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Bulgarische IT-Industrie erobert die Weltmärkte trotz Krise

Foto: Архив
Die Herstellung von neuen Softwareprodukten ist eine der wichtigsten Treibkräfte der Entwicklung der Weltwirtschaft. Der schnelle Fortschritt der modernen Technologien ist ein Teil des Lebens geworden und ist keine Sensation mehr. In den letzten Jahren haben viele bulgarische IT-Spezialisten ihre Ausbildung in unserem Land abgeschlossen und sind auch in Zeiten der Wirtschaftskrise weltweit erfolgreich.

Sogar in schlechten Konjunkturzeiten boomt die Softwarebranche in Bulgarien. Das kann man aus den Ergebnissen einer Studie „Barometer der IT-Industrie“ entnehmen. Die Studie wird zum dritten Mal in unserem Land im Auftrag der Assoziation der bulgarischen Softwareunternehmen BASCOM durchgeführt. Sie repräsentiert die Statistik über die Entwicklung der bulgarischen Softwareindustrie im Jahre 2010 und stellt Prognosen für das laufende Jahr auf. Daran beteiligten sich 38 Unternehmen - Mitglieder von BASCOM und der Bulgarischen Web Assoziation. Die Daten zeigen, dass die Durchschnittsverkäufe eines Unternehmens von ca. 2,2 Millionen Euro im Jahr 2008 trotz Krise auf etwa 2,5 Millionen Euro im Jahr 2010 gewachsen sind.

„Das bedeutet etwa 8 Prozent Zuwachs in den letzten drei Jahren“, erklärt Georgi Sahariew von BASCOM. „In Anbetracht der schlechten Konjunktur der letzten zwei Jahre ist das für uns ein Erfolg. Ähnlich steht es auch beim Gewinn. Die Raten bewegen sich bei ca. 10 Prozent der Verkäufe, was an sich zufriedenstellend ist. Die Statistik zeigt, dass der Binnen- und Auslandsverkauf etwa gleich sind. Das ist auch eine gute Nachricht, weil es dafür spricht, dass unsere Industrie gut entwickelt und ausgewogen ist. Sie hängt nicht von einem bestimmten Markt oder von einer Marktnische ab. Es zeigt auch, dass der Zuwachs sowohl der Binnen- als auch der Außenmarkt betrifft. Bei den Exportländern gibt es auch keine Überraschungen – etwa zwei Drittel der Produktion geht an Europa, ein Drittel nach Nordamerika, vor allem in die USA – dort ist ein Wachstum zu verzeichnen, aber der Export bleibt stabil. Der Rest des Weltmarktes – Afrika, Südamerika etc. ist für unsere Produktion kaum relevant“.

Die Zahl der beschäftigten Computerprogrammirer wächst ebenfalls. Von etwa 6.000 im 2007 sind es im 2009 schon fast 8.000. Die Daten zeigen, dass auch die Gehälter in der Branche steigen. Die allgemeine Erhöhung in den letzten zwei Jahren ist 8 Prozent. Im letzten Jahr war ein Durchschnittslohn in der IT-Branche in Bulgarien etwa 1000-1500 Euro im Monat. Die Prognose der Studie zeigt, dass die Tendenz für die kommenden Jahre steigend ist. Die Vertreter der Branchenassoziation sind aber der Meinung, dass es immer schwieriger wird, Fachleute zu finden. Sie glauben, dass eine grundlegende Bildungsreform auf diesem Gebiet nötig ist. Viele Unternehmen behaupten, dass sie ihren Umsatz um 50 Prozent erhöhen werden, wenn sie die richtigen Leute finden können.

Übersetzung: Milkana Dehler

Fotocollage: Wergil Mitew

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