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Blickpunkt Balkan

Spannungen an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo

Die Entscheidung Pristinas, Fahrer mit serbischen Kennzeichen zu verpflichten, bei der Einreise vorübergehende Kosovo-Nummern anzubringen, hat die Spannungen an den Grenzübergängen zwischen Serbien und dem Kosovo erhöht. In Reaktion darauf haben die Serben im Norden einen Protest ausgerufen, ein Zeltlager nahe der Grenze aufgeschlagen und den Verkehr blockiert.
Dieses Vorgehen der kosovarischen Regierung erfolgt in Reaktion auf Serbiens Politik gegenüber dem Kosovo. Belgrad erkennt den Kosovo nicht als unabhängigen Staat an. Das gilt auch für die Kennzeichen der Autos aus Kosovo.
Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell hat Belgrad und Pristina aufgefordert, einen Weg zum Abbau der Spannungen zu finden und miteinander in Dialog zu treten, um weitere Eskalationen zu vermeiden.

Milo Đukanović: Es besteht die Gefahr einer Destabilisierung auf dem Balkan

Der Westbalkan bleibt ein Ort geopolitischer Interessenkonflikte, was die gesamte Region destabilisieren könnte. Davor warnte der montenegrinische Präsident Milo Đukanović auf der 76. Sitzung der UN-Vollversammlung in New York. Seinen Worten zufolge sind die Herausforderungen und Bedrohungen für die multiethnische Demokratie auf dem Balkan nicht weniger geworden, berichtete die Nachrichtenagentur FOCUS. „Der Westbalkan ist erneut Schauplatz gegensätzlicher geopolitischer Interessen, was zu einer Verzögerung bei der Integration der Gesellschaften des Westbalkans in ihre natürliche europäische Umgebung geführt hat. Dieser Umstand führt nicht nur zur Stagnation und Verzögerung in der Entwicklung dieser Region Europas, sondern macht der Weg für die Wiederkehr zerstörerischer Theorien frei, dass man hier nicht als multiethnische und multireligiöse Gemeinschaft leben könne“, mahnte Đukanović.

Griechenland: Über 6.000 Kinder nach 10 Tagen Schule an Covid-19 erkrankt

Ärzte in Griechenland warnen vor einer hohen Infektionsgefahr bei den Schülern, berichtete BNR-Korrespondentin Katja Peewa. Bisherigen Informationen zufolge haben sich in nur zehn Tagen seit Beginn des Schuljahres mehr als 6.000 Schüler mit Covid-19 infiziert. Bei jedem vierten registrierten Fall handelt es sich um Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren, betonen die Ärzte. Trotzdem wollen die meisten Eltern nicht, dass ihre Kinder zweimal pro Woche getestet werden und dass sie in der Schule die ganze Zeit über Masken tragen. Sie verklagen Lehrer und das Gesundheitsministerium. Laut griechischen Ärzten ist der Transport jedoch der riskanteste Ort, um sich anzustecken. Infolgedessen werden in Thessaloniki 400 neue Busse eingeführt, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Zypern setzt auf die Entwicklung der Bergregionen

Die zyprische Regierung wird im November den ersten Aufruf zur Finanzierung von Projekten in den Bergen und in ländlichen Gebieten starten. Diese Projekte sollen aus europäischen Mitteln im neuen Programmplanungszeitraum 2022-2027 finanziert werden. Durch EU-Mittel aus dem EU-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums will sich Zypern auf Infrastrukturprojekte zur Förderung von Wirtschaft und Wohlstand in Berggemeinden sowie zur Förderung des Tourismus konzentrieren. Die Vorschläge, die die Regierung bereits nach Brüssel geschickt hat, fokussieren sich auf Beschäftigung, soziale Eingliederung, lokale Entwicklung und Unterstützung des Unternehmertums. Geplant ist auch die Sanierung und Erneuerung von öffentlichen Plätzen, Straßen und Parks, berichtete BNR-Korrespondentin Branislava Bobanac aus Zypern.

Der Balkan – das beliebteste Sommerziel der Tschechen

Die Balkanländer waren im letzten Sommer das beliebteste Urlaubsziel der Tschechen, berichtete Radio Prag. Den ersten Platz nimmt dabei traditionell Kroatien ein, auch wegen seiner Nähe zur Tschechischen Republik. Mehr als 750.000 Tschechen haben sich für einen Urlaub an der Adria entschieden. Nach Angaben des tschechischen Außenministers Jakub Kulhánek war Griechenland das zweitbeliebteste Reiseland, das von knapp 200.000 tschechischen Touristen besucht wurde. Bulgarien wurde von etwa 120.000 Tschechen für einen Urlaub ausgewählt, während 100.000 Tschechen ihren Sommer in türkischen Ferienorten verbracht haben.

Zusammengestellt von: Miglena Iwanowa

Übersetzung: Rossiza Radulowa

Fotos: EPA/BGNES

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