Bulgarischer Nationaler Rundfunk © 2021 Alle Rechte vorbehalten

In memoriam Christina Ljutowa

Foto: Facebook / Christina Ljutowa

Heute verstarb im Alter von fast genau 80 Jahren die populäre bulgarische Volksliedsängerin Christina Ljutowa.

Sie wurde am 24. Mai 1940 in der südwestbulgarischen Stadt Smoljan geboren. 1962 trat sie dem Rhodopen-Ensemble in ihrer Heimatstadt bei. Seitdem wurden die Lieder der Rhodopen für sie zu einer Inspiration und ihrem Schicksal.

Drei Jahrzehnte lang arbeitete Christina Ljutowa als Solistin des in Smoljan ansässigen Ensembles. Sie sammelte und bewahrte über 400 Lieder der Rhodopen, die sie vor allem von älteren Sängern dieser bulgarischen Folkloreregion lernte. Einige der Aufnahmen werden im Tonarchiv des bulgarischen Nationalradios aufbewahrt.

Ihre schöne und satte Altstimme erklang in Frankreich, auf Kuba, den Niederlanden, Russland, Griechenland, Mexiko, Weißrussland, Tschechien, Südkorea, Deutschland, Ungarn und anderen Ländern. Sie besuchte diese Länder im Rahmen der Konzertreisen des Folklorechors „Die großen Stimmen Bulgariens“ unter der Leitung von Sdrawko Michailow. Zusammen mit ihrer Tochter Mariana Pawlowa und der Sylvia Nenkowa sang sie im „Kaba-Trio Rhodopea“.

Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte die populäre bulgarische Sängerin mit ihrer Tochter in London. Um Christina Ljutowa sorgten sich sehr gute Ärzte, versicherte ihre Tochter Mariana und fügt hinzu, dass ihre Mutter bis zu ihrem Ende die Weisheit und die Kraft ihres Geistes bewahrt habe.

mehr aus dieser Rubrik…

Imker feiern den Tag des Heiligen Charalampos

Am 10. Februar huldigt die orthodoxe Kirche dem Heiligen Charalampos, dem Wundertäter von Magnesia . Dem Volksglauben zufolge ist der Heilige Charalampius der Beherrscher der Krankheiten, vor allem der Pest. Er gilt auch als Patron der Imker und des..

veröffentlicht am 10.02.21 um 06:45

Rumjana Belewa erweckt Schätze aus Großmutters Truhe zu neuem Leben

Beim Öffnen von Großmutters Truhe wird jeder von uns von unterschiedlichsten Gefühlen überwältigt – Ergriffenheit, Wertschätzung, Ehrfurcht. Sobald man das handgewebte Linnen berührt, wird man in die Zeit zurückversetzt und sieht vor..

veröffentlicht am 09.02.21 um 17:24

Die bulgarische Weinproduktion blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück

Im bulgarischen Volkskalender nimmt der Februar, im Volksmund auch Malak Setschko genannt, einen wichtigen Platz ein. Es ist der Monat der Weinbauer und Winzer, die mit dem Schnitt der Weinreben beginnen. Der rituelle erste Schnitt der Reben..

veröffentlicht am 02.02.21 um 16:35