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Covid-19 in Bulgarien: Tag 322

Foto: BNT

Schrittweise Lockerung von Epidemie-Maßnahmen

"Wir schlagen eine schrittweise Lockerung der Beschränkungsmaßnahmen nach Bereichen vor. Wir lockern zunächst die Maßnahmen in den Bereichen Kultur und Sport und werden den Trend beobachten", sagte Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelow in Warna. Er fügte hinzu, dass man Situation in den nächsten 14 Tage überwachen werde, bevor nächste Schritte unternommen werden.

Mindestens 30% der Lehrer, Mitarbeiter in Schulen und Bewohner von Altenheimen seien bereit, sich gegen Covdi-19 impfen zu lassen, sagte der Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelow weiter. Ihm zufolge werde die erste Phase der Immunisierung in der nordöstlichen Region bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Die zweite Phase soll Anfang Februar beginnen. Die notwendigen Impfstoffe seien in Gefrierschränken untergebracht, versicherte er. Der Minister sagte auch, dass selbst wenn die Menge der in unserem Land ankommenden Impfdosen reduziert werden sollte, die für unser Land notwendigen Dosen für 2 Millionen Menschen vorhanden sein werden, was für Bulgarien ausreichend sei. Prof. Kostadin Angelow bestätigte die acht nachgewiesenen Fälle des englischen Stammes in unserem Land.


Säle für außerschulische Aktivitäten öffnen im Februar

Ab dem 4. Februar, wenn die schrittweise Rückkehr der Schüler der höheren Klassen beginnt, werden die Säle für außerschulische Aktivitäten geöffnet, gab der Premierminister Bojko Borissow bekannt. Wenn es etwas gebe, das mit der Gesundheit auf eine Waage gebracht werden könne, dann seien es die Bildung, Kultur und Ausbildung, erklärte Borissow, fügte jedoch hinzu, dass bei der Lockerung der Epidemie-Maßnahmen Vorsicht geboten sei.


Bulgarischer Covid-Impfstoff kurz vor Test

Die Entwicklung des bulgarischen Impfstoffs gegen Covid-19 befindet sich in einem sehr fortgeschrittenen Stadium und die Tierversuche werden innerhalb einer Woche beginnen, sagte Prof. Andrej Tschorbanow vom Institut für Mikrobiologie der bulgarischen Akademie der Wissenschaften in einem Interview für Radio Warna. Er betonte jedoch, dass die bulgarischen Behörden nicht interessiert seien und dass Frankreich oder China möglicherweise Mittel für ihre Produktion bereitstellen würden. Die Impfung in unserem Land habe sich verlangsamt. Bulgarien stehe in der EU an letzter Stelle in Bezug auf die geimpften Personen", warnte Prof. Laut dem Immunologen haben Überlebende von Coronaviren eine bessere Immunität aufgebaut als die Impfstoffe bieten. Es lohnt daher die Überlegung, ob sie immunisiert werden möchten. 


6% von 9.786 PCR-Tests positiv

566 neue Fälle von Coronavirus wurden in den letzten 24 Stunden bei 9.786 durchgeführten Tests identifiziert, weist das Einheitliche Informationsportal aus. Das macht fast 6% der Proben aus. Die meisten neu Infizierten sind in Sofia (119), Plowdiw (47) und Pasardzhik (40).

1248 Patienten wurden geheilt, 58 sind verstorben. 2844 Covid-Patienten werden im Krankenhaus behandelt, davon 284 davon auf Intensivstationen. 19 Mediziner haben sich mit Covid-19 angesteckt, somit sind es seit Beginn der Pandemie insgesamt 9.384.

In den letzten 24 Stunden wurden 850 Personen geimpft, 67 davon mit dem Moderna-Impfstoff. Die Gesamtzahl der Immunisierten beträgt 26.101.


Patienten mit onkologischen Erkrankungen sollten sich impfen lassen

Krebspatienten sollten sich gegen das Coronavirus impfen lassen, empfahl Dr. Zheljasko Arabadschiew, Leiter der Abteilung für medizinische Onkologie am an der Acibadem City Clinik in Sofia in einem Interview für bTV.

"Krebspatienten, insbesondere Patienten, die sich einer Krebstherapie unterziehen, haben eine geschwächte Immunität, weshalb RNA-Impfstoffe für sie besser geeignet sind, da keine lebenden Teile des Virus eingeführt werden", erklärte Dr. Arabadschiew. Für Patienten mit Autoimmunerkrankungen werde eine Immunisierung empfohlen, wenn sie eine Immuntherapie durchführen.


Neue Covid-19-Stämme breiten sich aus

Personen, die bereits eine Covid-19-Infektion hinter sich haben, sind nicht vor den neuen Varianten geschützt, sagte Prof. Kiril Karamfilow, Leiter der Abteilung für invasive Kardiologie am Alexandrow-Krankenhaus für Nova TV. "Es gibt mehrere mutierte Stämme, die viel ansteckender sind und deren Mortalität mit der der klassischen Variante identisch ist", fügte er hinzu. Das seien die Stämme aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien. Sie verbreiten sich in Ländern ohne strenge Epidemie-Maßnahmen, "in denen sich das Coronavirus seit langem uneingeschränkt verbreitet". Der Kardiologe empfahl, die derzeitigen Beschränkungsmaßnahmen beizubehalten.


Frankreich verlangt ab 24. Januar 2021 negativen PCR-Test für EU-Bürger

Frankreich hat die Verpflichtung eingeführt, dass alle EU-Bürger, einschließlich der aus europäischem Territorium anreisenden bulgarischen Bürger, einen negativen RT-PCR-Test für Coronaviren vorlegen, der innerhalb der letzten 72 Stunden vor Reiseantritt gemacht wurde.

Die Maßnahme tritt am Sonntag, dem 24. Januar 2021 um 00:00 Uhr in Kraft.

Vorläufigen Angaben zufolge gilt die Beschränkung für Passagiere, die mit dem Flugzeug oder auf dem Seeweg nach Frankreich einreisen. Weitere Einzelheiten werden voraussichtlich am Samstag, dem 23. Januar 2021, bekannt gegeben, einschließlich der Antwort auf die Frage, ob die Maßnahme auch für Passagiere gilt, die auf dem Landweg einreisen, teilte das bulgarische Außenministerium mit.


Weitere wichtige Informationen zu Covid-19 in bulgarischer Sprache und in 9 Fremdsprachen finden auf der Internetseite von Radio Bulgarien in unserer Spezialrubrik COVID-19.


Redaktion: Diana Zankowa

Übersetzung: Georgetta Janewa


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