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Alex Penda nun auch in der Rolle der Tosca

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Снимка: Privatarchiv

Es ist für keinen Opernkenner ein Geheimnis, dass die bulgarische Sopranistin Alexandrina Pendatchanska (seit einigen Jahren als Alex Penda bekannt) jede Inszenierung in ein Ereignis verwandelt. Erinnert sei nur an ihr grandioses Konzert vor fünf Jahren, mit dem sie 25 Jahre Bühnentätigkeit feierte. Nicht anders ist es mit der langerwarteten Premiere von Puccinis Oper Tosca, in der sie die Titelpartie singt. Die ersten zwei Vorstellungen am 8. und 10. Dezember fanden vor einem überfüllten Saal statt. Wegen des überaus großen Interesses wurde für den Mittwoch dieser Woche eine weitere Vorstellung eingeschoben. Das Orchester dirigiert Grigor Palikarow, Regie führt Plamen Kartalow. In den ersten zwei Vorstellungen erlebte das Publikum in der Rolle des Cavardossi den Tenor Kamen Tschanew. Morgen wird in diese Rolle Martin Iliew schlüpfen.

Alex Penda lebt seit Jahren in Frankreich, doch sie verbringt verhältnismäßig wenig Zeit dort, weil sie ständig Auslandsverpflichtungen nachkommen muss. Und dennoch betont sie stets, dass ihr die Familie sehr wichtig ist. Bulgarien, konkret Sofia, sieht sie unbestritten als ihr „Zuhause“ an. Es ist der Ort ihrer schönsten Erinnerungen. Aus diesem Grund sang sie ihre erste Tosca auf der Sofioter Opernbühne.

Tosca ist eine der Partien, die mich bewogen, Opernsängerin zu werden“, gesteht die Sopranistin. „Ich habe mich jedoch erst jetzt in dieser Rolle dem Publikum präsentiert, weil ich sicher gehen wollte, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Er ist nun da. Meine Mutter (Valerie Popova) studierte die Tosca ein, als ich 13 oder 14 Jahre alt war. Diese Oper ist die zweite nach „Manon Lescaut“, die mein Schicksal vorausbestimmt hat. Mir gefällt die Musik dieser beiden Werke ausgesprochen sehr! Tosca hat mich größtenteils davon überzeugt, dass für mich kein anderer Weg in Frage kommt. Die meiner Meinung nach vollkommenste Interpretation der Tosca stammt von Maria Callas. Bisher hat sie keine Sängerin überbieten können. Darin besteht auch das Problem – eine Interpretation zu finden, die einerseits nicht dem Idealbild widerspricht und andererseits nicht als Nachahmung empfunden wird. Die schwierigste Aufgabe war in meinen Augen, mir die Rolle zu verinnerlichen, so dass sie ein Teil von mir wird.




Die Idee für die Inszenierung hatte Michail Angelow, der in diesem Sommer leider von uns gegangen ist“, setzt Alex Penda fort. „Er sprach darüber im Februar mit mir. Ich sagte ihm, dass ich im November eine Lücke habe und er schlug die Tosca vor, wie auch, darüber mit dem Opernintendanten Plamen Kartalow zu sprechen. Ich hatte mir gewünscht, die Oper mit Michail Angelow einzustudieren, mit dem bereits meine Mutter an diesem Werk zusammengearbeitet hatte. Doch als es soweit war, war er schon nicht mehr unter uns. Dabei hatte ich oft seinen Rat nötig; ich stellte mir vor, was er mir wohl gesagt hätte…

Die morgige Aufführung fällt mit dem Ignatius-Tag zusammen, der zu den wichtigen Volksfesten im Jahr gehört. An diesem Tag wird traditionell über die Zukunft orakelt.

Es ist schön, dass die dritte Aufführung auf den Ignatius-Tag fällt. Mein Mann und ich scherzten, dass ich das ganze nächste Jahr über die Tosca singen werde“, erzählt erheitert die Sängerin. „Ich denke, dass ich tatsächlich demnächst diese Oper verstärkt singen werde… Ich freue mich, dass ich in Bulgarien bin und Weihnachten mit meiner Familie zu Hause verbringen werde. Es ist schwierig, immer ein guter Mensch zu sein – daher wünsche ich meinen Nächsten, mir und allen Menschen viel Liebe und Licht. Wir sollten täglich darum kämpfen…

Ob Alex Penda tatsächlich das nächste Jahr über vor allem in der Rolle der Tosca zu hören sein wird, ist ungewiss. Unter ihren nächsten Engagements ist die Partie der Santuzza in „Cavalleria rusticana“ in einer Konzertaufführung in Brüssel anlässlich 30 Jahre Bühnentätigkeit und die Partie der Elisabeth in „Don Carlos“ – die Rolle mit der sie ihre Karriere begann.

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

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