Desi Andonova mit Debütalbum „Audio Book”

Foto: Privatarchiv

Desi Andonova gehört zu jenen Sängerinnen der Unterhaltungsbranche, die von der Bühne nicht wegzudenken sind. Sie ist ihren Fans vor allem mit ihren Auftritten mit den Gruppen Phuture Shock, Plastic Hi-Fi, Scam, Lava Lava und Sentimental Swingers bekannt. Ferner gehört sie zu den populären weiblichen DJs in Bulgarien. Doch erst jetzt hat sie die Zeit gefunden, ein eigenes Album zu produzieren. Desi hat es „Audio Book“ genannt und in ihm haben 10 Titel Aufnahme gefunden. Die offizielle Präsentation ist an diesem Samstag (30.11.) in einem der hauptstädtischen Klubs.

Ich habe an diesem Album recht lange gearbeitet“, verrät uns die Sängerin. „Es stellt für mich eine Art Reise dar. Um bis hierher zu kommen, musste ich vieles in meiner Arbeit umstellen. Für das Projekt habe ich den Kontrabassisten Georgi Andonow, den Schlagzeuger Wassil Wutew sowie Boschidar Wassilew (Posaune und Synthesizer) und Dimitar Gortschakow (Tasteninstrumente) eingeladen. Diese Musiker bilden den Kern des Albums. Wir machten uns vor zwei Jahren an die Arbeit, als wir auch das erste Konzert mit den Stücken von „Audio Book“ gaben. Wassil und Boschidar sind meine Musikproduzenten. Ihnen ist zu verdanken, dass das Album so homogen klingt. Die erste Single, die wir vergangenes Jahr produzierten, nennt sich „Misery“ und ist die einzige Komposition, die nicht von mir ist. Sie stammt von Saigo – ein Sänger und Produzent aus Los Angeles, mit dem ich eine Zeit lang zusammengearbeitet habe. Er hat mir diesen Titel geschenkt und so wurde er zur Pilotsingle des Albums. Das Stück klingt auch etwas anders, als die übrigen Titel, die von mir stammen. Das Mixen des Albums nahm einige Monate in Anspruch, ich hatte es aber nicht eilig, da ich auch keine Fristen einhalten musste. In der Zwischenzeit habe ich weitere drei Singles produziert.

Sondergäste von „Audio Book“ sind Petar Jotow (Gitarre), Roko Sachariew (Trompete) und Linda Mantschewa (Cello).

Ich bin überaus glücklich über das Album, weil ich mit ihm Fortschritte gemacht habe. In diesem Jahr hatte ich zusammen mit den anderen Musikern die Möglichkeit, das Album bereits vor seiner Premiere auf Festivals in Bulgarien, wie auch in Niš, Serbien, vorzustellen. Es kam sehr gut beim Publikum an und es war für uns ein unwahrscheinliches Erlebnis. Es freut mich auch, dass das Album für Jazz-Festivals geeignet ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir unseren Platz auf solchen Foren finden werden. Über die Musik kann ich guten Gewissens sagen: Das bin ich! All die Alben, an denen ich mich vorher beteiligt habe, weisen sehr viele Kompromisse auf. Jetzt habe ich zu mir selbst gefunden – die Musik klingt so, wie ich sie mir vorstelle. „Audio Book“ wird digital verbreitet. Ich würde es gern auch als Vinylplatte herausgeben und hoffe, dass ich es bis zum Frühling schaffen werde.

Christo Ratschew von „Sound Ninja Studios“ besorgte das Mixing des Albums; das Mastering übernahm Bruce Templeton von Microphonic Mastering.

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

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