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Blickpunkt Balkan

Brüssel hat Vorbehalte gegen Regionalinitiative „Offener Balkan“

Die Brüsseler Regierung schätzt die Initiative „Mini-Schengen“ oder „Offener Balkan“ der Staats- und Regierungschefs von Nordmazedonien, Serbien und Albanien negativ ein und glaubt, dass sie die europäische Integration der Region untergräbt. Die Europäische Kommission hält die Initiative von Edi Rama, Alexander Vučić und Zoran Zaev für völlig unvereinbar mit der Initiative für regionale Entwicklung zusammen mit Bosnien und Herzegowina, Montenegro und dem Kosovo, teilten diplomatische Quellen aus Brüssel mit. Die Europäische Kommission ist der Ansicht, dass diese Initiative nicht unterstützt werden sollte, weil sie die strategische Partnerschaft der EU mit den Balkanländern behindert und den Vereinigten Staaten den Weg als einzigem strategischen Partner der Balkanländer räumt. Die EU werde Schritte unternehmen, um die Initiative zu minimieren, so Insider.

Kosovo und Nordmazedonien haben 11 Abkommen unterzeichnet

In Skopje trafen sich die Regierungen des Kosovo und Nordmazedoniens zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Jede Verbesserung der Beziehungen zwischen den Nachbarn bringt Stabilität und Wohlstand in der gesamten Region. Daher begrüßen wir den von der EU geförderten Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo und werden eine für beide Seiten akzeptable Lösung unterstützen, sagte der nordmazedonische Premierminister Zoran Zaev. Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti sagte, das Regierungstreffen sei ein historischer Moment für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarländern. Es wurden 11 Abkommen unterzeichnet, die eine Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Projekten vorsehen. Es wurde vereinbart, am Grenzübergang Blace die mazedonische Autobahn nach Skopje mit der Kosovo-Autobahn nach Tirana zu verbinden. Auch die Grenzkontrollen sollen erleichtert werden. Es wird die Möglichkeit geprüft, einen neuen Grenzkontrollpunkt zwischen Tetovo und Prizren zu eröffnen. Nordmazedonien und Kosovo sollen ein gemeinsames Skiprojekt realisieren, das Shar Planina, Brezovitsa und Popova Shapka verbindet“, berichtete die Website lokalno.mk.

Griechenland vertieft militärische Zusammenarbeit mit den USA

Griechenland und die Vereinigten Staaten werden ein Abkommen über eine fünfjährige gegenseitige Verteidigungskooperation unterzeichnen, kündigte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis während der 85. Internationalen Messe in Thessaloniki an. Dies sei, so Mitsotakis, „eine Bestätigung der US-Präsenz in Griechenland sowie der strategischen Zusammenarbeit beider Länder“. „Das schließt andere strategische Vereinbarungen im Verteidigungsbereich nicht aus, wie zum Beispiel mit Frankreich. Griechenland gibt mehr als 2 Prozent  seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus“, erinnerte Premier Mitsotakis in einem Interview für das griechische nationale Fernsehen ERT1. Im Rahmen eines Vertrags aus dem Jahr 2019 erweitert das Pentagon seinen Marinestützpunkt in Suda auf Kreta sowie die Nutzung von Luftwaffenstützpunkten in der Nähe von Larissa, in Stefanovikio und in der Nähe des Hafens von Alexandroupolis.

Dem Westbalkan steht noch ein langer Weg in die EU bevor

Serbien weiß, dass es nicht in die EU aufgenommen wird, bis die Kosovo-Frage gelöst ist, aber es ist dafür, dass eine Kompromisslösung gefunden wird. Das sagte der serbische Präsident Alexander Vučić während der Visite der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Belgrad. Die Kosovo-Frage muss vor dem EU-Beitritt Serbiens endgültig gelöst werden. Ein langer Weg liege vor Serbien und der ganzen Region, bis alle der EU beitreten könnten, sagte Merkel auf einer Pressekonferenz mit Vučić. Die Kanzlerin betonte, dass die Integration des Westbalkans den geostrategischen Interessen der EU entspricht. Als künftige EU-Mitglieder sehe sie Serbien, Albanien, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Kosovo. Merkel äußerte gewisse Reserven gegenüber der Initiative „Offener Balkan“ und betonte, dass sie den regionalen Wirtschaftsmarkt im Rahmen des „Berliner Prozesses“ bevorzuge, berichtete BGNES.

Geistliche in Zypern, die gegen Covid-Impfstoffe predigen, werden bestraft

Geistliche in Zypern, die gegen die Coronavirus-Impfung predigen, erhalten kein Gehalt und können nach neuen Anweisungen der zypriotischen orthodoxen Kirche sogar abgesetzt werden. Gleichzeitig warnt das Gesundheitsministerium vor Covid-19-Herden in Kirchen und Klöstern. Die Heilige Synode in Nikosia habe Beschwerden erhalten, dass Geistliche der Entscheidung der Kirchenväter zur Unterstützung der Impfung nicht folgen und die Gläubigen weiterhin irreführen, sagte der Erzbischof von Zypern Chrysostomos II. Diese Priester werden aufgerufen, „sich sowohl bei der Synode als auch bei der Öffentlichkeit zu entschuldigen, die sie durch falsche Predigten irregeführt haben und eine andere Meinung zu äußern“. Andernfalls würden sie bestraft, warnte das Oberhaupt der zypriotischen Kirche, berichtete die BNR-Korrespondentin auf Zypern Branislava Bobanac.

Türkei: Freitagspredigten warnen Verkäufer, Rohstoffpreise nicht zu erhöhen

In einer Rede in der zentralanatolischen Stadt Kirshehir versprach Präsident Recep Tayyip Erdogan die baldige Einführung von Maßnahmen zur Kontrolle der Inflation im Land. Im dritten Monat in Folge erreichte die Abwertung der türkischen Lira im August eine Jahresrate von 19,25 Prozent. Unterdessen befahl die Regierung den Moscheen, in den Freitagspredigten die Verkäufer zu warnen, die Rohstoffpreise nicht zu erhöhen, berichtete die Nachrichtenagentur „Bloomberg“. „Die Gläubigen sollten den Schwarzmarkt meiden und nicht opportunistisch handeln“, hieß es in der Predigt vom Freitag laut der Website von  Diyanet, der Direktion für religiöse Angelegenheiten. Gläubige Muslime „machen Menschen nicht zu Opfern, indem sie die Preise in die Höhe treiben“, hieß es in der Predigt.

Zusammengestellt von: Iwo Iwanow

Übersetzung: Rossiza Radulowa

Fotos: EPA/BGNES

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