Covid-19 in Bulgarien: Tag 270

Nationaler Pandemieplan ausgearbeitet

Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelow, der Leiter des Nationalen Krisenstabs zur Coronavirus-Prävention und Bekämpfung Prof. Wentzislaw Mutaftschijski und Hauptgesundheitsinspektor Dozent Angel Kuntschew stellten auf einer Pressekonferenz den Nationalen Plan Bulgariens für die Reaktion bei Pandemien vor, der auf der heutigen Regierungssitzung gebilligt wurde.

„Der Plan ist allgemein verfasst und wird für Pandemien aller Art gültig sein. Er zeigt grundlegende Richtungen zur Eindämmung einer Seuche, Beschaffung von Impfstoffen und einem normalen Funktieren des Staates auf. Enthalten sind auch die Appelle, die in solchen Fällen an die Bevölkerung gerichtet werden“, informierte Dozent Kuntschew.

Der Gesundheitsminister bestätigte, dass die Impfstoffe, die Bulgarien erhalten werde, die gleichen wie in den anderen EU-Mitgliedsländern sein werden. Die Corona-Impfung sei freiwillig und kostenlos.

Bis Donnerstag dieser Woche soll ein entsprechender nationaler Impfplan aufgestellt werden, der auf der nächsten Regierungssitzung besprochen und gebilligt werden soll.

Die ersten Impfstoffe werden Ende dieses oder zu Beginn kommenden Jahres eintreffen, wurde auf der Pressekonferenz bekannt. Bis Ende der Woche werden die 4 Kühlschränke für die Aufbewahrung der ersten Lieferung des Impfstoffes von „Pfizer“ angeschafft. Als Leiter des Nationalen Impfplans wurde der Generaldirektor des Bulgarischen Roten Kreuzes, Prof. Krassimir Gigow, bestimmt.

Corona: Erneut fast 40 Prozent Neuinfektionen

In den vergangenen 24 Stunden wurden nach 9.056 durchgeführten PCR-Tests 3.475 neue Covid-19-Fälle registriert, die 38,37 Prozent der Tests ausmachen, weisen die Angaben des Nationalen Informationsportals über die Verbreitung der Corona-Seuche aus.

Die meisten Neuinfektionen sind in Sofia Stadt (722), Plowdiw (355) und Burgas (318) diagnostiziert worden.

Im Verlauf des vergangenen Tages sind 153 Patienten an den Folgen der Erkrankung gestorben; 2.435 Patienten konnten als genesen entlassen werden.

6.635 Patienten werden stationär behandelt, 493 davon auf Intensivstationen.

Die Zahl der aktiven Fälle beläuft sich auf 91.587.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich insgesamt 6.236 Mediziner mit Covid-19 infiziert, 208 in den vergangenen 24 Stunden.

300.000 Dosen niedermolekulares Heparin für Bulgarien

Heute werden 300.000 Dosen niedermolekularen Heparins für die Behandlung von Corona-Patienten in Bulgarien eintreffen. Auf der jüngsten Regierungssitzung informierte Ministerpräsident Bojko Borissow, dass zureichende Mengen an Remdesivir – ein weiteres Mittel gegen Covid-19, vorhanden seien. Er habe angeordnet, dass die Bestände an Medikamenten gegen das Coronavirus täglich kontrolliert werden sollen, übermittelten BNR-Reporter.

Laut Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelow wurde die Möglichkeit geschaffen, Heparin mit niedrigem Molekulargewicht rund um die Uhr zu liefern. Es liegen keine Berichte über Arzneimittelknappheit bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten oder anderen Patienten vor. 300.000 Dosen Heparin wurden gesichert und werden landesweit angewendet. In wenigen Tagen werden die Krankenhausapotheken damit beliefert.

In Sofia und auf dem Land gäbe es keine Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Blutplasma. Monatlich werden über 800 Proben entnommen, betonte Minister Angelow.

411 Millionen Euro Aufbauhilfe für Bulgarien zur Bewältigung der Pandemie

Im kommenden Jahr wird Bulgarien über 411 Millionen Euro aus der Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas (REACT-EU) verfügen, um die Folgen der Pandemie zu bewältigen. Dies gab der stellvertretende Ministerpräsident Tomislaw Dontschew auf der heutigen Regierungssitzung bekannt, informiert die BTA. Mit diesem Geld sollen Maßnahmen zur Unterstützung von Investitionen in Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen, kleine und mittlere Unternehmen, Beschäftigungsprogramme und Selbstständige finanziert werden.

Hotels verzeichnen Umsatzrückgang von 80 Prozent

Die Hotels in Bulgarien verzeichnen 2020 einen Umsatzrückgang von 80 Prozent. Das gab in einem Interview für den Sender bTV Borislaw Hadschiew vom bulgarischen Hotel- und Restaurantverband bekannt. Ihm zufolge hat das Hotelgeschäft bisher keine wirkliche Hilfe vom Staat gespürt. Zwar werde die Maßnahme „60:40“ genutzt, aber laut Hadschiew ziele sie darauf ab, die Menschen an ihrem Arbeitsplatz zu halten und nicht das Geschäft zu unterstützen. Er erklärte, dass die Hotels formell nicht geschlossen sind, aber das Geschäft wegen der Epidemie-Maßnahmen stillsteht. Zwischen 30 und 50 Prozent des Einkommens stamme aus zusätzlichen Dienstleistungen wie Restaurants, Konferenzräume usw., die derzeit nicht arbeiten dürfen.

Zusätzliche Mittel zur Förderung des Wintertourismus bereitgestellt

Die Regierung hat eine Aufstockung des Budgets des Tourismusministeriums um 1,245 Millionen Euro genehmigt, berichtet die BTA. Das Geld ist für eine massive Werbekampagne zur Förderung des Wintertourismus in Bulgarien bestimmt - sowohl im Inland als auch in den Zielmärkten im Ausland. Die Werbekampagne ist einer der vielen Schritte des Tourismusministeriums, um die Wintersaison zu retten und die bulgarische Tourismusbranche zu stabilisieren, die zu den am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffenen zählt.

Die internationale Werbekampagne richtet sich hauptsächlich an Bürger Rumäniens, Griechenlands, der Türkei, Serbiens und Nordmazedoniens, da sie unser Land mit dem Auto besuchen können.

Bulgarien bekundet Interesse an den drei Covid-19-Impfstofftypen

Bulgarien hat sich den Verträgen mit AstraZeneca und Sanofi über einen Impfstoff gegen Covid-19 angeschlossen. Das erklärte Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelow gegenüber dem parlamentarischen Gesundheitsausschuss. Der Ausschuss hat einen Entscheidungsentwurf über die Teilnahme Bulgariens an den von der Europäischen Kommission mit AstraZeneca, Sanofi, Pfizer Inc und BioNTech Manufacturing geschlossenen vorläufigen Vereinbarungen über den Kauf von Impfstoffen gebilligt. Die Europäische Kommission hat Bulgarien gebeten, sich grundsätzlich auch mit dem Impfstoff von „Janssen Pharmaceutica NV“ zu engagieren, erklärte Angelow. Die EU verhandelt mit 7 Unternehmen. Wir haben vorgeschlagen, dass Bulgarien eine Teilnahme an allen Impfstoffarten erklärt, fügte Minister Angelow hinzu.


Weitere wichtige Informationen zu Covid-19 in bulgarischer Sprache und in 9 Fremdsprachen finden auf der Internetseite von Radio Bulgarien in unserer Spezialrubrik COVID-19.


Zusammengestellt: Darina Grigorowa und Nachrichtenteam

Übersetzung: Wladimir Wladimirow, Georgetta Janewa, Rossiza Radulowa

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