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Blickpunkt Balkan

Kroatien eröffnet Pelješac-Brücke

Kroatien hat die Pelješac-Brücke eingeweiht, die die südliche Halbinsel mit dem Rest des Landes verbindet, berichtet hina.hr. Die Anlage hat 525 Millionen Euro kostet. 2017 waren 265 Millionen Euro veranschlagt. Das ist das größte Infrastrukturprojekt Kroatiens, das von der EU mit 357 Millionen Euro mitfinanziert wird.

Die Brücke wurde von der China Road and Bridge Corporation gebaut. Der Meeresteil ist 2.400 m lang. Die Pelesac-Brücke umgeht die Verbindung Bosnien und Herzegowinas zur Adria bei Neum. 1699 hatte die Republik Dubrovnik Neum an das Osmanische Reich abgegeben, um sich von den Besitzungen Venedigs zu trennen. Diese 9 km zerstückeln auch heute noch die kroatische Küste.

Rumänien verwirft Spekulationen über territoriale Ansprüche an Ukraine 


Das rumänische Außenministerium hats die Spekulationen des stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrates Russlands, Dmitri Medwedew, entschieden zurückgewiesen. Er veröffentlichte „eine Karte, die auf fantastische Weise ukrainische Territorien Rumänien und anderen Ländern zuweist“, berichtet Agerpres.

„Eine solche Haltung gehört zu den Instrumenten der Propaganda und Desinformation, die von der Russischen Föderation seit langem eingesetzt und nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine intensiviert wurden. Sie zielen darauf ab, die Grenzen einiger Länder willkürlich neu zu ziehen und

damit die Verletzung des Völkerrechts zu fördern. Sie stellen nichts anderes als völlig gescheiterte Versuche dar, ihr eigenes Verhalten der Missachtung der regelbasierten internationalen Ordnung zu rechtfertigen“, betont das rumänische Außenministerium.

Kosovo bereitet sich darauf vor, EU-Beitrittskandidat zu werden


Bis Ende des Jahres will Kosovo den offiziellen Status als Kandidatenland für die EU-Mitgliedschaft beantragen, kündigte die Außenministerin des Landes, Donika Gervala, an, berichtete die Informationsseite Exit. Obwohl von den vier Ländern der Gemeinschaft nicht offiziell anerkannt, hat Pristina bereits den Hauptteil des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der EU umgesetzt, um „die Region zu stabilisieren und eine Freihandelszone zu schaffen“, sagte Gervala. Zu den Vereinbarungen gehört die Ausgabe von Ersatz-Kosovo-Personalausweisen und Autonummern für alle Serben ab dem 1. August. Auf derselben Pressekonferenz kommentierte Gervala auch die Kandidatur des Kosovo für die Mitgliedschaft im Europarat und fügte hinzu, dass das ein erfolgreicher und schneller Prozess erwartet werde. Das Kosovo hat seinen Antrag auf Mitgliedschaft im Europarat im Mai 2022 eingereicht.

Cramb-Larven vernichten Felder in Griechenland, Türkei und Bulgarien


Die Türkei und Griechenland haben vor Schäden bei mehr als 15 % der Sonnenblumenkulturen gewarnt. Der Schädling hat große Gebiete auf beiden Seiten des Mariza-Flusses nahe der Grenze zu Bulgarien befallen. Abgeordnete der griechischen Opposition haben die Ausrufung des Ausnahmezustands gefordert. Türkische Experten warnen vor möglichen Auswirkungen des Problems auf den Preis von Sonnenblumenöl. Der Wiesen-Schmetterling hat

25.300 Hektar oder 1/3 der Sonnenblumen in der bulgarischen Dobrudscha befallen, berichtet das Landwirtschaftsinstitut Dobrudscha.

Die Larven der Crambidae, von manchen Autoren auch Rüsselzünsler genannt, hat im griechischen Bezirk Evros und in anderen Gebieten große Flächen mit Sonnenblumen, Luzerne und anderen Feldkulturen zerstört. In der Türkei sind 400.000 Hektar bei Edirne, Kirklareli und Tekirdag betroffen. Gegen den Schädling werden Insektizide gesprüht.

Verbessertes System für Geschwindigkeitsüberwachung auf serbischen Autobahnen in Betrieb genommen


Ein verbessertes System zur Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit auf allen Autobahnen wurde am 29. Juli in Serbien in Betrieb genommen, informierte die Verkehrspolizei, die von der Nachrichtenagentur BETA zitiert wurde. Neben der Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 50 Abschnitten überwacht das System, ob Fahrer und Beifahrer angeschnallt sind und ob der Fahrer unerlaubterweise ein Mobiltelefon benutzt. Das Beobachtungssystem soll die Verkehrssicherheit erhöhen. In den letzten 5 Jahren sind durchschnittlich 40 Menschen pro Jahr bei Unfällen auf Autobahnen gestorben. Parallel dazu wird die Geschwindigkeitskontrolle mit Polizeiradaren fortgesetzt.

Seit 2018 wird in Serbien die Geschwindigkeit des Verkehrs auf den Autobahnen überwacht und Bußgelder verhängt. Die zulässige Geschwindigkeit beträgt bis zu 120 km/h. Beispielsweise muss der Abschnitt von Belgrad nach Nis in nicht weniger als einer Stunde und 58 Minuten zurückgelegt werden.

Redaktion: Iwo Iwanow

Übersetzung: Georgetta Janewa

Foto: ЕPА/BGNES, agerpres.ro, nsuzivo.rs, archiv

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