Bulgarische Gemeinschaft in Antwerpen sammelt Spenden für Kinder in Gabrowo

Unterstützung beim Transport der Hilfsgüter benötigt

Dienstag, 2 Dezember 2025, 16:20

Bulgarische Gemeinschaft in Antwerpen sammelt Spenden für Kinder in Gabrowo

FOTO Maria Dobrikowa, Polina Dobrikowa

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Zum ersten Mal organisiert die bulgarische Gemeinschaft in Antwerpen eine weihnachtliche Wohltätigkeitskampagne, bei der Kleidung, Schuhe, Kinderbücher, Lernspiele, Süßigkeiten und Weihnachtsschmuck gesammelt werden. Die Spenden sollen Kindern mit Behinderungen in zwei Zentren in Gabrowo zugutekommen. Initiatoren dieser Aktion sind die Bulgarische Sonntagsschule, der Verein „Izvor“ sowie die Bulgarische kirchliche Mission „Hl. Slata Maglenska“ in Antwerpen. Die Kampagne läuft bis zum 7. Dezember, anschließend werden die Spenden nach Bulgarien transportiert, damit die Kinder in Gabrowo ihre Weihnachtsgeschenke erhalten. 

Die Idee entstand spontan: Anfang November schlug Pawlina Nikolowa, Mutter zweier Kinder, die die bulgarische Sonntagsschule in Antwerpen besuchen, der Schulleiterin Polina Dobrikowa vor, Weihnachtsgeschenke für Kinder mit Behinderungen in Gabrowo zu sammeln. 

„Zu Weihnachten öffnen die Menschen ihre Herzen für gute Taten“, sagt Pawlina Nikolowa. „Ich habe viele Freunde und Bekannte und wollte die Idee mit ihnen teilen. In der Sonntagsschule erzählte ich davon unserer Direktorin Polina Dobrikowa, die sofort begeistert war. Die Menschen reagierten sehr schnell. Innerhalb kurzer Zeit wurden viele Dinge gespendet – Kleidung, Schuhe, Süßigkeiten, Spielsachen. Der Hauptsammelpunkt ist unsere Sonntagsschule. Bis zum 7. Dezember kann jeder etwas spenden, selbst eine kleine Geste, damit wir den Kindern die Weihnachtsfeiertage verschönern können“, erklärt sie. 

Die Aktion verbreitete sich rasch innerhalb der bulgarischen Gemeinschaft in Antwerpen. Innerhalb von zwei Wochen wurden rund 20 Kartons mit Geschenken gesammelt. Der Enthusiasmus sei groß, bestätigt Schulleiterin Polina Dobrikowa: 

FOTO Maria Dobrikowa, Polina Dobrikowa

„Viele Menschen machen mit, auch solche, die bisher nicht Teil unserer Gemeinschaft waren. Sie kommen mit einem Lächeln und dem Wunsch, die Kinder in Gabrowo zu erfreuen. Es werden vor allem Kleidung für Kinder und Jugendliche, Spielsachen, haltbare Lebensmittel und Weihnachtsschmuck gespendet. Das große Echo auf die Kampagne war für uns sehr inspirierend. Solche Initiativen zeigen, dass die Bulgaren ein großes Herz haben und sehr mitfühlend sind – solche Anliegen vereinen die Menschen.“ 

Die Spenden werden nach dem 7. Dezember nach Gabrowo transportiert. Dort gehen die Geschenke an Kinder im Zentrum für spezialisierte pädagogische Unterstützung sowie an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die in einem familienähnlichen Betreuungszentrum leben. Wie gerade diese beiden Einrichtungen ausgewählt wurden, erläutert Maria Dobrikowa, Sekretärin des Kirchenvorstands der Bulgarischen orthodoxen Mission „Hl. Slata Maglenska“:

FOTO Maria Dobrikowa, Polina Dobrikowa

„Wir haben Gabrowo gewählt, weil die Initiatorin, Pawlina Nikolowa, die Leiterin des Zentrums für spezialisierte pädagogische Unterstützung kennt, und sie hat uns an das zweite Zentrum weiterverwiesen. Im ersten Zentrum lernen 36 Schülerinnen und Schüler mit speziellen Bedürfnissen von der 1. bis zur 12. Klasse. Sie haben unterschiedliche Krankheiten, körperliche wie geistige. Es arbeiten dort Pädagogen, Logopäden, Psychologen; für jedes Kind gibt es einen individuellen Plan. Das zweite Zentrum, geleitet von Daniela Nentschewa, hat 28 Plätze. An zwei Standorten leben je 14 Kinder, die eine 24-Stunden-Betreuung benötigen. Da auch ich aus Gabrowo stamme, habe ich die Idee sofort unterstützt.“ 

Da viele Bulgaren in Antwerpen großzügig spenden, stehen die Organisatoren nun vor einem logistischen Problem: Wie kann der Transport des umfangreichen Spendenpakets nach Gabrowo sichergestellt werden?  

FOTO Maria Dobrikowa, Polina Dobrikowa

„Wir suchen noch nach günstigeren Transportmöglichkeiten. Es ist nicht einfach, alles nach Bulgarien zu bringen, aber mit Gottes Hilfe und unseren guten Absichten bin ich sicher, dass wir diese Initiative erfolgreich abschließen werden“, sagt Maria Dobrikowa abschließend.  

Übersetzung: Lyubomir Kolarov