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Bojko Borissow: „Nur durch Frieden können die Probleme im Nahen Osten gelöst werden“

Foto: BGNES

Im Rahmen nur eines Tages waren wir mit unseren geostrategischen Partnern, den USA, und mit unseren Nachbarn und haben uns zu Projekten verständigt, die Wohlstand bringen werden“, erklärte Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow gegenüber Journalisten nach seiner Rückkehr aus Istanbul, wo er sich an der Einweihungszeremonie von TurkStream beteiligte.

Heute ist ein wichtiger Tag für die bulgarisch-amerikanischen Beziehungen, ein strategischer Tag für die kommenden 10 Jahre und das in einer unruhigen Zeit”, betonte Borissow nach der ersten Tagung des Strategischen Dialogs Bulgarien-USA.

„An diesem Tag wurden Maßnahmen festgelegt, keine Worte, sondern Maßnahmen, um Bulgarien auf der Karte des europäischen Gasverteilungssystems strategisch zu positionieren“, unterstrich Borissow und hob insbesondere hervor, dass US-Präsident Donald Trump bereits angeordnet habe, an der Aufhebung der Visumspflicht für Bulgaren zu arbeiten.

Von den Medien nach der Lage im Nahen Osten gefragt, antwortete der bulgarische Premier, dass er den Frieden und die diplomatischen Lösungen unterstützt. „Es dürfen keine unschuldigen Menschen sterben und die militärischen Konflikte nicht fortgesetzt werden. Der Frieden ist für die Region äußerst wichtig. Er bringt Prosperität“, betonte Borissow und fügte hinzu, dass unser Land niemals eine Politik gegen ein Land verfolgt habe. Nur der Frieden könne die Probleme im Nahen Osten lösen, ist Borissow kategorisch.

Auf seinem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vermerkte Bojko Borissow, dass Bulgarien den Beitrag der Türkei in der Migrationskrise hoch schätzt und bezeichnete die Umsetzung der gemeinsamen Erklärung EU-Türkei vom 18. März 2016 als einen wichtigen Schlüssel.

Die Diplomatie und der Frieden müssen bei der Lösung einer Reihe Probleme führend bleiben. Wir alle sind daran interessiert, eine Zukunft aufzubauen, die auf Stabilität, Sicherheit und Wohlstand beruht“, sagte der bulgarische Ministerpräsident während des Treffens.

Die Türkei ist unser Nachbar, Verbündeter der NATO und unser wichtigster Partner in den Bereichen Migration, Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, Energiewesen und Landwirtschaft“, betonte Borissow und wies darauf hin, dass Bulgarien die Grenzübergänge zur Türkei bei Kapitan Andreewo und Lessowo ausbauen werde.

Was das Verhältnis der drei Präsidenten Erdogan, Putin und Vucic, mit denen Borissow in Istanbul Gespräche führte, anbelangt, erklärte Borissow stolz:

Sie betrachten mich als Freund, als einen Freund von Trump, sowie als Freund von Brüssel, weil jede meiner Handlungen erstens den Interessen Bulgariens und zweitens der Gemeinschaften untergeordnet ist, in der wir uns entschlossen haben, zu sein – EU und NATO.

Übersetzung: Georgetta Janewa

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