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Bulgarische Museen sollen innovativer und interaktiver werden

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Im Nationalen Kulturpalast in Sofia fand ein Runder Tisch zum Thema „Innovative Methoden für die Präsentation des kulturellen Erbes und Leitung der Museen in Bulgarien und den Ländern des Westbalkans“ statt. Das Gespräch gehörte zum Programm des bulgarischen EU-Ratsvorsitzes.

СнимкаWir leben in einer sehr dynamischen Zeit, in der es notwendig ist, mehr Publikum heranzuziehen und insbesondere die Kinder und die Jugendlichen an das kulturelle Erbe heranzuführen und auch Menschen mit Behinderungen Zugang zu verschaffen“, unterstreicht die stellvertretende Kulturministerin Amelia Geschewa. „Die Technologien sind eine große Hilfe, um diese Ziele zu erfüllen“, sagte die Ministerin in der Hoffnung, dass es auch künftig Ideen gibt, wie die Museumssammlungen auf eine moderne, zeitgemäße Art präsentiert werden können. Die bulgarischen Museen haben viel zu bieten, doch nicht alle Menschen haben die Möglichkeit, sie zu besuchen, sei es wegen der großen Entfernung oder auf Grund einer Behinderung.

Der erste Runde Tisch zum Thema „Beyond the treasure – moderne Leitung der Museen in Bulgarien“ fand im März statt. Am zweiten Treffen dieser Art beteiligten sich außer Vertreter bulgarischer Museen auch Gäste aus Albanien und Mazedonien.

Gordan Nikolov, Direktor des „Museum of Macedonia“ in Skopje stellte die Partnerschaft zwischen den staatlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen in seinem Land vor.

Der albanische Geschichtswissenschaftler und Direktor des „Site of Witness and Memory“ in Shkoder, Pjerin Mirdita, stellte die von ihm geleitete Galerie vor. Sie ist in einem Gebäude untergebracht, das während des Totalitarismus (1945 – 1989) als Untersuchungshaftanstalt genutzt wurde. Die Exposition zeigt die düstere Realität eines der repressivsten stalinistischen Regimes in Europa. Durch die neuen Technologien ist es möglich, immer mehr Besucher heranzuziehen, hauptsächlich Ausländer.

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Von bulgarischer Seite aus wurde das regionale Geschichtsmuseum in Schumen vorgestellt. Schwerpunkt dieses Museums sind die architektonischen Reservate in Pliska und Madara. Michael Warbanow erläuterte, wie die neuen Technologien den Besuchern ermöglichen, in eine 3D-Realität einzutauschen. Sie sehen sich inmitten der Gemäuer der antiken Stadt Pliska wieder, die im 8-9 Jh. als die erste Hauptstadt des bulgarischen Reichs ihre Blüte erlebte. In 3 D sind die wichtigsten Exponate aus den insgesamt 7 Sälen des Regionalen Geschichtsmuseums, sowie das berühmteste bulgarische Denkmal des Reiters von Madara und andere interessante Objekte in Madara zu sehen. Verschiedene Szenarien und 3 D-Simulationen ermöglichen dem Besucher eine interaktive Beteiligung und sogar ein Treffen mit einem Weissager aus der Antike. Ein Teil dieses Projekts soll in einem Online-Geschäft als Applikation angeboten werden, die von jedem beliebigen Punkt der Erde erworben werden kann.

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