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Die Gewinner des Rundfunk-Musikwettbewerbs „Frühling 2020“

Margarita Hranova: „Ich bin aufrichtig, deshalb mögen mich die Menschen!“

Foto: BGNES

„Allein mit der Liebe“ ist das Lied, mit dem die bulgarische Poplegende Margarita Hranova in der 51. BNR-Ausgabe des Wettbewerbs für neue bulgarische Pop- und Rockmusik „Frühling 2020“ den Preis der Hörer gewonnen hat.

Margarita Hranova wird von mehreren Generationen Bulgaren geliebt und prägt seit über 45 Jahren die bulgarische Popszene mit. Ihr Talent wurde entdeckt, als sie noch Schülerin war. Damals wurde sie auserkoren, in der Gesangsgruppe des beliebten Jugendensembles „Majakowski“ mitzusingen. Das war für sie eine Art Startschuss in ein Leben, das vollkommen der Musik gewidmet ist. Eingeläutet wurde ihre Karriere als eigenständige Sängerin mit ihrer Teilnahme am Internationalen Popfestival „Goldener Orpheus“ (zwischen 1965 und 1999). Dort gewann sie 1982 mit dem Lied „Ustrem“ (Streben) des Komponisten Najden Andreew den zweiten Platz. Das gleiche Lied brachte ihr auch den ersten Preis für ihren Auftritt beim Festival in Sopot, Polen ein. Es folgen Aufnahmen, Alben, zahlreiche Beteiligungen an Festivals und Konzerten im In- und Ausland.

„Die größte Belohnung für mich ist die Anerkennung des Publikums“, sagte die Sängerin in einem Interview für den BNR, nachdem sie erfahren hatte, dass die Wahl der Hörer auf ihr Lied „Allein mit der Liebe“ gefallen ist.

„Alles, was wir tun, ist für die Menschen gedacht. Es gibt nichts Wertvolleres als die Anerkennung eines derart großen Publikums wie das des Frühlings-Musikwettbewerbs des BNR. Ich bemühe mich immer, meine Arbeit professionell anzugehen. Sobald mir ein Komponist eines seiner Lied anvertraut hat, möchte ich es immer auf die bestmögliche Weise interpretieren. Ich habe noch nie in meinem Leben etwas um jeden Preis tun wollen. Ich habe auch nie nach Auszeichnungen gestrebt. Ich mache alles aufrichtig. Und vielleicht mögen die Leute gerade deshalb meine Musik“, sagte Margarita Hranowa.


Das Lied „Allein mit der Liebe“, das den Hörerpreis bekommen hat, können Sie hier hören. Den Text hat Jawor Kirin geschrieben, die Musik und das Arrangement stammen von Milen Makedonski. Beide arbeiteten und arbeiten mit den größten bulgarischen Popstars zusammen. Wie wird ein Song zum Hit und wird dies von Margarita Hranova gezielt angestrebt?

„Ja, es ist wünschenswert, ein Element im Song zu haben, das ihn zum Hit machen könnte. Das gilt nicht nur für die Musik, sondern auch für den Text. Das Lied darf nicht elementar sein. Es muss aus musikalischer Sicht eine gewisse Klasse haben, d.h. eine gute Harmonie besitzen, melodisch sein. Natürlich streben wir das an, aber es klappt nicht immer. Ich denke „Allein mit der Liebe“ ist melodisch und regt zum Mitsingen an. Ich hoffe, es hat die Herzen der Zuhörer erreicht.“

Margarita Hranova gibt auch zu, dass sie und ihre Kollegen während des Ausnahmezustands aufgrund von Covid-19 eine schwierige  Zeit durchlebt haben.

„Unsere Arbeit ist mit dem Publikum verbunden. Ohne Publikum können wir keine Konzerte geben. Aber auch von nun an, mindestens für ein oder zwei Jahre, wird es für unsere Auftritte schwierig sein. Menschen mit freien Berufen sind sehr benachteiligt. Wir wurden der Möglichkeit beraubt, uns direkt mit dem Publikum austauschen zu können. Online-Konzerte können den Kontakt zum Publikum nicht ersetzen, es findet kein Austausch von Energien statt. Die finanzielle Seite ist ebenfalls ein Problem. Und das ist kein minderwertiges Problem, da auch wir Familien zu ernähren haben und irgendwie leben müssen.“

Trotzdem nimmt Margarita Hranova weiterhin Songs auf und plant sogar ein neues Album.

„In letzter Zeit arbeite ich mit dem jungen Komponisten Iwan Krastew aus Warna zusammen. Ich habe bereits mehrere erfolgreiche Songs mit ihm. Einer von ihnen ist „Last Dance“, Gewinner des Festivals für Pop- und Rockmusik „Sofia 2019“. Wir werden weitere Songs mit ihm aufnehmen und sie in einem Album herausbringen. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Ich hoffe, dass alles wieder gut wird und wir baldmöglichst wieder in die Säle zurückkehren, wo wir mit unserem Publikum kommunizieren können.“

Einen weiteren Beitrag zum Thema finden sie hier.

Übersetzung: Rossiza Radulowa

Fotos: BGNES, Facebook / Margarita Hranova

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