden.

Zusammengestellt von: Miglena Iwanowa

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

Fotos: BGNES und Archiv

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