Gabrowo glänzt mit neuem multimedialem Industriemuseum

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Foto: www.gocenter.bg

Die berühmte bulgarische Stadt Gabrowo hat neuerdings eine neue touristische Sehenswürdigkeit. Das als Stadt des Humors und der Satire bekannte Gabrowo besitzt ein interaktives Museum der Industrie nach einem Projekt für das kultur-historische Erbe und den Fremdenverkehr. Das virtuelle Museum baut die Animation durch einen umfangreichen Komplex von Videos, Softwareprodukten, virtuellen Führern und Dekors auf.

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Die Besucher können im vierstöckigen Gebäude des Museums die verschiedenen Formen der Industrie und des Handwerks kennen lernen, die in der Vergangenheit der Stadt Gabrowo zum Ruhm eines „bulgarischen Manchester“ verhalfen. Die Besucher erfahren mehr über die Traditionen der Bewohner von Gabrowo in den verschiedenen Handwerken wie Lederproduktion, Weberei, Töpferhandwerk, Schmiedekunst, Tischlerei, Schnurmacherhandwerk und Messerherstellung. Die Exposition ist zeitlich in drei Teile gegliedert – von der Industrialisierung des Landes Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1944, die Zeit des Sozialismus in Bulgarien – 1944-1989 und die Gegenwart – nach 1989.

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Die meisten Besucher sind bei den sog. interaktiven Attraktionen anzutreffen. Man kann dabei genau sehen, wie das Dynamit funktioniert und eine Wand des Gebäudes „sprengen“. Andere lassen sich photographieren und werden dadurch zu Helden in Filmen, die die populärsten Gabrowoer Anekdoten darstellen. Aus diesen Filmchen ist ersichtlich, warum der Reigentanz in der Stadt mit  Baudenschuhen getanzt wird und man den Katzen in Gabrowo die Schwänze abschneidet. Die großen Wände des Museums sind mit Tuchscreens bedeckt und die Besucher können selbst die Bilder wechseln, während der virtueller Stadtführer die ganze Zeit Interessantes aus der Geschichte der Stadt berichtet.

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Das virtuelle Museum ist ein Projekt der Gemeindeverwaltung und wurde mit 3,1 Millionen Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom bulgarischen Staatshaushalt finanziert. Das Gebäude des neuen Museums selbst wurde im 19. Jahrhundert gebaut und grundlegend instandgesetzt und erneuert.

Übersetzung: Vladimir Daskalov

Fotos: www.gocenter.bg