Neue Aufnahme des Pianisten Iwan Janakow mit britischem Spitzenorchester

Freitag, 6 Februar 2026, 16:04

Neue Aufnahme des Pianisten Iwan Janakow mit britischem Spitzenorchester

FOTO ndk.bg

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Anfang Juli 2024 wurde bekannt, dass zwei herausragende bulgarische Musiker eine Aufnahmepartnerschaft mit dem renommierten Londoner Symphonieorchester realisiert haben: Der international erfolgreiche Pianist Iwan Janakow nahm unter der Leitung des namhaften Dirigenten Najden Todorow das Dritte Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow auf. Die neue CD erscheint offiziell am 27. Februar auf dem Weltmarkt. In Bulgarien wird sie bereits drei Wochen früher erhältlich sein und am 8. Februar im Saal „Bulgaria“ beim ersten Konzert des Bildungsprojekts der Sofioter Philharmonie „Fortissimo Akademia“ vorgestellt. 

Speziell für das Publikum des Bulgarischen Nationalen Rundfunks erklärte Iwan Janakow, dessen besondere Affinität zum Werk Rachmaninows bekannt ist, dass er einige Kompositionen des russischen Komponisten bereits seit seinem 13. Lebensjahr spielt und sich seit seiner Kindheit zu dieser Musik hingezogen fühlt. Die Idee, gerade das Dritte Konzert aufzunehmen, stammte vom Produzenten Milo Borissow: 

FOTO Facebook/Ivan Yanakov

„Ich war auf dem Flughafen in Rom und flog nach Asien. Wir sprachen miteinander, weil gerade unser vorheriges Album erschien – ebenfalls ein gemeinsames Projekt mit Werken von Rachmaninow, Haydn und César Franck. Er sagte: ‚Iwan, warum denkst du nicht an etwas Größeres? Zum Beispiel Rachmaninow aufzunehmen – vielleicht mit dem Londoner Symphonieorchester?‘ Ich antwortete: Natürlich, aber ich hätte es nicht einmal gewagt, von so etwas zu träumen. So entstand dieses Projekt.“ 

Janakow sprach mit großer Begeisterung über die Aufnahmesessions in der britischen Hauptstadt: 

FOTO Facebook/Ivan Yanakov

„Für mich ist das ein einzigartiges Orchester! Mehrmals habe ich mich während der Aufnahme dabei ertappt, dass ich fast aufgehört hätte zu spielen, nur um zuzuhören, wie wunderschön sie musizieren. Sowohl die Blechbläser – denn die nördlichen Nationen haben eine sehr starke Schule in diesem Bereich – als auch die Streicher! Ihr Professionalismus ist enorm, denn wir gingen ohne Proben in die Session. Maestro Todorow hob den Taktstock, und wir legten los, ohne eine einzige Probe, nicht einmal einen Balance-Test.“ 

Neben der ersten Begegnung mit dem Londoner Symphonieorchester ist die Rachmaninow-Aufnahme auch Janakows erste Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Najden Todorow, dem er für dessen Entgegenkommen sehr dankbar ist. 

FOTO palmsmusic.bg

Am 8. Februar wird Janakow seine neue CD mit der Sofioter Philharmonie unter der Leitung von Slawil Dimitrow im Rahmen des Bildungsprogramms „Fortissimo Akademia“ präsentieren. Bildungs­konzerte hält der Pianist für besonders wichtig: 

„Sehr oft zögern Menschen, die sich für Kultur interessieren, klassische Konzerte zu besuchen, weil sie glauben, diese Musik nicht zu verstehen. Ziel ist es zu zeigen, dass Musik nicht zwingend verstanden werden muss. Man kann sie mit ein paar Worten erklären, aber meist ist sie entweder schön – oder nicht, entweder sie berührt dich – oder nicht. Dieses Projekt will Musik für die Menschen zugänglicher machen und ihnen helfen, sie besser zu erleben.“ 

Der Pianist war bereits mehrfach an Bildungsprogrammen außerhalb Bulgariens beteiligt. Er berichtet, dass er selbst bei seinen eigenen Rezitalen, wenn er weniger bekannte Werke spielt, stets einige Minuten für Erläuterungen einplant. „Auch bei populären Stücken ist es gut, wenn das Publikum weiß, was geschieht – thematisches Material, interessante Harmonien oder die Handlung…“, fügt er hinzu. 

FOTO „Fortissimo Akademia“

Nach dem Konzert mit der Sofioter Philharmonie stehen für ihn ein Meisterkurs und ein Rezital an einem College in der Nähe von Oxford an. Es folgt eine kleine Tournee mit Präsentationen des neuen Albums in Mailand, Paris und London, nach dem Sommer auch in Kanada, Australien und im Fernen Osten. Sein nächster Auftritt auf bulgarischer Bühne ist für Oktober geplant, wenn er drei Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach spielen und dirigieren wird – als Teil eines Gesamtzyklus, der im November 2025 mit dem Bulgarischen Kammerorchester in Dobritsch begonnen hatte. 

Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov 

Gestaltet von Lyubomir Kolarov