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Joghurt als Mittel bei Behandlung von Corona-Patienten

Foto: Archiv

Moleküle im Joghurt sind bei der Behandlung verschiedener Entzündungen, einschließlich von sogenannten „Zytokinstürmen“ (Hyperzytokinämie), verursacht von Covid-19, recht effektiv. Das weisen Forschungsarbeiten der Ben-Gurion-Universität im südlichen Israel aus. Die Wissenschaftler, die die Moleküle identifiziert haben – Prof. Raz Jelinek und die Studentin Orit Malka, haben in einer Folgestudie beobachtet, dass die isolierten Moleküle unter verschiedenen pathologischen Bedingungen und Krankheitsmodellen starke entzündungshemmende Eigenschaften zeigten. Die Moleküle beseitigten nicht nur den Zytokinsturm, sondern stellten auch das Gleichgewicht des Immunsystems wieder her, eine außergewöhnliche Leistung, die auf ein signifikantes therapeutisches Potenzial hinweist.

„Die Herstellung eines guten Joghurts kommt einer richtigen Kinderpflege gleich, so empfindlich ist dieser Prozess.“ Das behauptet Dipl.-Ing. Maria Stefanowa-Kondratenko, die das nationale Labor des ehemaligen staatlichen Unternehmens „Mletschna Promischlenost“ (zu Deutsch „Milchindustrie“) geschaffen hat und leitet. In einem Interview für Radio Bulgarien, das Sie hier nachlesen können, erläutert sie den Unterschied zwischen dem originalen bulgarischen Joghurt und den anderen in der Welt verbreiteten Sauermilchprodukten.

Der bulgarische Joghurt wird nicht nur in Bulgarien hoch geschätzt. In den Jahren vor der Corona-Pandemie kamen Liebhaber dieser schmackhaften und gleichzeitig gesunden Speise aus der ganzen Welt hierher, um das Joghurt-Fest mitzuerleben, das in der westbulgarischen Stadt Tran alljährlich veranstaltet wurde. Der Ort ist nicht zufällig gewählt worden. Aus dem nahen Dorf Studen Iswor stammt der bulgarische Natur- und Medizinwissenschaftler Stamen Grigorow, der 1905 ein damals unbekanntes Bakterium aus dem hiesigen Joghurt isolierte, das er für die Fermentation der Milch verantwortlich machte und das später „Lactobacillus bulgaricus“ genannt wurde. Darüber erzählt einer unserer Archivbeiträge, den Sie hier finden können.

Redaktion: Elena Karkalanowa

Übersetzung: Wladimir Wladimirow

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