Die Fußball-Landesmeisterschaft 2013/14, die erstmals nach einem neuen Modus ausgetragen wurde, ist nunmehr Geschichte. Die 14 Mannschaften der Meistergruppe absolvierten in der Hin- und Rückrunde die Rekordzahl von je 38 Spielen.
Die diesjährige Landesliga, die höchste Spielklasse im Fußball, hierzulande A-Gruppe genannt, offenbarte die Fortsetzung der Ära Ludogorets. Die Mannschaft aus Razgrad ist nunmehr dreifacher bulgarischer Landesmeister. Den ersten Meistertitel erspielte das Team bei seinem Debüt in der A-Gruppe vor drei Jahren. Auch gewannen sie zweimal den Landespokal. Nicht zu vergessen die fantastische Leistung der Kicker in den europäischen Turnieren der Vereinsmannschaften dieser Saison. Dort erreichte das Team aus Razgrad mit seinem Gruppensieg das beste Ergebnis einer bulgarischen Vereinsmannschaft in der Gruppenphase der UEFA Europa League. Im 1/16-Finale gab Ludogorets Lazio Rom das Nachsehen, im Achtelfinale zeigte die bulgarische Vereinsmannschaft ein achtbares Spiel gegen den FC Valencia.
Die Silbermedaillen gingen verdient an den FC ZSKA Sofia. Für Chefcoach Stojtscho Mladenow ist dieser zweite Platz wertvoller als die vielen Medaillen der Vereinsmannschaft aus der Vergangenheit. Wir schließen unser dieser Meinung an, denn bis zum Auftakt der Spielsaison war noch nicht einmal sicher, ob der Verein die Lizenz bekommt. Aufgrund leerer Kassen wurde die Klubmannschaft buchstäblich in letzte Minute zusammengestellt. Die Kicker zeigten Teamgeist und gewannen so verdient die Silbermedaille. Dabei leistete ausgerechnet der Erzrivale Lewski Sofia ungewollt Schützenhilfe.
Bronze ging an den FC Litex Lowetsch, die Vereinsmannschaft mit dem größten Beitrag zur Nationalmannschaft Bulgariens. Am letzten Spieltag musste Litex vor eigenem Publikum gegen den FC Lewski antreten, der zwar sein 100. Gründungjubiläum begeht, jedoch sonst nichts zu feiern hat. Dennoch verlor der FC Litex dieses wichtige Spiel, verschoss dabei sogar einen Elfmeter.
Auf Platz 4 kam der FC Botev Plovdiv ein. In diesem Fall ist die Platzierung alles andere als undankbar, da sie in der kommenden Saison die Teilnahme an den europäischen Klubturnieren bedeutet. Fraglich bleibt jedoch das Verhalten der Plovdiver Fans. Nachdem sie bereits für eine Unterbrechung des Lokalderbys gegen Lokomotive Plovdiv gesorgt hatten, verwandelten sie beim Pokalfinale gegen Ludogorets in Burgas das Stadion in ein Schlachtfeld. Auch wurde das Spiel für eine halbe Stunde unterbrochen. Ein Verhalten, dass wohl noch ein Nachspiel seitens der UEFA haben dürfte.
Einer der beliebtesten bulgarischen Vereine - der FC Lewski Sofia begeht sein 100. Jubiläum mit einem enttäuschenden Abschneiden. Das einzige, wozu man dem Verein gratulieren kann, ist das Fairplay am letzten Spieltag gegen Litex. Mit Platz 5 reicht es erstmals seit 1990 nicht für die europäischen Klubturniere.
Die Top7 machen der FC Tscherno More Warna und Lokomotive Plovdiv komplett. Die diesjährigen Absteiger in die 2. Liga sind Tschernomoretz und Neftochemik aus Burgas, der FC Pirin (Gotze Deltschew) und Ljubimetz. Aufgrund der reduzierten Mannschaftszahl in der A-Gruppe steigen nur zwei Mannschaften in die höchste Spielklasse auf - und zwar Marek Dupnitza und Haskowo.
Übersetzung: Christine Christov
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